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Salzburger Kastenfenster

Kaigasse Nr. 13 zur Seite Sebastian-Stief-Gasse 5020 Stadt Salzburg Kaiviertel Salzburger Kastenfenster

Das Salzburger Kastenfenster ist eine alte Holzfensterbauweise, die man noch heute häufig antrifft.

Inhaltsverzeichnis

Das Besondere

Das Besondere am Salzburger Kastenfenster besteht in den beiden nach außen zu öffnenden Fensterflügeln, die man mit einer Stange, die in eine Öse gesteckt wird, fixiert. Diese Kastenfenster müssen vor allem überall dort verwendet werden, wo der Denkmalschutz es vorschreibt.

Aufbau

Die Außenscheibe eines Salzburger Kastenfensters hat eine Glasstärke von vier Millimetern wie bei modernen Fenstern. Ein wesentlicher Vorteil dieser Bauart liegt darin, dass die Tiefe des Stocks[1] das Eindringen der Kälte vermindert, was wiederum die Schimmelbildung hintanhält. Auch lassen sich in diesem Zwischenraum gut Sensoren für Einbruchsschutz einbauen. Weiters kann man dort Jalousien, Rollos oder Gitter einbauen und trotzdem das Fenster öffnen.

Einziger Wermutstropfen: man sollte (muss) die Rahmen natürlich immer wieder streichen.

Die Fenster werden noch heute in Handarbeit hergestellt. Als Material verwendet man meist Kiefer, jedoch kommen auch Lärche und Eiche zur Verwendung. Die klassische Farbe ist weiß, jedoch finden sich auch Freunde anderer Farbtöne.

Wer stellt sie heute noch her

Die Tischlerei Kranz[2] in Schwanenstadt, Oberösterreich, baut schon seit 1921 Kastenfenster aller Arten[3] und hat sich seit 1988 auf diese Bauweise spezialisiert. In der Stadt Salzburg stammen von dieser Firma Kastenfenster im Mozarteum sowie in Gebäuden am Kapitelplatz, am Mozartplatz und in der Kaigasse. In Hallein wurden in zwölf Häusern am Josef Schöndorfer-Platz diese Fenster eingebaut.

Aber rund die Hälfte der Kunden von Kranz bauen Kastenfenster freiwillig in ihre Häuser ein. Sie finden sie ästhetischer als moderne Kunststofffenster.

Quelle

Fußnoten

  1. Abstand zwischen äußerer und innerer Scheibe
  2. Webauftritt der Tischlerei Kranz
  3. es gibt neben dem Salzburger Kastenfenster noch ein Wiener Kastenfenster und ein Grazer Kastenfenster