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Uta Franzmair

Uta Franzmair, Künstlername Uta Franz (* 19. September 1937 in Bad Gastein; † 17. August 2012 in Villach), war eine ehemalige Film-Schauspielerin. In ihrer kurzen Karriere stand sie für sieben Filme vor der Kamera und setzte sich als „Helene von Bayern“ in der „Sissi“-Trilogie neben Karlheinz Böhm und Romy Schneider selbst ein Denkmal.

Biographie

Die Tochter des bekannten Bad Gasteiner Baumeisters Franz Xaver Franzmair widmete sich nach der Schulausbildung einer umfassenden Sprachausbildung. Sie verbrachte einige Lehrjahre in einem Pensionat im französischsprachigen Teil der Schweiz und zog anschließend in die italienische Hauptstadt Rom. Dort fiel sie einem Filmschaffenden auf, der sie für die Leinwand entdeckte.

Mit ihrem ersten Film, der italienisch-französischen Co-Produktion „Villa Borghese“ (dt. „Römischer Reigen“) gab sie 1953 ein fulminantes Schauspieldebüt. 1954 spielte sie neben Paul Hörbiger in „Una Parigina a Roma“ (dt. „Eine Begegnung in Rom“). Mit diesem Film erhob sie sich praktisch über Nacht zum gefeierten Nachwuchsfilmstar der 1950er Jahre. Als solcher gab sie sich auf Drängen der Filmleute selbst den Künstlernamen „Uta Franz“. Ihr Geburtsname „Franzmair“, gab man ihr zu verstehen, sei für das Filmgeschäft und ihre Karriere nicht förderlich.

Unter Regisseur Ernst Marischka begeisterte die junge, hübsche und hochtalentierte Schauspielerin in der Rolle der „Prinzessin Helene von Bayern“ in dessen von 1955 bis 1957 gedrehter „Sissi“-Trilogie ein Millionenpublikum. Trotz des Erfolges dieses heutigen „Klassikers“ entschied sie sich nach dem Ende der Trilogie bewusst gegen eine weitere Karriere im Filmbusiness. Gemeinsam mit ihrem Ehemann und ihrem Sohn zog sie wieder nach Österreich, wo sie fortan ein zurückgezogenes, ruhiges Leben führte.

Der Kontakt zu ihren ehemaligen Schauspielkollegen, wie Böhm und Romy Schneider, aus der bald ein Weltstar wurde, brach nach einigen Jahren ab. Erst bei ihrem ersten Auftritt nach mehr als 50 Jahren gab es für sie am 23. Dezember 2005 auf Einladung des deutschen Senders WDR in der live gesendeten Jubiläumsgala „Servus Sissi“ ein Wiedersehen mit ihrem einstigen Schauspielkollegen Karlheinz Böhm.

Ute Franzmair hatte geheiratet, hieß dann Uta Treu und lebte mit ihrer Familie in Klagenfurt.

Uta Franz (*1937) stammt ursprünglich aus Bad Gastein und besuchte im Jahr 1955 eine Schauspielschule in München. Zu dieser Zeit entstand auch die Komödie "Königswalzer" (ein Remake eines gleichnamigen Films von 1935). Durch eine Nebenrolle kommt sie erstmals mit der beschwingt-leichtfüßig präsentierten k.(u.)k. Thematik in Berührung. Ernst Marischka engagiert sie denn auch prompt für sein kommendes "Sissi"-Projekt. Er soll bei der Ausübung seiner Regietätigkeit ein sehr angenehmer Kollege gewesen sein, der den Schauspielern auch zahlreiche Freiheiten ließ. Für die meisten Stars soll der Dreh normale Routine gewesen sein, doch waren sie offenbar allesamt ausgesprochen umgänglich - auch Romy Schneider, die nach Aussage von Uta Franz damals ein "junges, ganz natürliches Mädchen" war, welches sich jedoch auch sehr in ihren "Sissi"-Part hineingesteigert hat.

Bleibenden Eindruck bei ihr haben auch die vielen Aufnahmen an historischer Stätte sowie die aufwendigen Kostüme hinterlassen, die von den Darstellern getragen werden durften. Mit "Sissi - Schicksalsjahre einer Kaiserin" beendete Uta Franz jedoch bereits wieder ihre Filmkarriere, da sie sich für ihren Nachwuchs entschieden hatte - nach eigener Aussage fiel ihr die Entscheidung nicht schwer. Ihre Schwangerschaft dürfte auch der Grund sein, warum sie in Teil II nicht erscheint. Sie heißt seit dieser Zeit Uta Treu und lebt mit ihrer Familie in Kärnten. Die "Sissi"-Wiederholungen im TV schaut sie aber bis heute trotzdem gerne. Quelle: KleineZeitung.at

Filme

  • 1953: „Villa Borghese“ („Römischer Reigen“)
  • 1954: „Una Parigina a Roma“ („Eine Begegnung in Rom“)
  • 1955: Königswalzer
  • 1955: Sissi
  • 1956: Sissi – Die junge Kaiserin (?)
  • 1957: Sissi – Schicksalsjahre einer Kaiserin

Quellen