Georg Streitberger

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Georg Streitberger

Georg Streitberger (* 26. April 1981 in Zell am See) ist ein Salzburger Skirennläufer.

Karriere

Der für den Schiclub Saalbach Hinterglemm startende Georg Streitberger war bis zum 15. Lebensjahr Fußballtormann in seiner Heimatgemeinde Maishofen, ehe er sich für die Karriere auf zwei "Brettln" entschied und die Ski-Hauptschule Schladming besuchte. Seinen ersten großen Erfolg feierte der "Schorsch" im Jahr 2000, als er am 26. Februar in Stoneham, Quebec (CAN) bei der Junioren-WM die Goldmedaille im Riesentorlauf holte. 2001 wurde er Österreichischer Jugendmeister in derselben Disziplin.

Aber er musste sich wie viele andere Fahrer hinter den sehr starken Jahrgängen 1972 (Hermann Maier) bis 1978 (Benjamin Raich) anstellen. Da waren die Weltcup-Plätze rar. So kennt der Maishofner den Umweg Europacup aus leidvoller Erfahrung. Dabei schien ihm 2003 der Weg in den Weltcup offen zu stehen. "Bis zum letzten Rennen lag ich im Abfahrts-Europacup vor Johann Grugger, dann hat er die Wertung umgedreht und er hat sich den Weltcup-Platz geholt", erzählte Streitberger. Ein doppelter Rückschlag: "Auf einmal war mein Zimmerkollege im Weltcup und hat die Chance genutzt, während ich weiterhin im Europacup herumgefahren bin. Das gibt einem schon zu denken."

2004 holte er dann aber einen Fixplatz im Super-G mit dem Sieg in der Disziplinenwertung im Europacup. 2005 fuhr er mit mäßigem Erfolg im Weltcup, 2006 dominierte er wieder den Europacup, um sich dann 2007 endgültig im Weltcupteam zu etablieren.

2005 wurde Streitberger in Altenmarkt-Zauchensee erstmals Österreichischer Abfahrtsmeister, 2006 folgte ein Vizemeistertitel.

Seit seinem ersten Weltcupstart im Riesenslalom von Bormio (ITA) am 18. März 2000 (startberechtigt als Juniorenweltmeister) fuhr er 41 Rennen im Weltcup, bevor er am 2. März 2008 im norwegischen Kvitfjell seinen ersten Weltcupsieg im Super-G feierte. Davor waren ein sechster (Gröden) und zwei siebente Plätze (Hinterstoder, Lenzerheide) ebenfalls im Super-G in der Saison 2007 seine besten Platzierungen gewesen.

Die Saison 2009 begann verheißungsvoll: mit Rang 4 in der Abfahrt von Lake Louise war Streitberger bester Österreicher, danach konnte er sich aber nicht mehr unter den Top 10 platzieren. 2010 fuhr er sich mit einem dritten Platz im Super-G von Kitzbühel ins Olympiateam. Bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver reichte es dann aber nur zu Rang 17 im Super-G.

Zu Beginn der Saison 2011 kehrte er im Dezember 2010 in Beaver Creek (USA) aufs oberste Treppchen des Siegerpodests zurück. Auch beim Super-G von Kitzbühel landete er als Zweiter auf dem Podest. 2012 gelangen ihm hingegen nur zu Beginn der Saison in Übersee zwei Top 10 Platzierungen. Und auch im Winter 2013 deuteten die Ergebnisse nicht wirklich auf eine sprunghafte Verbesserung hin: zwei Top 10 Resultate reichten für einen Platz im Speed-Team bei der Heim-WM in Schladming. Dort feierte Streitberger mit 32 Jahren sein WM-Debüt im Super-G, das er auf Rang 10 beendete. Zum Ende der Saison zeigte er allerdings mit zwei weiteren 2. Plätzen in der Abfahrt von Garmisch und im Super-G von Kvitfjell noch einmal kräftig auf.

Vor der Olympiasaison 2014 stieg Streitberger in den Nationalkader des ÖSV auf. [1] In Sotchi reichte es in Abfahrt und Super-G nur zu Plätzen um Rang 20, aber bereits bei den anschließenden Weltcuprennen im norwegischen Kvitfjell gelang ihm am 28. Februar 2014 ein Sieg in der Abfahrt, der sein letzter Weltcupsieg bleiben sollte.

Im Winter 2015 fuhr Streitberger unter anderem noch zweimal aufs Podium und beendete die Ski-WM in Vail als achter im Super-G. Am 23. Jänner 2016 zog er sich bei einem Sturz in der Abfahrt von Kitzbuehel einen Kreuzbandriss zu, der ihn zu einer langen Pause zwang. Sein Comeback am 2. Dezember 2016 in Val d'Isere sollte sein letztes Weltcuprennen werden, da er sich danach einer Miniskusoperation unterziehen musste. Am 9. März 2017 verkündete er bei einer Pressekonferenz in Saalbach-Hinterglemm seinen Rücktritt vom aktiven Sport.

Erfolge

Übersicht

  • 3 Weltcupsiege (2008, 2010, 2014)
  • 10 Podiumsplatzierungen im Weltcup
  • 159 Weltcuprennen
  • 6 Europacupsiege (2004, 2006, 2007)
  • 21 Podiumsplatzierungen im Europacup
  • 1x Junioren-Weltmeister (2000)
  • 1x Österreichischer Meister (2005)
  • 1x Österreichischer Jugendmeister (2001)

Weltcup 2007/2008

Platz Disziplin Ort Nation
1. Super-G Kvitfjell NOR

Weltcup 2009/2010

in chronologischer Reihenfolge

Platz Disziplin Ort Nation
3. Super-G Kitzbühel AUT

Weltcup 2010/2011

in chronologischer Reihenfolge

Platz Disziplin Ort Nation
1. Super-G Beaver Creek USA
2. Super-G Kitzbühel AUT

Weltcup 2013/2014

in chronologischer Reihenfolge

Platz Disziplin Ort Nation
3. Super-G Lake Louise CAN
1. Abfahrt Kvitfjell NOR

Weltcup 2014/2015

in chronologischer Reihenfolge

Platz Disziplin Ort Nation
3. Super-G Kitzbühel AUT
3. Abfahrt Meribel FRA

Ehrung

In Anerkennung seiner Verdienste ernannte ihn die Gemeinde Maishofen 2017 zu ihrem Ehrenbürger.[2]

Bilder

 Georg Streitberger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Quellen

Weblinks


Referenzen