Reiner Kaschl

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Mag. Reiner Kaschl (* 22. September 1946 in Kaprun; † 12. Oktober 2013 in Salzburg) war ein Salzburger Architekt.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Reiner Kaschl wurde ihn Kaprun geboren; sein Vater arbeitete dort als Ingenieur beim Kraftwerksbau.

Im Jahr 1967 maturierte er an der HTL Salzburg.

In seiner Jugend übte er auch den Skisprungsport aus.

1968 begann er das Studium der Architektur an der Technischen Universität Graz, wechselte aber ein Jahr später an die Hochschule für angewandte Kunst in Wien. Dort prägten ihn die Professoren Johannes Spalt und Friedrich Achleitner. Von 1973 bis 1975 wirkte er als Lehrbeauftragter an der Lehrkanzel für Hochbau dieser Hochschule.

Erste Aufträge und Studienreisen führten zur Beschäftigung mit der amerikanischen und insbesondere der japanischen Holzbauweise, die ihm zeitlebens ein Vorbild blieb; so begab er sich im Jahr 1976 zum Studium der japanischen Holzbauweise nach Kyoto (Japan). In einem zusätzlichen Meisterjahr für industrielles Bauen bei Professor Spalt rundete Reiner Kaschl sein theoretisches Wissen ab. Er trat in das Architekturbüro Falkner ein und realisierte erste eigene Projekte.

Seit 1978 war er in Salzburg selbstständig tätig. 1980 gründete er mit Dipl.-Ing. Heide Mühlfellner ein gemeinsames Atelier, das sich zu einem der erfolgreichsten Architekturbüros in Salzburg entwickeln sollte.

Weiters übernahm er folgende Funktionen:

Werke

Zu den von ihm – in Gemeinschaft mit Heide Mühlfellner – geplanten und ausgeführten Bauvorhaben gehören:

  • mehr als 50 Einfamilienhäuser in Österreich, der Schweiz und in den USA;
  • kommunale Wohnbauprojekte, darunter der Block VIII der Salzburger Forellenwegsiedlung;
  • das Gemeinde- und Kinderhaus in Seekirchen am Wallersee (1994);
  • das Salzburg Museum in der Neuen Residenz (2005);
  • die Revitalisierung des Palais Liechtenstein als Kernstück der Altstadt-Universität in der Kapitelgasse;
  • die Renovierung der Villa Kast am Mirabellplatz;
  • Firmengebäude für den Kunststoffmaschinenhersteller Engel in Mexico (zum „Besten Gebäude des Staates Queretaro“ gekürt);
  • das Haus Gmachl (Neubau für ein landwirtschaftliches Anwesen ) in Elixhausen (2005);
  • das Bürohaus „p511“ in Salzburg, Rainbergstraße 3c (2007).

Als erstes Architekturbüro überhaupt erhielt das Büro Kaschl & Mühlfellner im Jahr 2012 den Internationalen Preis für Kunst und Kultur der Stadt Salzburg.

Summa

Als Architekt hat er Qualität mit Liebe zum Detail verknüpft und seine Kunst privaten wie öffentlichen Bauten gewidmet.
Als Mitglied und Vorsitzender der Altstadtkommission hat er Salzburg liebevoll mitgestaltet.[1]

Quellen