Dopplersteig

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Dopplersteig, der Weg bis zum Wandeinstieg
Dopplersteig, Felswandabschnitt

Der Dopplersteig ist ein Wander- und Kletterweg, der am Untersberg auf das Untersbergplateau führt.

Allgemeines

Der Dopplersteig beginnt im Tal in Glanegg (Gemeinde Grödig) und führt auf einem gut ausgebautem ehemaligen Almweg zur Unteren Rosittenalm und von dort weiter über viele Holzstufen und etliche Serpentinen zur Oberen Rosittenalm. Dort zweigt nach Süden ein Weg zur Toni Lenz Hütte ab, der Dopplersteig führt nach Westen in einen Felsabhang, der mit über 500 in Stein geschlagenen Stufen und gesichert mit einem Stahlseil überwunden wird. Nach dem Steilstück folgt jenseits einer Schulter das Zeppezauerhaus (1 664 m ü. A.), das Geiereck (1 805 m ü. A.) und der Salzburger Hochthron (1 853 m ü. A.m).

Geschichte

Der Steig wurde im Jahr 1876 von dem Salzburger Steinmetzunternehmen Doppler hergestellt. In dieser Familie gab es den Alpinisten Ludwig Doppler, nachdem der Steig benannt wurde.

Allerdings schrieben die Salzburger Nachrichten in ihrer Ausgabe vom 11. Oktober 1946, dass der Doppelsteig seinen Namen vom Alpinisten Adolf Doppler hat. Er war diese schwierige Route zum ersten Mal gegangen und hatte den hervorragenden Alpinisten Helmut Pöschl aus Wien und Albert Kaindl aus Linz als Begleiter dabei. Die beiden Letztgenannten hatten zu jener Zeit in den Salzburger und Berchtesgadener Alpen zahlreiche Erstbesteigungen durchgeführt.[1]

Am 13. Juni 1876 beschloss die Sektion Salzburg des Alpenvereins den Steig nach seinem Schöpfer zu benennen.

Für den 9. Juli 1876 war eine große Eröffnungsfeier geplant. Doch am Vorabend entlud sich ein heftiges Gewitter und es regnete die Nacht auf Sonntag und am Sonntag selbst. Trotzdem fanden sich rund 100 Personen am Untersberg zur Eröffnung ein. Am darauffolgenden Wochenende war das Wetter besser. Samstagabend trafen sich bereits rund 700 Personen auf der Katz' unterhalb der Festung Hohensalzburg, wo die Salzburger Liedertafel und ein Hornquartett sangen und spielten. Um 21 Uhr wurde am Untersberg ein Bergfeuer entzündet und Raketen stiegen auf. Am Sonntag, den 16. Juli stiegen dann immer wieder Gruppen auf den Untersberg zur Unteren Rosittenalm, wo Musik spielte und Triumphbögen standen und Böllerschüsse zu hören waren. Von dort stieg man dann auf dem Dopplersteig zum Geiereck, wo jedoch Nebel den Blick verhinderte. Schließlich kehrte die Gesellschaft zur Unteren Rosittenalm zurück, wo Ludwig Doppler eine Ansprache hielt.

Quellen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Quelle ANNO, Salzburger Nachrichten, Ausgabe vom 11. Oktober 1946, Seite 3