Bernhard Waibl

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Bernhard Waibl, OSB (* 7. April 1617 in Konstanz; † 19. April 1699 in Salzburg) war Professor und Prokanzler an der Benediktineruniversität Salzburg.

Leben

Bernhard Waibel studierte bereits vor seinem Eintritt in das Kloster Einsiedeln Theologie, am 6. Jänner 1638 legte er seine Ordensgelübde ab. Am 7. Juli 1641 wurde er zum Theologiestudium nach Lyon geschickt. Im August 1644 kehrt er heim und bekleidete verschiedene Ämter im Kloster. Von 1653 bis 1655 war er Pfarrer von Einsiedeln, danach wirkte er wieder im Kloster.

Am 22. Oktober 1657 erhielt er den Auftrag an die Benediktineruniversität Salzburg zu gehen, um dort die Professur für spekulative Theologie und Exegese zu übernehmen und seine theologischen Studien zu vollenden. Am 8. Jänner 1658 promovierte er zum Magister der Theologie. Damit wurde er fürstbischöflicher geistlicher Rat und kaiserlicher Notar, während acht Jahren war er Vizerektor des dortigen Kollegs, ein Jahr war er auch Dekan der theologischen Fakultäten. 1667 musste er ins Kloster Einsiedeln zurückkehren, da ihn der Abt nach Rom senden wollte. Wegen der Krankheit des Abtes wurde er mit verschiedenen Ämtern betraut, am 15. Februar 1671 wurde er als Pfarrer nach Münsterlingen berufen.

Der Erzbischof von Salzburg ersuchte um seine Rückkehr nach Salzburg, da er an den Wallfahrtsort Maria Plain gehen sollte. Pater Bernhard kam noch vor Ende des Jahres 1671 zurück nach Salzburg. In Maria Plain sollten sich jüngere Kräfte für das Lehramt an der Universität vorbereiten, während sich ältere Professoren dahin zurückzogen und sich der Wallfahrtsseelsorge widmeten.

Im September 1681 ernannte ihn der Fürsterzbischof zum Beichtvater im Benediktinenstift Nonnberg. Am 1. Juli 1691 feierte Waibl seine Sekundiz (50 jähriges Priesterjubiläum) in Anwesenheit des Fürsterzbischofs Johann Ernest von Thun. Da er an seinem Lebensabend erblindete und schwerhörig wurde, musste er vom Posten eines Beichtvaters zurücktreten, blieb aber am Nonnberg und starb im Stift an Altersschwäche. Er wurde in der St. Josefskapelle beigesetzt.

Wirken an der Universität

  • 1657 bis 1664 Professor für spekulative Theologie (1658 - 1659 auch Dekan der Fakultät)
  • 1672 Professor für biblische Theologie
  • 1665 bis 1667 Prokanzler

Quelle

RES Waibl Bernhard