Baldi & Würthle

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Baldi & Würthle war eine Firma, die vom Salzburger Kunsthändler und Fotografen Gregor Baldi und dem Fotografen Karl Friedrich Würthle von 1862 bis 1874 bestand.

Geschichte

Das Unternehmen wurde am 15. Jänner 1862 von Karl Friedrich Würthle und Gregor Baldi als fotografische Anstalt in der Riedenburg (Villa Baldi, Villa Almegg, auch Hitzgern Hof, ehemalige Weißgeschirr-Manufactur in der Riedenburg, heute Riedenburger Straße 10) in Salzburg gegründet. Man errichtete ein Glashaus, in dem Portraitaufnahmen gemacht wurden. Die Firma Baldi & Würthle war bald für die Landschaftsfotografie sehr bekannt.

Die Firma Baldi & Würthle war bald für die Landschaftsfotografie sehr bekannt. Am 12. Februar 1866 eröffnete dann die Firma in die Schwarzstraße Nr. 9. Dort richtete man die chemischen Labors, die Dunkelkammer und das Retuschierzimmer ein. Die noch im selben Jahr veröffentlichten pantoscopischen Aufnahmen, Aufnahmen mit Weitwinkelobjektiv, von der Stadt Salzburg, erregten große Aufmerksamkeit. So blieb der geschäftliche Erfolg nicht aus und 1867 stellte das Unternehmen landschaftliche Aufnahmen bei der Weltausstellung in Paris, Frankreich, aus. Kaiser Napoleon III. erhielt von Kaiser Franz Joseph I. von Österreich am 18. August 1867 als Gastgeschenk eine Fotomappe des Unternehmens.

Baldi & Würthle zählte auch zu den Pionieren der Bergfotografie. So konnte Gustav Jaegermayer im Auftrag der Firma Baldi & Würthle bei der Großglockner-Expedition 1863 84 Aufnahmen aus dem Glocknergebiet mitbringen.

Dann kam es 1872 zu Differenzen zwischen Baldi und Würthle, die zur Trennung 1874 führten. 1866, am 12. Februar, übersiedelte die Firma Baldi & Würthle in die Schwarzstraße 9. Diese Partnerschaft blieb bis 15. Oktober 1874 bestehen. Baldi verkaufte seinen Hälfte-Anteil der Firma Baldi & Würthle an Karl Friedrich Würthle und blieb stiller Teilhaber. Der Schwager Würthles, der Chemiker Hermann Spinnhirn, trat 1882 in die Firma ein und man nannte sich forthin "Würthle & Spinnhirn".

Quellen