Camerata Academica Salzburg

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Camerata Salzburg ©Pia Clodi
Sarah Wedl-Wilson und Doris Höhenwarter bei der Präsentation des Festivals "Schubert in Gastein" ©Neumayr
Präsentation des Saisonprogramms 2019/20 mit Bernd Gaubinger, Günther Ramusch, Michael Sowa und Shane Woodborne. ©Leo/Neumayr

Geschichte

Die CAMERATA Salzburg zählt zu den führenden Kammerorchestern weltweit. Einladungen in die bedeutendsten Spielstätten von New York bis Beijing ergänzen die Konzerttätigkeit in der Salzburger Heimat.

In Salzburg ist die CAMERATA eines der Stammensembles der Salzburger Festspiele und der Mozartwoche. Außerdem hat sie einen eigenen Abonnementzyklus im Großen Saal der Stiftung Mozarteum. Mit „Schubert in Gastein“ veranstaltet das Orchester seit mehreren Jahren sein eignes Kammermusik-Festival in Bad Gastein.

Im Zentrum des Repertoires steht neben den Werken von Joseph Haydn, Ludwig van Beethoven und Franz Schubert natürlich das Schaffen unseres Genius loci Wolfgang Amadeus Mozart. So ist es vor allem der typische „Salzburger Mozart-Klang“, der die CAMERATA über die Jahre hinweg zu einem Kulturbotschafter und internationalen Aushängeschild der Mozartstadt Salzburg werden ließ.

Höhepunkte in den vergangen Jahren waren Auftritte beim Lucerne Festival, bei den BBC Proms in London, beim Edinburgh International Festival sowie in der Carnegie Hall in New York. Eine besondere Verbindung besteht zum Wiener Konzerthaus, zur Tonhalle Zürich, zur Alten Oper in Frankfurt, zum Kultur- und Kongresszentrum Luzern, dem Prinzregententheater München sowie zur Kölner Philharmonie und der Philharmonie de Paris.

Persönlichkeiten wie Géza Anda, Sándor Végh und Sir Roger Norrington haben den CAMERATA Klang geprägt. Bedeutende Musikerinnen und Musiker wie Dietrich Fischer-Dieskau, Heinz Holliger, Alfred Brendel, Philippe Herreweghe, Franz Welser-Möst, Pinchas Zukerman, Anne-Sophie Mutter, Teodor Currentzis, Matthias Goerne, Fazıl Say, Renaud Capuçon, Yuja Wang und Hélène Grimaud konzertieren regelmäßig mit der CAMERATA.

Schon bei der Gründung im Jahr 1952 durch Bernhard Paumgartner war das künstlerische Credo eines jeden einzelnen Orchestermitgliedes klar: Musizieren in Eigenverantwortung mit Gemeinschaftssinn. Eine Maxime, die das Orchester und seine Mitglieder bis heute leben. Als ihre größten Inspiratoren und langjährigen Leiter prägten Bernhard Paumgartner und Sándor Végh den weltberühmten Klang der CAMERATA. Nach Véghs Tod beeinflusste Sir Roger Norrington als Chefdirigent das Orchester nachhaltig. Heute ist Sir Roger Conductor Laureate der CAMERATA. Seine Nachfolger als künstlerische Leiter waren Leonidas Kavakos und der französische Dirigent Louis Langrée. Seit 2016 haben die Musiker der CAMERATA die künstlerische Leitung in die eigenen Hände genommen. Geleitet von ihrem Konzertmeister Gregory Ahss als „primus inter pares“, suchen die Musiker gemeinsam nach Interpretation, Volumen, Rhythmus, Feinheiten und Klang. So bewahrt sich die CAMERATA auch im siebten Jahrzehnt ihres Bestehens eine „Spielfreude, die ansteckend wirkt“ (Neue Zürcher Zeitung).

Platten- und CD-Einspielungen bei renommierten Labels wie der Deutschen Grammophon, DECCA, Sony oder Warner Classics – viele davon mit wichtigen Preisen ausgezeichnet – zeugen von der exzellenten Qualität und Musizierlust der aus mehr als 20 Nationen stammenden Musikerinnen und Musiker der CAMERATA.


Chefdirigenten der Camerata Salzburg

  • Bernhard Paumgartner (1952)
  • Antonio Janigro (1974)
  • Sandor Végh (1978)
  • Sir Roger Norrington (1997)
  • Leonidas Kavakos (2001)
  • Louis Langrée (2011)

Probleme in der Zusammenarbeit mit künstlerischen Leitern:
Bereits im Juni 2009 gab Kavakos nach groben Differenzen mit dem Orchester seinen vorzeitigen Rücktritt bekannt. Nach heftigen Unstimmigkeiten beendete auch Louis Langrée vorzeitig die Zusammenarbeit mit den Musikerinnen und Musikern der Camerata Salzburg. Seither kommt das Orchester ohne Chefdirigent aus. Zumeist wird es von seinem Konzertmeister Gregory Ahss geleitet.

Michael Sowa gelang es ab der Saison 2009/10 wieder drei künstlerische Partner und damit auch eine Reihe an spannenden Projekten an das Orchester zu binden:

  • Renaud Capuçon (2019)
  • Fazil Say (2019)
  • François Leleux (2019)

Geschäftsführer der Camerata Salzburg seit 1991

Die Camerata hatte einen regen Wechsel an prominenten Geschäftsführern:

  • Matthias Naske (1991)
  • Benedikt Fohr (1996)
  • Marc Newbanks (2001)
  • Helene Zimmerebner (2002)
  • Catharina Jürs (2003)
  • Ulrich Hauschild (2004)
  • Andreas Moritz (2005)
  • Shane Woodborne (2007)
  • Lutz Hochstraate (2008)
  • Sarah Wedl-Wilson (2012)
  • Shane Woodborne (2013)
  • Michael Sowa (2018)

Die Camerata hatte in den vergangenen Jahren einen regen Wechsel an Geschäftsführern: Nach Matthias Naske (heute: Intendant Wiener Konzerthaus) kamen Benedikt Fohr (heute: CEO Hong Kong Philharmonic), Mark Newbanks (heute: Manager von u.a. Gustavo Dudamel und Esa-Pekka Salonen), Catharina Jürs, Ulrich Hauschild (heute: Musikdirektor im Palais des Beaux-Arts in Brüssel) und Andreas Moritz (heute: Orchesterdirektor: Komische Oper Berlin). Es folgten Lutz Hochstraate (Intendant des Salzburger Landestheaters) und Sarah Wedl-Wilson (heute: Rektorin der Musikhochschule „Hanns Eisler“ in Berlin, Aufsichtsratsvorsitzende Osterfestspiele Salzburg). Dazwischen sprang immer wieder Camerata-Cellist Shane Woodborne ein. Aktuell ist die Stelle vakant. Bei der Nachbesetzung der zuletzt von Michael Sowa ausgeübten Funktion steht das Orchester wiederholt vor einer der Herausforderung einer adäquaten Nachbesetzung. Da bislang keine adäquate Persönlichkeit gefunden werden konnte erklärte sich Shane Woodborne erneut bereit die Position interimistisch zu übernehmen. Kritiker sehen strukturelle Probleme.


Weblinks

Quelle