Adam Doppler

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Grabtafel für Adam Doppler in der Weltgeistlichengruft
Die Weltgeistlichengruft auf dem Sebastiansfriedhof

Adam Doppler (* 18. Dezember 1806 Gemeinde Gnigl; † 14. Juni 1885 Salzburg ?) war Priester, fürsterzbischöflicher Archivar und Konsistorialrat.

Leben

Adam Doppler war der Sohn eines Bäckermeisters aus der Gnigler Familie Doppler.

Er absolvierte in Salzburg das Lyzeum, trat 1827 in das Priesterseminar ein und wurde am 1. August 1830 von Erzbischof Augustin Gruber zum Priester geweiht.

Er versah den Seelsorgedienst an der Bürgerspital St. Blasius‎‎-Stadtpfarre, in Köstendorf (ab 1831), Nonntal (ab 1833), Vigaun (ab 1836), Mauterndorf (ab 1837) und Siezenheim (1838). 1838 wurde ihm in Hinblick auf seine angegriffene Gesundheit das St.-Markus-Benefizium in der Ursulinenkirche verliehen, dessen Pflichten er bis an sein Lebensende versah.

1846 wurde er zum Konsistorialsekretär und Archivsadjunkten ernannt, Ende 1858 zum Archivar und Assessor des erzbischöflichen Konsistoriums, 1860 zum wirklichen Konsistorialrat ernannt. In dieser Funktion blieb er, obwohl er immer kränklich war, bis 1874.

Auch im Ruhestand frönte er seiner archivarischen Sammelleidenschaft.

Er war Gründungs- und ab 1874 Ehrenmitglied der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, der er auch seinen handschriftlichen Nachlass vermachte, ebenso aber Ehrenmitglied des Kärntner Geschichtsvereins.

An persönlichen Wesenszügen wurden ihm Pflichteifer, Fleiß, Bescheidenheit und Hilfsbereitschaft nachgerühmt.

Sein Grab ist in der Weltpriester-Gruft auf dem Salzburger Sebastiansfriedhof (Arkadengruft Nr. 5).

Werke

In den Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde (MGSLK):

  • Doppler'sche Häuserchronik
Adam Doppler schuf auch den Grundstock der – nach ihm so benannten – „Doppler-Chronik“, einer im Salzburger Landesarchiv verwahrten (als Sammlung von Mappen angelegten) Häuserchronik. Diese fand (in ihrem damaligen Stand) auszugsweise Eingang in die von Franz Valentin Zillner als Festschrift herausgegebene Geschichte der Stadt Salzburg von (1885).

Quelle

Nachruf in den Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde XXV,1885/86, S. 116/204