Salzburg, die schönsten Seiten der Festspielstadt (Buch)

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Titelbild Buch Salzburg, die schönsten Seiten der Festspielstadt (Buch)

Buchtipp Salzburg, die schönsten Seiten der Festspielstadt.

Autor: Johannes Neuhardt, Wolfgang Straub
Verlag: Christian Brandstätter Verlag Wien
Erscheinungsjahr: 2013
ISBN 978-3-85033-557-7

Rezension 1

Einzigartige Bilder und sehr gut gewählter Text, ansprechendes Layout

Den beiden Autoren ist auf knapp 300 Seiten etwas gelungen, was auf den ersten Blick einfach erscheint, es aber nicht ist! Nämlich aus der fast 1 800jährigen Geschichte der Stadt Salzburg einerseits nur das Wesentliche zu schildern, andererseits aber doch so viel und so gekonnt ausgewählt, dass der Leser einen umfassenden Eindruck dieser ältesten Stadt des heutigen Österreichs erhält.

Neuhardt stellt den geschichtlichen Teil unter den Titel „Eine Geschichte des Erzbistums in Schlaglichtern“: „Hruedprecht und Frgal – wer waren sie wirklich?“, „Hier wohnt die Schönheit Hüterin der Todten“ (Friedhof von St. Peter) sind zwei der 36 Themen dieses Kapitels. Besonders gut gelungen finde ich die Auswahl der Fürsterzbischöfe, was angesichts der mehr als 80 auch nicht ganz einfach ist. Doch mit Eberhard II., dem „Baumeister des Landes Salzburg“, Wolf Dietrich von Raitenau oder dem Fürsterzbischof mit dem Brezelschweif, Paris Graf Lodron (u. a.) schreibt Neuhardt durchaus lebendig und interessant über die interessante Geschichte des Landes.

Wolfgang Straub widmet sich mit „Salzach-Bayreuth, Karajanopolis, weltbestes Festival“ den Salzburger Festspielen, der Ära Max Reinhardt, Herbert von Karajan, den Salzburger Kaffeehäusern, dem Salzburger Advent und anderem. „Sound of Mozart im Paradies“ ist eine Fundgrube von Salzburger Mythen – beispielsweise wer weiß denn noch, dass Aigen ein Kurbad war? Das Kapitel „Weltheaterschwindel, Verlogenheitsmaschine, Touristomania“ ist eine literarische Salzburg-Kritik, in der auch die Schranne und die Bräustübln nicht unerwähnt bleiben. 30 Seiten sind dem neuen, dem modernen Salzburg gewidmet, die sich mit Bausünden, moderner Architektur und den Kunstobjekten der Salzburg Foundation auseinandersetzen.

Das was aber diesem Buch die eigentliche Seele gibt, sind die 513 Abbildungen, alte und neue, von Gerhard Trumler, Oskar Anrather, Baldi & Würthle, Würthle & Spinnhirn oder Würthle & Sohn und anderen. Die drei Letztgenannten waren Fotografen der ersten Stunde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die in Salzburg arbeiteten. Die Mischung aus schwarz-weiß-Bildern (z. B. aus der Anfangszeit der Salzburger Festspiele), den Themenbilderbogen (z. B. die Figuren aus dem Zwergelgarten) und ganzseitigen Aufnahmen der unterschiedlichsten Art machen dieses Buch auch zu einem spannenden Bilderbuch. Spannend, weil man vieles entdeckt, was unbekannt ist (so das Domkloster, die Mauern des Frauengartens, einen anderen Makartplatz oder einen ganz jungen Karajan usw.). Die Bilder geben Einblicke in die Benediktiner-Erzabtei St. Peter, zeigen seltene Aufnahmen des Klosterschatzes der Benediktinerinnenabtei Nonnberg oder bringen Abbildungen von Aquarellen oder Zeichnungen von Salzburg in früheren Jahren, aber auch Luftaufnahmen.

Das Buch ist seine Größe und sein Gewicht wahrlich seinen Preis wert, weil der Inhalt – auch für Salzburger – interessant und abwechslungsreich ist, den Leser nicht überfordert und den Betrachter dazu anregt, es immer wieder in die Hand zu nehmen.

Rezension 2

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