Ernst Haeusserman

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Ernst Haeusserman (* 3. Juni 1916 in Leipzig, Deutschland; † 11. Juni 1984 in Wien) war Theaterdirektor, Regisseur, Schauspieler, Filmproduzent und Autor.

Haeusserman und Salzburg

Ernst Haeusserman war 1939 vor den Nationalsozialisten geflohen und hatte während des Zweiten Weltkrieges in Amerika als Assistent von Max Reinhardt gearbeitet. Unmittelbar nach dem Krieg kehrte er als US-Programmdirektor des Senders Rot-Weiß-Rot in Salzburg nach Österreich zurück. Ende der 1940er Jahre übersiedelte Haeusserman nach Wien und avancierte dort zum Direktor des Theaters in der Josefstadt und des Wiener Burgtheaters. Ab 1961 war Haeusserman als Direktoriumsmitglied der Salzburger Festspiele auch wieder in Salzburg aktiv.

Nachdem Leopold Lindtbergs gewagte Neuinszenierung des Jedermann nur vier Jahre gehalten hatte, rekonstruiert Ernst Haeusserman das ursprüngliche Konzept im Sinne Max Reinhardts und feiert am 29. Juli 1973 mit Curd Jürgens in der Titelrolle seine Premiere als Regisseur bei den Festspielen. Elf Sommer oder 67 Aufführungen lang führt Haeusserman bis zu seinem Tod Regie und auch danach scheint er noch bis 1989 als Verantwortlicher für die Inszenierung auf. Insgesamt wurde sein Jedermann 107 mal aufgeführt.

Neben dem Jedermann führt Ernst Haeusserman nur ein einziges weiteres Mal Regie bei den Festspielen. Am 11. August 1977 hat Rolf Hochhuths Tod eines Jägers mit Texten aus Werken von Ernest Hemingway im Mozarteum Premiere.

Quellen

  • Österreich Lexikon [1]
  • Archiv der Salzburger Festspiele [2]