Elisabethfelsen

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Im rechten oberen Bildteil, der große kahle Felsen ist der Elisbethfelsen.
Um 1890 floss die Pasterze noch über den Elisabethfelsen (links im Bild).
Die Pasterze beim Abbruch ins Mölltal beim Elisabethfelsen, historische Ansichtskarte (gelaufen 1912).

Der Elisabethfelsen (2 156 m ü. A.) ist ein Felssporn in den Hohen Tauern im Nationalpark Hohe Tauern in Kärnten.

Geografie

Der Elisabethfelsen befindet sich südöstlich des ehemaligen Endes der Pasterze. Im 19. Jahrhundert und zu Beginn des 20. Jahrhunderts floss noch östlich dieses Felsen der Gletscher auf der Margaritze (heute Speicher Margaritze). Der Felsen ist von der Gletscherstraße, der Stichstraße der Großglockner Hochalpenstraße zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe gut sichtbar.

Er befindet sich bereits wenige Meter von der Grenze entfernt innerhalb des Nationalpark Hohe Tauern. Zur Erläuterung: Links und rechts der Großglockner Hochalpenstraße und ihrer Stichstraßen ist ein Streifen aus dem Nationalpark ausgenommen.

Geschichte

Während Kaiser Franz Joseph I. bei seinem Besuch 1856 zur historischen Kaiser-Franz-Josefs-Höhe aufstieg, blieb seine Frau Elisabeth von Österreich auf dem Bretterboden gegenüber des Elisabethfelsens zurück. Ob die Kaiserin selbst auch tatsächlich diesen Felsen bestiegen hatte ist eher zu bezweifeln, da 1856 der Elisabethfelsen noch einige Meter tief unter dem Gletschereis lag.

Fest steht, dass 1888 dieser Felsen in einer Zeitungsnotiz "Elisabethfelsen" genannt wird:[1]

[...] Herr Bergrath Seeland hat bei seiner Anwesenheit Glocknerhause auch das Schwinden des Pasterzengletschers seit 2. October 1881 gemessen und neue Marken gezogen. Seinem Berichte gemäß zog sich der Gletscher mehr als im vorigen zurück, und zwar am Nordrande bei der Freiwand um 7,45 Meter, am Ostrande neben dem Pfandlbache um 5,45 am Südrande neben den Quellen der Möll um 7,5 Meter, und in der Mitte am steilen Elisabethfelsen verlor seine Eismüchtigkeit 10 Meter, woraus also ein mittleres Abschmelzenvon 7,6 Metern für dieses Jahr constatirt werden kann. Um die Art und auch die mittlere Geschwindigkeit der Gletscherbewegung bei der jetzigen Eismasse der Pasterze beobachten zu können, steckte man am oberen Ende eine gerade Linie von der Hofmannshütte quer über den Pasterzenboden gegen die Basis des Großglockners mit Pflöcken ab. [...]

Weblink

Quellen

Einzelnachweis

  1. ANNO, Neue Freie Presse, Ausgabe vom 12. Oktober 1882, Seite 17