Autobahnanschlussstelle Hagenau

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Die Autobahnanschlussstelle Hagenau ist ein 2015 fertiggestellter Halbanschluss an die Westautobahn im Norden von Salzburg im Bereich von Bergheim.

Allgemeines

Erste Überlegungen zur Errichtung dieser Autobahnausfahrt zwischen dem Salzburger Stadtteil Itzling und der Flachgauer Gemeinde Bergheim gab es bereits in den 1970er Jahren. Erste konkrete Planungen entstanden allerdings erst 1996. Ein einstimmiger Gemeinderatsbeschluss zu einem Halbanschluss erfolgte 1999.

Stadt, Land und Asfinag entschieden 2006 für die aktuelle Variante und nicht für eine viel diskutierte Verbindung über eine neue Brücke von der Itzlinger Hauptstraße zum Anschluss Messezentrum. Die aktuelle Variante wurde Ende Jänner 2011 der Bevölkerung präsentiert. Im Februar 2011 begann das Umweltverträglichkeitsverfahren (UVP-Verfahren).

Dann senkte der Bund die Grenzwerte für Stickstoffoxide. Damit verzögert sich aber das UVP-Verfahren. Im Frühjahr 2013 lag schließlich endgültig ein positives Umweltverträglichkeitsgutachten vor, das eine Umsetzung des Projekts in zwei Stufen vorsah: Zuerst wird die Abfahrt auf die L118, die Bergheimer Straße, von München kommend unmittelbar nach der Salzachbrücke gebaut, die Landesstraße umgebaut und der Kreisverkehr auf der Stadtseite sowie die geplanten Lärmschutzmaßnahmen zwischen den Anschlussstellen Salzburg Nord und Messezentrum hergestellt. Dieser Bauabschnitt wurde am 16. April 2015 eingerichtet. Nach einem halben Jahr Bauzeit wurde am 23. Dezember 2015 die neue Abfahrtsrampe Salzburg Bergheim-West für den Verkehr freigegeben..

Die zweite Etappe soll 2018 in Angriff genommen werden und sieht die Errichtung der Auffahrtsrampe zur A1 Westautobahn in Richtung Westen vor. Die Realisierung des zweiten Abschnitts ist allerdings noch von der Entwicklung der Schadstoffbelastung abhängig.

Eröffnete Rampe 2015

Für die Anrainer ließ die Asfinag Lärmschutzmaßnahmen aus Holzbeton, Aluminium und Acryl auf einer Länge von rund 2 400 Metern aufstellen. Entlang der Richtungsfahrbahn Wien wurden die bestehenden Lärmschutzwände erneuert und bis zur Abfahrt Nord verlängert.

Ebenso wurde die Salzachbrücke mit einem transparenten Lärmschutz versehen und die Lücke auf der Richtungsfahrbahn München von der bestehenden Lärmschutzwand bis hin zur Abfahrt Messe geschlossen. Insgesamt rund 8 800 Quadratmeter Lärmschutzwand erhöhen die Lebensqualität in diesem Bereich für die Anwohner wesentlich. Die Asfinag setzte auch auf eine optisch anspruchsvolle Gestaltung der Wände. Der Entwurf eines Architektenbüros wurde umgesetzt.

Quellen