Peter Pikl

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Peter Pikl

Peter Pikl (* 3. Mai 1946 in Salzburg; † 19. Februar 2018 in Mattsee ) war Schauspieler, Sänger, Regisseur und Theaterleiter.

Peter Pikl wurde als Sohn des Tierarztes Franz Pikl und der Opernsängerin Herta Eibelstorfer in Salzburg geboren. Aufgewachsen in Mattsee, kam er nach dem frühen Tod seines Vaters 1957 in das Gymnasium Seitenstetten. Nach der Matura zuerst Studien der Germanistik und Philosophie in Salzburg, später Schauspiel und Gesang am Mozarteum in Salzburg. Seit 1970 ist Peter Pikl mit der Schauspielerin Traude Gmeinböck verheiratet, Tochter Juliana ist 1990 13-jährig bei einem Reitunfall tödlich verunglückt.

Vorgestellt

Eine Überdachung des Schlosshofes von Mattsee gehört zu den – noch – unerfüllten Träumen von Peter Pikl. Der Schauspieler, Sänger, Regisseur und Theaterleiter der Komödienspiele Porcia in Kärnten ist als Obmann des Diabelli-Vereins Mattsee für das Programm des Diabelli-Sommers mitverantwortlich. Die Veranstaltungsserie wurde am vergangenen Mittwoch feierlich eröffnet.

Die meisten Programmpunkte finden in Räumen des Schlosses statt. Pikl möchte aber auch die Theaterarena revitalisieren. "Den Schlosshof professionell zu bespielen, das ist nur bei einer Überdachung möglich", ist Pikl überzeugt. Als Mattseer erinnert er sich noch an die Schlossbergspiele des Ferdinand Eberherr. Der Lehrer, Schriftsteller, Regisseur und Mitbegründer des Amateurtheaterverbandes hatte dort unter anderem den "Meier Helmbrecht" zur Aufführung gebracht.

Ein kindlicher Lebenstraum ist dem weit über die Grenzen Salzburgs hinaus bekannten Künstler nicht in Erfüllung gegangen: Pikl wollte, nach der im Gymnasium Seitenstetten abgelegten Matura, Opernsänger im Fach Tenor werden. Der Wunsch war nicht weit hergeholt: Die Mutter war Opernsängerin.

"Weil ich es nur bis zum Bariton gebracht habe, bin ich Schauspieler geworden", erzählt Pikl. Studien in Germanistik und Philosophie hat er abgebrochen, das Schauspielstudium am Mozarteum 1968 abgeschlossen.

Aber eine Gesangsausbildung am Mozarteum in Salzburg hat doch Spuren hinterlassen. Pikl hat immer wieder Rollen im Operettenfach übernommen: Als derzeit loses Mitglied an der Wiener Volksoper ist er bei "Wiener Blut", bei "Die lustige Witwe" oder bei "Sound of Music" im Einsatz. Mit der "Dreigroschenoper" von Bert Brecht hat er schon kurz nach seiner Ausbildung zum Schauspieler in Lübeck und dann bei einer Nordland-Tournee Furore gemacht. Pikl hat aber auch Opern inszeniert. Seine erste Regiearbeit war Lortzings "Der Wildschütz" für die Oper in Trier.

Seine Liebe beim Schauspiel gilt vor allem "Autoren, die Geschichten erzählen". Die Bandbreite an Rollen, Inszenierungen und Regiearbeiten ist groß. Er wirkte an Bühnen in vielen Städten im In- und Ausland, arbeite für Film- und Fernsehen ("Floris von Rosenmund", 1973). Am Salzburger Landestheater hatte er ein mehrjähriges Engagement unter Lutz Hochstraate. Seit 1996 ist Peter Pikl Intendant der Komödienspiele Porcia in Spittal an der Drau, seit 2005 Obmann des Diabelli-Vereins Mattsee.

Segeln auf offenem Meer ist sein Hobby. Doch dafür bleibt wenig Zeit. "Zwei Wochen Urlaub im Jahr – mehr ist nicht drin", sagt Pikl. Aber Kultur für seinen Heimatort ist Peter Pikl wichtig. Dafür muss Zeit sein.

Er starb am 19. Februar 2018 in seinem Wohnort Mattsee. [1]

O-Ton

Ein Schwerpunkt beim Diabelli-Sommer wird die Förderung der Jugend sein. Ich staune über die hohe musikalische Ausbildung der jungen Menschen und habe größte Hochachtung für die Eltern und deren Unterstützung.

Der Bezug auf den Mattseer Anton Diabelli ist uns wichtig. Nur seine Musik zu spielen, wäre eine Einschränkung. Wir bringen neben seinen Kompositionen Werke von Komponisten seiner Zeit und solche, die von ihm verlegt worden sind.

Quelle

  • Salzburger Nachrichten (Bernhard Strobl)
  • regiowiki.at
  • Abgerufen von „http://www.sn.at/wiki/index.php?title=Peter_Pikl&oldid=835657