Amtsgebäude Mozartplatz 8–10

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Das Amtsgebäude Mozartplatz 8–10.

Das Amtsgebäude Mozartplatz 8–10 ist ein Amtsgebäude der Gebietskörperschaft Land Salzburg. Das Gebäude zählt zu den denkmalgeschützten Objekten in der Stadt Salzburg.

Beschreibung

Das Amtsgebäude befindet sich am Mozartplatz.

Das Objekt besteht aus einem Haupttrakt an der Westseite, an den L-förmig ein Südtrakt angebaut ist. Niedrigere Nebentrakte schließen an diesen Südtrakt an und bilden zwei Innenhöfe. Der Hauptzugang liegt westseitig, dem Mozartplatz zugewandt. Das Gebäude wurde als Ziegelbau (mit Holzdecken) errichtet, ist teilunterkellert und besteht aus vier Obergeschoßen, sowie einem Dachgeschoß. Bis zur Sanierung 2017 gab es immer wieder kleinere Umbauten sowie Sanierungsmaßnahmen. Unter anderem wurde im Südtrakt ein Lift eingebaut, um Barrierefreiheit zu ermöglichen.

Das Haus Nr. 8 trägt das Wappen von Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg sowie eine Gedenktafel für Constanze Weber und Sophie Haibl, das Haus Nr. 9 das Wappen von Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach.

Geschichte

Etwa um 1620 wurden von Santino Solari an dieser Stelle drei Bürgerhäuser errichtet, die sich zunächst in dessen Eigentum befanden. Das Haus Nr. 8 hatte Solari selber bewohnt.

1657 wurden diese "drei Solarihäuser am Haufen", wie eine alte Bezeichnung lautete, zu repräsentativen Domherrenhäusern umgebaut und mit einer einheitliche Fassade gestaltet. 1670 ist das Haus Nr. 8 ein Kanonikalhaus für die Domherren aus der Familie Kuenburg.

Die Gebäude wurden mehrfach umgebaut und verändert, sowie unterschiedlich genutzt. Belegt sind unter anderem die Nutzungen als Wirtshaus, Wohnhaus, Pferdeställe und Postamt.

Von 1837 bis zu ihrem Tod im Jahr 1842 wohnte hier Constanze Mozart, die in zweiter Ehe mit dem dänischen Diplomaten Georg Nikolaus Nissen verheiratet war, sowie ihre Schwester Sophie Haibl.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs war das Gebäude Sitz der amerikanischen Besatzungsmacht in der Stadt Salzburg. Die Wände im Dachgeschoß zeugen von dieser Zeit. Hier haben wachhabende Soldaten ihre Namen in die Wände geritzt.

Das Gebäude stand danach im Eigentum der Republik Österreich und wurde von der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) verwaltet.

Seit 23. Dezember 2016 steht es wieder im Besitz des Landes Salzburg.

Sanierung

Der aus drei Häusern bestehende Komplex wurde in einer ersten Phase im Herbst 2016 saniert. Von Jänner bis Juni 2017 wurde dann in der Bauzeit von sechs Monaten und mit einem Kostenaufwand um 3,7 Millionen Euro mit eingehaltenem Zeit- und Kostenplan eine umfassende Sanierung durchgeführt. Der Gebäudekomplex umfasst eine Nettogrundrissfläche von mehr als 3 600 Quadratmetern.

Eine der größten Herausforderungen bei der Sanierung war es, die Ursache für die statischen Probleme zu finden. Es stellte sich heraus, dass die Stadtmauer aus dem 15. Jahrhundert quer unter dem Gebäude verläuft. Während innerhalb der Stadtmauer der Grund gefestigt ist, herrschen salzachseitig Schwemmsand und viel loses Material vor. Um den Untergrund zu stabilisieren, wurden dort Löcher gebohrt und diese mit Kunstharz gefüllt. Es gab erhebliche Setzungsrisse und Risse an Fassaden und Innenwänden, Böden und Decken. Auch die Sockelbereiche wiesen Schäden auf. Das Dach war stellenweise undicht, ebenso die alten Kastenfenster. Erneuert bzw. saniert werden mussten außerdem das Heizungssystem, die Sanitärbereiche, die Elektro-Ausstattung sowie der Kanal.

Bauherr war die Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H (BIG). Generalplaner für Architektur war studio+ Architekt Stephan Schurich, für Statik die Mittendorfer + Dornetshuber Ziviltechnikergesellschaft für Bauwesen GmbH und als Bauführer und Örtliche Bauaufsicht war Baumeister Josef Pann tätig.

Amtsgebäude Land Salzburg

  • Amtsgebäude Mozartplatz 8
Personalabteilung, Personalentwicklung und Lehrlingswesen
Landesschulrat für Salzburg
  • Amtsgebäude Mozartplatz 9, 5010 Salzburg
Zentrale Poststelle (für Land Salzburg); sowie "Postfach 527"
  • Amtsgebäude Mozartplatz 10
Bildungsdirektion für Salzburg - Präsident, Amtsführender Präsident und Amtsdirektion
Wissenschaft, Erwachsenenbildung, Bildungsförderung

Lage der Gebäude

Lage auf googelmaps: Mozartplatz 8 Lage auf googelmaps: Mozartplatz 10

Quellen

  • Quelle ist der Originalartikel, der ursprünglich von einem nun anonymen Benutzer als erster Bearbeiter erstellt wurde. Näheres siehe hier;