Therme Amadé

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Therme Amadé, Außenansicht;
Relax-Becken
Abendansicht
In der Alpsauna

Die Therme Amadé ist eine Wellness- und Freizeiteinrichtung in Altenmarkt im Pongau.

Geschichte

Nach zwei Fehlbohrungen in Radstadt in den 1980er Jahren und 2009 in Altenmarkt nach Thermalwasser entschlossen sich die Gemeinden Altenmarkt, Flachau und Eben im Pongau in einer gemeinsamen Kraftanstrengung unter kräftiger Beteiligung des Landes Salzburg zur Errichtung der Therme Amadé auf dem Gemeindegebiet von Altenmarkt-Zauchensee.

Das Konzept der "Familien-Soletherme Amade" bringt etliche Attraktionen mit überregionalem Alleinstellungscharakter und grenzt sich mit seiner Ausrichtung als Familientherme gegenüber den Mitbewerbern im Salzburgerland ab. Die Therme bietet dem Besucher ein attraktives Programm für Jung und Alt, Familien und junge Erwachsene als auch die Gäste der Salzburger Sportwelt sind Hauptzielgruppe und sollen den rentablen Betrieb der Soletherme sichern.

Am Samstag, 16. Oktober 2010 wurde sie nun offiziell eröffnet, nachdem ein einwöchiger Probebetrieb problemlos verlaufen war. Die Errichtungskosten betrugen 21 Mio. Euro. Das Unternehmen beschäftigt rund 40 Personen, weitere rund 40 finden in ausgelagerten Bereichen wie Gastronomie, Massage und Reinigung Beschäftigung (Stand Oktober 2010).

Im Oktober 2011 gab das Unternehmen bekannt, im ersten Jahr des Bestehens rund 300 000 Gäste begrüßt zu haben und 70 Mitarbeiter zu beschäftigen[1].

Eigentumsverhältnis

Betreiber ist die Therme Amadé Betriebsführungsgesellschaft mbH aus Gmünd (Niederösterreich/Waldviertel), ein Tochterunternehmen der g1-Beratungs- und Einkaufsgesellschaft für Bäder GbmH aus Schwabach (Deutschland), Geschäftsführer ist Marcus Steinhart. Das deutsche Stammunternehmen musste am 29. Juni 2012 Konkurs anmelden. Eigentümer der Therme ist ein Verband der Gemeinden Altenmarkt, Eben im Pongau, Flachau und Radstadt, die rund 16 Millionen Euro aufgebracht hatten. Das Land Salzburg steuerte fünf Millionen Euro bei.

Durch den Konkurs der deutschen g1-Gesellschaft bangten auch Salzburger Subunternehmen um ihr Geld, da rund 200.000 Euro an Forderungen im Sommer 2012 immer noch nicht beglichen waren. Peter Gooss, der gemeinsam mit Marcus Steinhart Geschäftsführer der deutschen g1 GmbH war, sagte gegenüber den Salzburger Nachrichten, Ausgabe 26. Juli 2012: Nach meiner Kenntnis geht es bei der Therme Amae nur mehr um Forderungen von drei Firmen. Bei zwei Firmen läuft ein Beweissicherungsverfahren wegen Baumängeln.

Sowohl der Altenmarkter Bürgermeister Rupert Winter (ÖVP) als auch Thermen-Geschäftsführer betonten, dass der Betrieb des Altenmarkter Bads nicht gefährdet sei. Denn dieses wird laut Vertrag von einer Betriebs-GmbH geführt, die zu 99 Prozent der g1 Österreich gehört. g1 Deutschland und g1 Österreich sind rechtlich nicht verbunden, erklärte Gooss.

Übersicht der Eigentumsverhältnisse

50 % Marktgemeinde Altenmarkt im Pongau
26 % Gemeinde Flachau
15 % Stadtgemeinde Radstadt
 8 % Gemeinde Eben im Pongau
 1 % Raiffeisen Leasing

Gesamtinvestionsvolumen

2,5 Mio Euro Wirtschaftsförderung des Landes Salzburg
2,5 Mio Euro Gemeindeausgleichsfonds
7,2 Mio Euro Marktgemeinde Altenmarkt im Pongau
4,1 Mio Euro Gemeinde Flachau
2,4 Mio Euro Stadtgemeinde Radstadt
1,3 Mio Euro Gemeinde Eben im Pongau
1,0 Mio Euro Raiffeisen Leasing Wien

Attraktionen der Erlebnis-Therme Amade

  • Die erste Einzel-Looping-Rutsche Österreichs
  • Größte Trichterrutsche West-Österreichs
  • Einziges Wellenbecken in der Region
  • 25-m Sportbecken mit 1- und 3-Meter-Sprunganlage sowie 5m Wasserkletterwand
  • Großzügige Warmwasserbecken mit unterschiedlichen Solekonzentrationen
  • Größte Eventsauna in der Region
  • Exklusive Panorama-Galerie

Daten & Fakten

  • Gesamtfläche: 30 000 m³
  • Wasserfläche: 1 354 m³
  • Baukosten: 21 Mio. Euro
  • Außenbecken: diese werden ganzjährig mit 32 °C warmen Solewasser betrieben

2018

  • 328 000 Besucher
  • 26,8 Millionen Euro Wertschöpfung österreichweit, fast 16 Millionen Euro im Pongau
  • 311 Arbeitsplätze in der Region
  • Von 2009 bis 2018 wurden mit der Errichtung und Erweiterung der Therme Investitionen getätigt, die in Österreich eine Wertschöpfung von insgesamt 13,8 Millionen Euro ausgelöst hatten. Davon wurden 2,1 Millionen Euro an Wertschöpfung allein im Pongau wirksam.

Weblinks

Quellen

Einzelnachweis

  1. Salzburger Nachrichten, 12. Oktober 2011