Hans Helmut Stoiber

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Hans Helmut Stoiber 2011 im Bild mit Annemarie Moser und Petra Kronberger

Prof. h.c. Dr. Hans Helmut Stoiber (* 11. Oktober 1918 in Zell am See; † 10. Jänner 2015 in Salzburg) war Jurist und Medaillengewinner bei den Olympischen Sommerspielen 1936 bei den Kunstwettbewerben in der Lyrik.

Leben

Seine Eltern waren Franz und Friederike (geb. Krackowizer) Stoiber. Von seinem Vater bekam er seinen späteren Beruf als Rechtsanwalt in die Wiege gelegt.

Stoiber war erst 17 Jahre alt und Mittelschüler, als er für die Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin das Sonett Der Diskus verfasste und dafür die Bronzemedaille gewann. 1936 wurden nämlich neben den sportlichen Wettbewerben auch literarische olympische Kunstwettbewerbe ausgetragen. Sein Gedicht wurde sogar in der großformatigen Olympia Zeitung von Berlin 1936 abgedruckt. Die Preise (Bronzemedaille und das olympische Diplom) erhielt Stoiber im Olympiastadion überreicht.

Hans Helmut Stoiber maturierte am Stiftsgymnasium Kremsmünster und begann mit dem Studium der Rechtswissenschaften, wurde Anwalt und Richter am Landesgericht in Salzburg. Zeitlebens engagiert er sich als Biologe und Botaniker für den Naturschutz[1]. Seit 1953 ist er Mitglied beim Naturschutzbund, als solcher später auch Inhaber eines Naturschutzbüros. Der Name Hans Helmut Stoiber ist auch untrennbar mit dem Nationalpark Hohe Tauern (er war ein Pionier) verbunden. Salzburger Nachrichten-Lesern ist er als Autor einer Serie über die heimische Flora und als Experte für Straf- und Naturschutzrecht bekannt[2].

Stoiber gilt außerdem als ausgewiesener Experte des Mundartdichters Franz Stelzhamer.

Er war Richter in Salzburg und verheiratet mit DDr. Ingrid Stoiber-Adler.

Auszeichnungen

2003 wurde Stoiber mit dem Goldenen Ehrenzeichen des Naturschutzbundes Salzburg ausgezeichnet, außerdem ist er Träger der Alfred-Toepfer-Medaille, der höchsten Auszeichnung der Europäischen Nationalpark-Föderation.

Quellen

Einzelnachweise

  1. Porträt Stoibers als Autor einer Lautung
  2. Salzburger Nachrichten, 15. Februar 2011