Josef Wedenig

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Josef Wedenig

Josef Wedenig (* 1961 in Graz, Steiermark) ist Diakon in der Pfarre Uttendorf im Oberpinzgau.

Vorgestellt

Vorgestellt ist eine Beitragsreihe in den Salzburger Nachrichten. Das Salzburgwiki hat hier den Originaltext übernommen. Dieser kann wiederholende Teile zu obigem Lebenslauf enthalten, sollte aber im Sinne eines Zeitdokuments nicht korrigiert werden.


Nach der Grundschule besuchte der gebürtige Steirer Wedenig die HTL für Forstwirtschaft. Seine Praxisjahre absolvierte er in Diensten der Diözese Graz-Seckau: Als Förster für Wälder der oststeirischen Pfarren. Dort war er für insgesamt 1 500 Hektar Wald zuständig. Nach seiner Staatsprüfung zum Förster machte er seinen Zivildienst bei der Caritas.

Im Anschluss nahm er in Mödling (.) an einem Kurs für Entwicklungshelfer teil. Dort lernte er seine Frau Veronika kennen. Sie ging für 18 Monate nach Simbabwe. Wedenig selbst 1983 für drei Jahre nach Nicaragua. In dem mittelamerikanischen Land herrschte damals Bürgerkrieg. Er war dort für forst- und straßenbauliche Projekte zuständig. Nach seiner vorläufigen Rückkehr begann er 1986 in Innsbruck mit dem Studium der Philosophie, danach folgte noch ein Theologiestudium. "Ich war immer schon ein religiöser Mensch", so Wedenig.

1990 beendete er sein Philosophiestudium und ging abermals ins Ausland: Er wurde Projektleiter für ein forstwirtschaftliches Entwicklungsprogramm in Bhutan. Bis 1996 übernahm er noch Projekte in Pakistan und Nicaragua. In diese Zeit fiel seine Heirat mit Veronika, mit der er ständig Kontakt gehalten hatte. Wie war das möglich? "Ich war immer wieder für einige Wochen in Österreich. Man braucht natürlich eine sehr verständnisvolle Frau."

Im Jänner 1996 ging er mit Frau und Töchtern als Forstamtsleiter nach Niederösterreich. Gleichzeitig führte er sein Theologiestudium fort, das er 2002 beendete. Seit 2001 absolvierte er seine Ausbildung zum Diakon über die Erzdiözese Wien. 2003 wurde er im Stephansdom zum Diakon geweiht. Von da an arbeitete er ehrenamtlich als Diakon für die Diözese. Damit nicht genug, nahm er auch noch an Entwicklungsprojekten in Guatemala und Costa Rica teil.

Seit August 2005 leitet Wedenig die Pfarre Uttendorf. "Meine Frau ist Kitzbühelerin und wollte wieder in die Berge. Dazu kommt, dass die Erzdiözese Salzburg das Modell, dass Diakone Pfarren leiten, voll unterstützt. Bei Fragen und Problemen kann man sich immer an die Diözese wenden. Sie leistet vorbildliche Hilfestellungen", so der Diakon. Seine Arbeit in Uttendorf erfüllt und befriedigt ihn: "Es ist eine große Herausforderung, sich mit Menschen auseinanderzusetzen und ihnen beizustehen."

Sein erlernter Beruf lässt ihn aber auch in Uttendorf nicht aus: so leitete Wedenig kurz nach seiner Ankunft ein Wiederaufforstungsprojekt für den beim Föhnsturm 2002 komplett vernichteten Tannenwald. Dazu ließ er aus 400 Bäumen einen Ahornkreis pflanzen, der sich kilometerweit sichtbar von den Fichten und Tannen der Umgebung abhebt.

Quelle