Johann Baptist Graf von Thurn-Valsassina und Taxis

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Johann Baptist Reichsgraf von Thurn-Valsassina und Taxis (* 20. August 1706 Konstanz, damals Vorderösterreich, heute Baden-Württemberg; † 3. Juni 1762) war Salzburger Domherr und von 1754 bis zu seinem Tod Bischof von Lavant.

Leben

Johann Baptist stammte aus der Ehe des kaiserlichen Kavalleriegenerals Inigo Lamoral Reichsgrafen von Thurn und Taxis (* 1653; † 1713) und dessen zweiter Gemahlin Maria Claudia Franziska Gräfin Fugger von Kirchberg-Weissenhorn (* 1667/68; † 1721).[1]

Er studierte im Collegium Germanicum in Rom; 1727 wurde er von Papst Benedikt XIII. mit einem Kanonikat im Salzburger Domkapitel (wo bereits sein Verwandter Felix Hannibal Graf von Thurn-Valsassina als Domherr wirkte) begnadigt und hier am 24. Mai 1729 als Domherr aufgeschworen.[2][3] Am 11. Juni 1729 empfing er in Salzburg die Priesterweihe[4].

Er war einer der Dienstgeber des jungen Musikers Leopold Mozart.[5]

Am 4. Februar 1754 wurde er zum Bischof des kleinen Salzburger Eigenbistums Lavant (scherzhalber auch "Zwetschkenbistum" bezeichnet) ernannt; die Bischofsweihe erhielt er am 31. März 1754 von Fürsterzbischof Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach (1698–1771).[4]

Er setzte die armen Leute des Bistums Lavant zu Erben ein, doch erhielten diese nichts, da die Schulden die Aktiva überstiegen.[3]

Seine Gebeine ruhen in der Kreuzkapelle der ehemaligen Lavanter Domkirche, der Kirche zum hl. Andreas in St. Andrä im Lavanttal.[2]

Einzelnachweise

  1. http://www.geneall.net."
  2. 2,0 2,1 Artikel „Taxis (Thurn und Taxis), Inigo Lamoral Graf von“ von Josef Rübsam in: Allgemeine Deutsche Biographie, Band 37 (1894), S. 495.
  3. 3,0 3,1 Johann Riedl, Salzburg's Domherren. Von 1514-1806, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 7, 1867, S. 122 ff, LNr. 279.
  4. 4,0 4,1 „Bishop Johann Baptist Reichsgraf von Thurn und Taxis †“ auf catholic-hierarchy.org.
  5. Vgl. den Artikel Leopold Mozart.