Wallistrakt

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Franzikanergasse, Durchfahrt beim Wallistrakt (Hofbogengebäude)

Der Wallistrakt, der früher das Hofbogengebäude war, ist ein Gebäude in der Salzburger Altstadt, in dem ein Teil der Universität Salzburg untergebracht ist.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Er schließt an die Alte Residenz im Süden an und überspannt mit einer markanten Arkadenhalle, bestehend aus drei Durchfahrten mit zweifachen Rundenbogen und zwölf Pfeilern, die Franziskanergasse. Nach Osten grenzt er an den Domplatz und im Süden an die Benediktiner-Erzabtei St. Peter.

Geschichte

Arkadenhalle aus Rundenbogen und Pfeilern im Wallistrakt

Das „Hofbogengebäude“ wurde 1606 unter Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau erbaut und wird seine erste Planung dem venezianischen Architekten Vincenzo Scamozzi zugeschrieben. Im Rahmen der barocken, fürsterzbischöflichen Prunkentfaltung hatten die Bögen in der Funktion als „porta triumphalis“, als Ende der fürsterzbischöflichen Prozessionen auf der „via triumphalis“, der Prachtstraße der Stadt, eine bedeutsame Rolle. Für das Auge des heutigen Betrachters verborgen bleibt, dass das Hofbogengebäude ursprünglich aus drei Durchfahrten mit zweifachen Rundenbogen und zwanzig Pfeilern bestand, die beim Umbau im Jahr 1607 auf die heutigen drei reduziert wurden.

Seine Lage und Gestaltung spielten später bei den Erneuerungsplänen des Domes von Santino Solari (1614) eine wesentliche Rolle.

Das Gebäude wurde 1690 aufgestockt und in die heutige Form gebracht. Dieser seither original erhaltene Flügel enthält über der zweigeschossigen Arkadenhalle einen Saal mit einer toskanischen Mittelsäule aus der Domsakristei des Konradinischer Doms.

Etwa um 1770 wurden die Hofbögen als Gusshütte für die von Wolfgang Hagenauer und Johann Baptist Hagenauer errichtete Mariensäule auf dem Domplatz genutzt.

Zwei römische Mosaike aus dem 3. Jahrhundert n. Chr wurden beim Umbau des Gebäudes 1964/1965 gefunden und im südlichen Teil des Wallistrakts an der Nordseite unter den Arkaden angebracht.

Das Hofbogengebäude wurde später vielfach, zumeist für Appartements, genutzt. Heute führt der Museumsrundgang des DomQuartiers durch den Trakt.

Name

Den Namen Wallistrakt erhielt das Gebäude von der dort residierenden Schwester von Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo (1772 - 1812), Maria Franziska Gräfin Wallis, die mit Stephan Olivier Graf Wallis verheiratet war.

Quellen