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DomQuartier Salzburg

(Weitergeleitet von DomQuartier)
Trailer
Blick in die Residenzgalerie
Blick in die Franziskanerkirche
Globenschrank in der Kunst- und Wunderkammer
in den Räumen der Residenz
Dombögen mit der obigen Terrasse
das Dominnere von der Domorgelempore aus
Übersichtsbild

Das DomQuartier Salzburg ist ein Salzburger Museumsrundgang durch die Alte Residenz, den Salzburger Dom und die Museumsteile der Benediktiner-Erzabtei St. Peter. Es ist Mitglied der Dachmarke hello salzburg.

Inhaltsverzeichnis

Das DomQuartier

Es eröffnete am 17. Mai 2014 einen Rundgang, der bislang unbekannte Einblicke in das ehemalige Zentrum fürsterzbischöflicher Macht. Der Rundgang um den Domplatz in oberen Stockwerken der Gebäude gewährt neue und interessante Blick auf die Stadt, die Stadtberge und die Festung Hohensalzburg.

Nach 200 Jahren wurde das ehemalige Zentrum der fürsterzbischöflichen Macht der Öffentlichkeit erlebbar gemacht. Im Mittelpunkt stehen die 'Alte Residenz', der Dom und die Benediktiner-Erzabtei St. Peter]. Auf 15 000 Quadratmetern werden 2 000 Exponate präsentiert. Diese geben Einblicke in „1300 bewegte Jahre“. Der Museumsrundgang ist 1 300 Meter lang und führt durch 116 Türen. Im Zuge der Umbauarbeiten wurden viele verschlossene Türen wieder geöffnet.

Vor mehr als 400 Jahren begannen die mächtigen Fürsterzbischöfe, die Stadt Salzburg in ein barockes Juwel zu verwandeln. Salzburg war durch den Handel mit Salz, Gold und anderen Rohstoffen äußerst vermögend geworde– und sollte durch die Arbeiten der besten Architekten der damaligen Zeit in eine repräsentative Residenzstadt verwandelt werden. Ergebnis war eine prächtige Barockstadt, die 1997 zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt wurde.

Zu den bedeutendsten Bauherren des barocken Salzburg gehörte Fürsterzbischof Guidobald Graf von Thun. In seiner 14-jährigen Regierungszeit (1654 bis 1668) prägte er das Bild der Stadt. Er ließ die Dombögen errichten, den Residenz- und den Domplatz gestalten sowie eine Gemäldegalerie bauen – die heutige Lange Galerie der Erzabtei St. Peter.

Kirchengeschichte, Kunstgeschichte und Architektur werden hier in einem einzigartigen Zusammenspiel präsentiert. Auf einem Weg, der 200 Jahre verschlossen war, erleben Besucher die 15 Prunkräume der bis zum Ende des Fürsterzbistums 1803 kirchlich genutzten Residenz mit ihren kostbaren Deckenstuckarbeiten und wertvollem Interieur. Bis 1918 diente die Residenz als Wohnsitz der Mitglieder der toskanischen Nebenlinie des österreichischen Kaiserhauses.

Über elf Säle erstreckt sich die Residenzgalerie, die Werke des 16. bis 19. Jahrhunderts beherbergt. Über die Dombogenterrasse mit einem imposanten Ausblick auf das barocke Zentrum der Stadt gelangt man in das nördliche Oratorium des Salzburger Doms, das eine Sonderausstellung zum Thema Barock präsentiert. Die Domorgelempore erschließt den Weg zum Dommuseum, zur Langen Galerie, zum Museum St. Peter und zur Barocksammlung Rossacher des Salzburg Museums. Die Kunstschätze aus St. Peter erhalten erstmals eine ständige Heimstätte im neu adaptierten Museum im Wallistrakt. Der Rundgang schließt mit einem Einblick in das Innere der Franziskanerkirche und ermöglicht die eingehende Betrachtung des berühmten gotischen Sternrippengewölbes.

Als dabei „absolut einzigartig“ wird in der Aussendung der Tourismus Salzburg GmbH das Museum St. Peter bezeichnet: „Es ist nicht nur das älteste Kloster des deutschsprachigen Raums. Die Besucher erwartet zudem eine Kunstsammlung mit zirka 40 000 Exponaten.“ (Anmerkung: von denen aber nur ein sehr kleiner Teil im Rundgang zu sehen ist.)

Die Entstehung des Domquartiers

Die Idee zum DomQuartier entstand im Mozartjahr 2006 (siehe Salzburger Museumsleitplan). Ein Jahr später rückten die Bauarbeiter an – und begannen mit der Erschließung der Terrasse zwischen Dom und Residenz.

In Summe flossen 8,571 Mill. Euro in den Museumsrundgang. Die Kosten trugen Stadt und Land Salzburg sowie die Erzabtei St. Peter. Darüber hinaus brachten einzelne Eigentümer und Nutzer auch Eigenleistungen ein – etwa St. Peter, der Domkirchenfonds und die Universität Salzburg. Die Marketing-Kosten bestreiten die Fremdenverkehrsorganisationen von Stadt und Land Salzburg, der Tourismusförderungsfonds sowie das DomQuartier.

Öffnungszeiten

Täglich, außer Dienstag, 10:00 bis 17:00 Uhr
Juli und August täglich geöffnet
24. und 25. Dezember sowie Ostersonntag (nur St. Peter) geschlossen

Während der Hochämter im Dom, bei Veranstaltungen in den Prunkräumen der Residenz sowie bei Ausstellungsauf- und -abbau eingeschränkter Betrieb.

Dauer des Rundgangs

Für die etwa 2 500 Schritte (1 300 Meter) durch das DomQuartier sollte man sich jedenfalls 1,5 bis 2 Stunden Zeit nehmen. Der Audio-Guide führt in 1,5 Stunden durch den Dom und den Residenzkomplex. Für Eilige wird eine „Expressführung“ angeboten.

Gliederung des Rundgangs

Mitglieder ARGE DomQuartier

Partner

Adresse

ARGE DomQuartier Salzburg, seit 1. Mai 2016 DomQuartier GmbH
Franziskanergasse 5 a
5020 Salzburg
Geschäftsführerin: Dr. Elisabeth Resmann
Telefon: (06 62) - 80 42 21 09
E-Mail: domquartier@salzburg.gv.at

Bauten & Beteiligte Historie

Konzept Museumsleitplan: 2006
Baubeginn, Bauverhandlung: August 2012
Fertigstellung und Übergabe: Dezember 2013
Übergabe der Ersatzräume im Dachgeschoß
an die Universität: Februar 2014
Eröffnung DomQuartier: 17. Mai 2014

Baumaßnahmen

Abbruch- und Rohbauarbeiten waren in Residenz, Wallistrakt und Dom notwendig. Im ersten Schritt des Gesamtprojekts wurden in einem frühen Stadium bereits die Restaurierungen und Umbauarbeiten auf der Terrasse über den nördlichen Dombögen (2007), die Lange Galerie in der Erzabtei St. Peter (2009) sowie die Stiege und die brandschutztechnische Adaptierung im Nordturm des Domes (2010) vorgenommen.

Im zweiten Schritt wurden Adaptierungen in der Residenz sowie die Umbauarbeiten im Wallistrakt vollzogen. Innenausbauarbeiten im Ausstellungsbereich St. Peter und im Dachgeschoß für die Universität sowie im Nordoratorium folgten. Weiters wurden brandschutz- und sicherheitstechnische Anforderungen sowie klimatechnische Maßnahmen realisiert.

Insgesamt waren etwa 160 Personen (Kernteam: 60 Personen) in das Bauvorhaben involviert – mit den Baufirmen über 200 Personen.

Ausführende Architekten

Gesamtkonzept: Mag. arch. Reiner Kaschl, DI Heide Mühlfellner, Salzburg

Detailplanungen
Verbindungsstiege, Brandschutzmaßnahmen, Nordturm: Atelier Labacher, Salzburg
Ausstellungsgestaltung für das Salzburg Museum im Nordoratorium: Architekt Gerhard Mitterberger, Graz
Ausstellungsgestaltung im Museum St. Peter: Architekt Thomas Wizany, Salzburg

Beauftragte Firmen

16 Firmen aus dem Bundesland Salzburg
vier Firmen aus Oberösterreich
Elektroplanung: Pürcher Engineering, Schladming
Planung Heizung, Lüftung, Sanitär: Zimmermann Ingenieure, Bergheim
Statische Bearbeitung: Dipl.-Ing. Hans-Dieter Reichl, Salzburg
Örtliche Bauaufsicht Hochbau: pm I projektmanagement, Salzburg
Kosteneemittlungsgrundlagen: Ing. Markus Löffelberger, Salzburg

Konzeption

Museumsleitplan: Dr. Dieter Bogner, Wien
Corporate Design, Leit- und Informationssystem, Medienproduktion: Agentur State, Berlin
Webauftritt,Social Media: Agentur Salic, Salzburg
Audioguide: ARTEX Museumsservices (Dauer: 1,5 Stunden)
Kinder-Audioguide: Artgenossen (Dauer: 80 Minuten)

Leitung

Quellen

Weblinks