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Hans Werner Waclawiczek

Univ.-Prof. Dr. med. Hans Werner Waclawiczek (* 20. November 1950 in Leoben, Stmk.; † 18. September 2015 in der Stadt Salzburg) war Chirurg, Oberarzt der Salzburger Universitätsklinik für Chirurgie und Professor an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Salzburg.

Leben

Hans Werner Waclawiczek studierte nach seiner Schulzeit in Innsbruck Medizin, wo er 1975 zum Doktor der gesamten Heilkunde (Dr. med. univ.) promovierte. Nach der Turnusausbildung begann er 1977 seine chirurgische Facharzt-Ausbildung an den Salzburger Landeskrankenanstalten bei Professor Hannes Steiner. 1979 war er Gründungsmitglied der Hubschrauber-Notflüge des Innenministeriums. Nachdem er 1984 seine Facharzt-Ausbildung abgeschlossen hatte, habilitierte er 1988 in Graz. Er war Additivfacharzt für Viszeralchirurgie, für Thoraxchirurgie und für Intensivmedizin, bevor er 1992 zum Professor ernannt wurde.

Von 1985 bis 1998 fungierte Dr. Waclawiczek als Geschäftsführender Oberarzt der 1. Chirurgie der Landeskrankenanstalten. Danach war er maßgeblich am Aufbau der neuen Chirurgie West beteiligt und nach der Zusammenlegung von 1. und 2. Chirurgie im neuen Gebäude von 2000 bis 2005 Geschäftsführender Oberarzt der Universitätsklinik für Chirurgie und Primar Erich Moritz. Die ersten Jahre in der Chirurgie West waren geprägt von einem Konflikt auf der Führungsebene: Während Waclawiczek seinem neuen Leiter Mobbing vorwarf, wurde er selbst wegen eines angeblichen Kunstfehlers während einer Operation von den Landeskrankenanstalten suspendiert. Von diesem Vorwurf wurde Waclawiczek im August 2004 freigesprochen, im Jänner 2005 trat er vollkommen rehabilitiert wieder seinen Dienst an.

Er war selbst wissenschaftlich sehr aktiv, war Herausgeber von 22 Büchern und zahlreichen Publikationen. Von 1994 bis 2014 widmete er sich als Fortbildungsreferent der Österreichischen Gesellschaft für Chirurgie der Ausbildung junger Chirurgen. Viele Kongresse blieben seinen Kollegen, die ihn als einen höflichen, geduldigen, stets liebenswürdigen und hilfsbereiten Menschen in dankbarer Erinnerung behielten, auch dank seines Organisationstalentes unvergesslich.

Er organisierte die freiwillige Facharztprüfung der Österreichischen Gesellschaft für Chirurgie und übernahm 2002 den Vorsitz der fachspezifischen Prüfungskommission, als die Facharztprüfung gesetzlich vorgeschrieben wurde. Im November 2011 wurde Dr. Waclawiczek für ein Jahr Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Chirurgie. Anfang 2015 ging er in Pension.

Er war verheiratet und hatte drei Kinder.

Ehrung

1988: Theodor-Billroth-Preis der Österreichischen Gesellschaft für Chirurgie.

Quellen