Emil Sprenger

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Emil Sprenger (* 24. Juni 1893 in Feldkirch in Vorarlberg; † 26. November 1976 in Burg auf der Insel Fehmarn, Deutschland) war ein österreichischer Nationalsozialist.

Laufbahn

Sprenger leistete im Ersten Weltkrieg als Sanitätsleutnant Militärdienst. 1921 wurde er als Arzt approbiert und im selben Jahr zum Sprengelarzt in Lamprechtshausen bestellt.

Zuerst Mitglied der Großdeutschen Partei, trat er im Mai 1931 in die NSDAP ein und wurde gleichzeitig Mitglied im NSDÄB (Nationalsozialistischer Deutscher Ärztebund). 1934 verbüßte er aufgrund seiner Verwicklung in den Lamprechtshausener NS-Putsch, der einige Todesopfer gefordert hatte, wegen nationalsozialistischer Betätigung eine Gefängnisstrafe. Er erhielt in der Folge in Österreich Berufsverbot und flüchtete 1935 nach Deutschland. Anschließend wurde er Lagerarzt im Flüchtlingshilfswerk der NSDAP in München.

1935 trat er der SS bei, hatte 1940 den Rang eines SS-Obersturmbannführers und war Träger des Blutordens. Ab 1938 war Dr. Sprenger Arzt im städtischen Gesundheitsamt in München. Später wurde er Medizinaldezernent der Regierung von Oberbayern, sowie Vorsitzender des Verbands Oberbayern für Gesundheitsfürsorge und war als solcher in die Maßnahmen der NS-Euthanasie involviert. 1939 wurde er zum Oberregierungsmedizinalrat befördert und 1943 zum Regierungsmedizinaldirektor ernannt.

1948 wurde er im Zuge des Entnazifizierungsverfahrens lediglich als Mitläufer eingestuft und man erlegte ihm eine Geldbuße von 800 Reichs-Mark auf. In den Staatsdienst wurde er nicht mehr übernommen.

Quellen

  • Das Gesundheitswesen im Nationalsozialismus, Eine Dokumentation, Johannes Donhauser, Thieme, Februar 2007
  • Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Lamprechtshausener NS-Putsch"