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Christian Burtscher

Christian Burtscher

Dr. Christian Burtscher (* 6. März 1950) ist ehemaliger Klubobmann der Grünen im Salzburger Landtag, Landtagsabgeordneter, Mitbegründer der GABL (Grün-Alternative Bürgerliste) und Lehrer.

Politische Karriere

Christian Burtscher war bereits Gemeinderat in Grödig, als er am 3. Mai 1987 bei der konstituierenden Generalversammlung der "Grünen Bildungswerkstatt" zu deren erstem Bundesobmann gewählt wurde. Zwei Jahre später trat er als Spitzenkandidat der Bürgerliste bei der Landtagswahl 1989 an und zog am 12. März gemeinsam mit Karoline Hochreiter in das Landesparlament ein.

Vor der Landtagswahl 1999 war Burtscher im Juli 1998 zum dritten Mal als Spitzenkandidat bestätigt worden, trat dann aber am 13. Oktober 1998 überraschend als Landesvorsitzender zurück. Burtscher gestand nach seinem Rückzug jede Menge eigener Fehler ein: Er sei in seiner Partei zu viele Kompromisse eingegangen. Mit zwischenmenschlichen Beziehungsgeschichten habe er nichts zu tun haben wollen. "Ich habe die Dinge nicht offen auf den Tisch gelegt. Das Wegschauen war eine Möglichkeit. Es war ein fataler Irrtum."

Wenngleich sein Führungsstil während all der Jahre regelmäßig kritisiert worden war, so kam der Rückzug doch überraschend und stürzte seine Partei in eine veritable Krise: Nach dem Sieg seines ehemaligen Sekretärs bei der Erstellung der neuen Kandidatenliste für die Landtagswahl drohte die Stadt-Bürgerliste unter Johann Padutsch mit einer Spaltung der Grünen. Diese konnte dann erst im letzten Moment im November 1998 wieder von Burtscher selbst verhindert werden, indem er Werner Kienreich aus dem Rennen nahm. Letztendlich traten die Grünen geeint unter Cyriak Schwaighofer als Spitzenkandidat an.

Christian Burtscher versuchte sich hingegen bei der Nationalratswahl 1999 als Salzburger Spitzenkandidat und verfehlte das Grundmandat im Land Salzburg nur knapp. Auch 2002 wollte er nochmals antreten, zog aber bei der Vorwahl der Grünen gegen Heidi Rest-Hinterseer den Kürzeren.

2005 stand Burtscher auf der 19 Namen umfassenden Kandidatenliste für den Posten eines Direktors des Landesrechnungshofs, nahm sich aber selbst aus dem Rennen.

Politisch seit 1998 auch nicht mehr in der Grödiger Gemeindevertretung aktiv, engagierte sich Christian Burtscher weiterhin in der Öffentlichkeit; so im Kampf gegen eine Betriebsansiedlung in Hangendenstein (2004), nach dem Bau eines nicht genehmigten Forstweges auf den Untersberg (2007) oder zuletzt beim Versuch der Firma Leube, ihren Betonturm zu erneuern (2009).

Quellen

  • Salzburger Nachrichten
  • Wien konkret [1]