Lichtspiele Maxglan

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Das Gebäude, in dem sich früher das Kino befunden hatte, 2008

Die Lichtspiele Maxglan in der Stadt Salzburg im Stadtteil Maxglan existieren heute nicht mehr.

Geschichte

Im März 1927 suchte Franz Wolf um die Lizenz zur Errichtung eines Kinos in der Gemeinde Maxglan (heute der Salzburger Stadtteil Maxglan) an. Es sollte schon im August eröffnet werden.[1] Doch erst am 12. September 1927 wurde dann mit den Bauarbeiten begonnen.[2]

Das am 21. Dezember[3] 1927 eröffnete Lichtspielhaus Maxglan war zu seiner Zeit das zweitgrößte Kino Österreichs außerhalb der Bundeshauptstadt Wien, nach dem Annenhofkino in Graz. Der Eintritt betrug zwischen 70 Groschen und zwei Schilling für den Logenplatz. In den mit modernen Klappfauteuils der Wiener Firma Thonet ausgestatteten Sälen konnte die Bevölkerung Maxglans und der angrenzenden Stadt Salzburg jeweils mittwochs, samstags sowie an Sonn- und Feiertagen die damals aktuellen Kinohighlights konsumieren. Es bot an die 600 Personen Platz.[3]

Im Eröffnungsjahr wird das Haus mit eleganter Ausstattung beschrieben, bei der die Beleuchtung deshalb so angenehm wirkte, weil sie durch 14 Lampen an den Seitenwänden erfolgte. In diesem Jahr spielte noch eine Kapelle - es war Übergangszeit von Stumm- zu Tonfilmen.[4]

Der Eröffnungsfilm hieß "Feueralarm".[5]

Nach dem Zweiten Weltkrieg ist das Kino wieder ab 1. August 1945 für die Zivilbevölkerung geöffnet. Als erstes wird der Charlie-Chaplin-Film „Goldrausch“ gezeigt. Am 21. August 1954 eröffnet dann das umgebaute Kino mit dem US-Film „Vom Winde verweht“.

Egon Fenk war in den Jahren 1945 bis 1957 Filmvorführer im Lichtspielhaus Maxglan. Inhaber war zu jener Zeit die Familie Josef Wolf, die an der Moosstraße wohnte. Fenk war aber auch ein begnadeter Feinmechaniker und Elektriker. So entstand durch ihn im Dachboden des Gebäudes eine Modelleisenbahn. An dieser arbeitete er bis zu seinem Ausscheiden bei Wolf - alle Landschaften, Häuser, Tunnels, einfach alles hatte er selber gebaut.

Von 1965 bis 1972 wurde es der späteren Pfarre St. Paul ermöglicht, am Sonntagvormittag ihren Sonntagsgottesdienst zu feiern.

Im Gebäude des ehemaligen, an der Ecke Bräuhausstraße/Maxglaner Hauptstraße gelegenen Lichtspielhauses befindet sich heute ein "Penny"-Supermarkt.

Quelle

  • Ergänzungen Fenk gefunden im Facebook von seiner Tochter (siehe Old Salzburg Bild von den Lichtspielen Maxglan
  • ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe 21. Dezember 1927, Seite 7, über die Eröffnung

Einzelnachweise

  1. Quelle ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 18. März 1927, Seite 13
  2. Quelle ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 15. September 1927, Seite 6
  3. 3,0 3,1 Quelle ANNO, Salzburger Wacht, Ausgabe vom 21. Dezember 1927, Seite 4
  4. Quelle ANNO, Salzburger Chronik, Ausgabe vom 22. Dezember 1927, Seite 6
  5. Quelle ANNO, Salzburger Chronik, Ausgabe vom 21. Dezember 1927, Seite 5