Münchnerhof

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Begriffsklärung
Dieser Artikel behandelt nur die Geschichte des Gebäudes. Die Geschichte des Hotel Münchnerhofs, das sich im 20. Jahrhundert in diesem Gebäude befand, wird in einem eigenen Artikel dargestellt, in dem sich auch Hotel-spezifische Bilder befinden.
Münchnerhof in der Dreifaltigkeitsgasse 3, Aufnahme im August 2011 von der Linzer Gasse aus
Münchnerhof bei Nacht

Der Münchnerhof ist ein Gebäude an der Dreifaltigkeitsgasse, Nr. 3 in der rechtsseitigen Altstadt Salzburgs. Es zählt zu den denkmalgeschützten Objekten in der Stadt Salzburg.

Geschichte

Das Haus wurde 1374 als „der pirprewin hofstat zegnagst an der nydern rewt“[1] genannt. Hier stand das älteste Bräuwirtshaus der rechtsseitigen Altstadt. Lange war es als „Goldenes Kreuz-Wirtshaus“ bekannt.

Von frühestens 1782 bis um 1793 war der Besitzer Johann Siegmund Max Freiherr von Rehlingen (* 1741; † 1797), der das Wirtshaus zum Goldenen Kreuz selbst betrieb.[2]

1813 wurde das Bräu von Nikolaus Schlamm (* 1771; † 1836) erworben, unter dem es der größte und bekannteste Braugasthof Salzburgs war und den Namen Schlammbräu erhielt. Der Name „Gasthof zum Schlambräu“ blieb auch noch dem Besitzer Josef Berger bis ins 20. Jahrhundert erhalten.

In 1917 ging das Schlammbräu Bankrott und Michael Hofinger kaufte dieses von der Stieglbrauerei. Zwischen diesen Gebäuden und den Gebäuden, die Hofinger bereits in der Lederergasse besaß, gab es einen Pferdestall, der abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus Dreifaltigkeitsgasse 3 (Schlammbräu) verbunden werden konnten. 1922 wurde wiederum eine Renovierung vorgenommen und die Küche wurde zentralisiert. Bei einem neuerlichen Umbau ließ Hofinger einen Lichtschacht bauen, der vier Stockwerke mit einem aus schwerer dunkler Eiche gezimmerten Treppenhaus verband, der hundert neue Hotelzimmer zugänglich machen sollte. Oben wurde ein riesiges Glasdach angebracht, ein prächtiger Kristallluster hing daran herunter. 1928 wurde das Gebäude mit zwei angrenzenden Häusern vereinigt und hieß nun Hotel Münchnerhof.

Bis nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Hof als Hotel geführt, bis der damalige Besitzer Otto Hofinger das Hotel mit 1. Jänner 1960 in ein Bürohaus umwandelte, das weiter Münchnerhof genannt wird.

Äußeres

Die neobarocke Fassade stammt aus dem späten 19. Jahrhundert. Auffällig ist die nach 1920 angebrachte Skulptur des sogenannten „Münchner Kindls“ also eines stilisierten Mönches, dem Wappenbild Münchens in der vorspringenden Ecke des Bauwerkes.

Siehe auch

Bildergalerie

Quellen

Einzelnachweise

  1. Hofstatt der Bierbräuin nächst der niederen Rodung (?)
  2. Artikel „Rehlingen“.