Gertraud Schimak

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Gertraud Maria Schimak (* 10. August 1955) ist Yoga- und Entspannungstrainerin und ehemalige Gemeinderätin (FPÖ) der Stadt Salzburg.

Leben

Politische Funktion

Schimak war von 2009 bis 2014 Mitglied des Salzburger Gemeinderates.

Im Profil

„Politik adé“ (2014)

Labradorrüde Gilby musste beim Treffen mit den „Stadt Nachrichten“ zuhause bleiben. Normalerweise ist der Familienhund dreimal täglich mit „Frauchen“ Gertraud Schimak unterwegs. Sie ist immer präsent und bleibt bei den Herrnauern selten unerkannt.

16 Jahre ist es her, als ihre politische Reise begann. Die vergangenen elf Jahre waren geprägt vom Aufbau der FPÖ Alpenstraße. Als Ortsgruppenobfrau und Stellvertreterin von Landesobmann Karl Schnell wurde sie 2005 als einzige Nichtmandatarin in den Bundesparteivorstand gewählt. „Der Wunsch von Parteiobmann Heinz-Christian Strache an mich war, für frischen Wind zu sorgen“, sagt Schimak. Das ist ihr gelungen, denn zweimal wollte Strache sie in den Nationalrat holen, jedoch beide Male habe sie abgelehnt. „Als Familienmensch entschied ich mich dagegen“, sagt die Mutter von drei Söhnen. Das kam letztendlich den Bewohnern rund um die Alpenstraße zugute. So wurden 2005 auf ihr Zutun etwa die kurzen Grünphasen der Fußgängerampeln an der Alpenstraße länger geschaltet.

Mein wirklicher politischer Wunsch war das Land. Der Bund war mir zu weit weg und die Stadt zu eng“, sagt Schimak. Doch Landesobmann Karl Schnell wollte Schimak in der Stadt haben. Als eine von fünf FPÖ-Gemeinderäten hat sie die Aufgabe ab März 2009 „mit sehr großer Freude und viel Fleiß gemacht“. Die ersten zwei Jahre sei sie immer unterwegs gewesen, um Vereine aus Kunst, Kultur, Sport und Jugend kennen zu lernen. „Ich war für die Leute da.“ Jedoch konnte sie als Gemeinderätin nur kleine Bausteine setzen. So denkt sie beispielsweise an das Aufstellen von Sitzbänken in Freisaal. „Danke, dass ich da sitzen darf“, freute sich ein älterer Herr. Das seien Momente, wo Schimak in ihrer Hartnäckigkeit bestätigt wurde. Alle drei Wochen habe sie angerufen, bis erst zwei, dann vier Bankerl aufgestellt waren. „Geduld ist nicht meine Stärke“, lacht sie. Auch Stationen für Hundesackerl oder die Hundewiese in Hellbrunn gehen auf Schimaks Kappe. Eine der ersten Aktionen war das Aufzeigen der gefährlichen Verkehrssituation an der Kreuzung Hellbrunner Straße/Michael-Pacher-Straße. Mehr Zebrastreifen und breitere Gehsteige sorgen heute für Sicherheit. Auch habe sie als ihre Pflicht gesehen, mehr Subventionen in der ehrenamtlichen Vereinsarbeit zu fordern. Die Überzeugungsarbeit bei Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) habe hier und in weiteren Fällen gefruchtet. Vor eineinhalb Jahren hat sich Schimak gefragt: Was wurde in vier Jahren Stadtpolitik erreicht? „Der politische Dualismus verhindert, dass was weitergeht.“ Noch eine Periode im Gemeinderat hätte deshalb für sie Stillstand bedeutet. „Man muss von Zeit zu Zeit eine Rast einlegen.“ Sie beende nun ihre Reise, mit der Freude, etwas bewegt zu haben. „Auch wenn das nicht von allen gern gesehen wurde.“ Jetzt lehnt sich die Yoga-Lehrerin einmal zurück – nach dem Motto: „Nichts ist entspannender als anzunehmen, was kommt.“

Quellen