Konrad Wachsmann

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Prof. Konrad Wachsmann (* 16. Mai 1901 in Frankfurt an der Oder, Deutschland; † 25. November 1980 in Los Angeles, Kalifornien, USA)[1] war ein amerikanischer Architekt deutscher Abstammung.

Leben

Konrad Ludwig Wachsmann war gelernter Tischler und Zimmermann und studierte an der Kunstgewerbeschule in Berlin und in Dresden. 1925 entwickelte er ein vorfabriziertes Holzbausystem für Einfamilienhäuser. 1928 errichtete mit der Holzbaufabrik Christoph & Unmarck AG, für die er von 1926 bis 1929 als Chefarchitekt tätig war, in Caputh, südlich von Potsdam (Brandenburg), ein Landhaus für Albert Einstein. Von 1929 bis 1930 war er freier Architekt in Berlin.

1932 kam er als Stipendiat der Preußischen Akademie der Künste nach Rom, wo er nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten bis 1938 blieb. 1938 emigrierte er nach Paris (Frankreich), 1941 in die Vereinigten Staaten von Amerika, deren Staatsbürgerschaft er 1947 erhielt.

1941 bis 1945 entwickelte Wachsmann zusammen mit Walter Gropius eine Art Baukastensystem für den Hausbau aus vorgefertigten Bauelementen, das so genannte packages-house-system, und gründete hierfür die General Panel Corporation.

Von 1949 bis 1964 war er Professor am Illinois Institute of Technology in Chicago, von 1964 bis 1974 an der University of Southern California in Los Angeles.

Konrad Wachsmann war verheiratet mit Judith Wachsmann, mit der er eine Tochter hatte.

Am 7. Mai 2012 wurde in Frankfurt an der Oder für ihn ein Stolperstein verlegt.[2]

Salzburgbezug

Von jungen österreichischen Architekten wurde Konrad Wachsmann auf einer seiner Vortragsreisen überredet, die Architekturklasse der Internationalen Sommerakademie für bildende Kunst in Stadt Salzburg zu leiten. Von 1956 bis 1960 übernahm er deren Leitung und begeisterte zahlreiche österreichische Architekten für die Idee des industriellen Bauens. Unter seinen Studenten waren Gustav Peichl, Hans Hollein, Friedrich Kurrent, Wilhelm Holzbauer, Eugen Gross, Friedrich Achleitner, Gerhard Garstenauer, Johannes Spalt, Ottokar Uhl, Hermann Czech, Gunther Wawrik und andere.

Weiterführend

Für Informationen zu Konrad Wachsmann, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema

Quellen

Einzelnachweise