Flüchtlingsbewegung im September 2015

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Dieser Artikel berichtet über die täglichen Ereignisse im Zusammenhang mit der Flüchtlingsbewegung im September 2015. Den Übersichtsartikel sowie Ereignisse aus dem aktuellen Monat findest du im Artikel Flüchtlingsbewegung 2015.

Erklärung häufig verwendeter Begriffe

September

30. September, Mittwoch

Zur Mittagszeit hielten sich im gesamten Stadtgebiet von Salzburg rund 2 000 Flüchtlinge auf.
Salzburg: Österreich-Chef des UN-Flüchtlingshochkommissariats Christoph Pinter macht sich ein persönliches Bild von der Flüchtlingslage in Salzburg. Ein Sonderzug mit 350 Flüchtlingen verließ heute Vormittag den Hauptbahnhof.
Grenze Freilassing: Mittags befanden sich 800 Flüchtlinge an der Grenze zu Deutschland. Ein beheiztes Zelt, das rund 70 Menschen eine Notunterkunft bietet, ist noch gestern fertiggestellt worden, ein weiteres beheiztes Zelt für rund 90 Menschen ist im Aufbau.
Deutschland: Wenn die angekündigte 48-Stunden-Schnellabfertigung der Deutschen kommt, dann werden vermutlich viele Flüchtlinge nach Österreich zurückgeschickt.

29. September, Dienstag

29. September: so sieht es heute am Grenzübergang nach Freilassing aus
Salzburg: Dienstagvormittag konnten 400 Flüchtlinge mit einem Sonderzug vom Salzburger Hauptbahnhof nach Deutschland gebracht werden. Die Bahnhofsgarage war danach nahezu leer. Der prognostizierte Zustrom aus Richtung Wien im Laufe des Tages beläuft sich auf 200 Personen, aus Richtung Graz auf 300 Personen. Im Laufe des Tages hielten sich rund 1 500 Flüchtlinge am Hauptbahnhof und 600 in der alten Autobahnmeisterei Salzburg-Liefering auf.
seit 29. September werden die Flüchtlinge über das Kraftwerk Rott über die Saalach nach Deutschland gelassen
Grenze Freilassing: Die Flüchtlinge werden nun über das Wehr des Kraftwerks Rott nach Deutschland gelassen. Das Areal wurde mittlerweile eingezäunt. Beim Eingang auf das Gelände erhalten die Flüchtlinge ein Armband mit einem Buchstaben. Kurz vor dem Wehr befindet sich ein Ausgang, wo die Menschen mit dem jeweiligen Buchstaben aufgerufen und über das Wehr auf die deutsche Seite gebracht werden. So können derzeit 30 Personen pro Stunde von der Deutschen Bundespolizei übernommen werden. Das abgezäunte Gelände wird von Soldaten des Österreichischen Bundesheeres bewacht.
Rund 800 Flüchtlinge befanden sich im Laufe des Tages an der Grenze
Deutschland: Unklarheit herrscht unterdessen weiter darüber, wie lange es noch Sonderzüge für Flüchtlinge Richtung Deutschland geben wird. Der Verkehr von Sonderzügen wird auch künftig wohl immer nur für ein paar Tage geregelt werden

28. September, Montag

Stadt und Land Salzburg lösen die freiwilligen Helfer und Organisationen an der Grenze ab.
Grenze Freilassing: Die Stadt Salzburg hat begonnen, das Flüchtlingsareal an der Saalachbrücke von den privaten Helfern zu übernehmen; das gesamte Areal wurde eingezäunt und zusätzliche Toiletten aufgestellt. Zusätzlich zu dem dort bereits bestehenden Sanitärcontainer werden bis Mittwoch fünf WC- und zwei Duschcontainer aufgestellt. Für die Unterbringung von zusätzlichen 160 Personen wird ein Zelt errichtet. 150 Flüchtlinge finden im Gebäude ein Quartier. Die Deutsche Bundespolizei plant, die Einreise der Flüchtlinge von der Saalachbrücke auf das Wehr des Kraftwerks Rott zu verlegen.
Deutschland: Ein Zug mit 400 Flüchtlingen hat am Montagvormittag den Salzburger Hauptbahnhof verlassen, ein zweiter soll ungefähr um 23 Uhr starten - Zielort: Berlin.

27. September, Sonntag

Salzburg: Ein Sonderzug mit 421 Personen hat zu Mittag den Hauptbahnhof verlassen, rund 400 Flüchtlinge wurden mit sieben Bussen nach Oberösterreich gebracht
Grenze Freilassing: Mehrere Hundert Menschen warteten tagsüber am Grenzübergang Saalbrücke auf die Weiterreise nach Deutschland.
Deutschland: Deutschland dementiert die am Samstag kolportierte Meldung, ab Montag keine Züge mehr zu fahren.

26. September, Samstag

Ab Montag, 28. September, werden keine Sonderzüge mehr mit Flüchtlingen von Salzburg über die Grenze nach Deutschland fahren meldete das Facebook der Stadt Salzburg am Samstagabend, 26. September 2015, um 21:15 Uhr. Rotes Kreuz und Caritas sprechen schon von einer sich ankündigenden humanitären und sanitären Katastrophe an der Grenze nach Freilassing. Diese droht uns auch am Bahnhof, wenn weitere Züge aus Wien, Graz oder Villach kommen sagte Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden in dieser Meldung. Der zuständige Katastrophenschutz des Landes muss im Lauf des morgigen Tages eine Struktur am Grenzübergang nach Freilassing schaffen, wie sie die Stadt am Bahnhof aufgerichtet hat.
Laut ÖBB kamen zuletzt immer mehr als 2 000 Personen pro Tag per Zug nach Salzburg. Dank der bisherigen Sonderzüge konnten bis zu 1 200 weiter transportiert werden. Das geht ab Montag nicht mehr.
Salzburg: Etwa 1 000 Flüchtlinge hielten sich heute wieder am Salzburger Hauptbahnhof auf; am Vormittag fuhr ein Sonderzug mit rund 450 Menschen in Richtung Düsseldorf, ein zweiter soll am Nachmittag weitere 450 Personen aus Salzburg mit Zwischenstopp in Freilassing in eine Erstaufnahmeeinrichtung in Deutschland bringen; abends war die Parkgarage unter dem Salzburger Hauptbahnhof mit 700 Personen voll, zusätzlich hielten sich 320 am Bahnhofsgelände auf und 110 werden noch in der Nacht erwartet. Ein Sonderzug soll gegen 23 Uhr noch 300 Flüchtlinge nach Deutschland bringen.
Grenze Freilassing: Der Pensionist Karl Heinz Müller hat das System der Sektoren beim Warten eingeführt. Alle Flüchtlinge werden einem 5 Meter langem Stück der Brücke zugewiesen, das heißt Frauen und Kinder können in der Nacht oder bei Regen ihren Platz verlassen, ohne sich wieder hinten anstellen zu müssen. Müller hat zahlreiche Helfer, unter anderem einen Syrer, der seit Jahren 16 Jahren in Deutschland ist und heute extra aus Leipzig gekommen ist um hier an der Grenze zu helfen. Um 21 Uhr warteten rund 800 Flüchtlinge an der Saalachbrücke.

25. September, Freitag

Salzburg: Das Notquartier in der Bahnhofsgarage stößt am Freitag wiederum an seine Kapazitätsgrenze von 800 Menschen.
Grenze Freilassing: Auf der Saalachbrücke in Richtung Freilassing warten am Nachmittag rund 600 Menschen. Insgesamt kamen etwa 1&nbp;500 Flüchtlinge am Freitag über die Saalachbrücke nach Deutschland.

24. September, Donnerstag

Ab sofort wird die Garage ab einem Belag von 800 Menschen für weitere Flüchtlinge gesperrt.
Salzburg: Rupertitag, Schneefall in den Bergen, um + 10 °C im Salzburger Becken, Bahnhofsgarage: Sperre ab 800 Flüchtlingen, Zustrom weiter stark;
Grenze Freilassing: Am Grenzübergang warteten gegen Mittag rund 450 Weiterreisende, 200 davon bei leichtem Regen und acht Grad Außentemperatur im Freien direkt auf der Brücke, der Rest hatte das zum Notquartier umfunktionierte ehemalige Zollgebäude aufgesucht, wo es warmes Essen, Getränke und hygienische Versorgung gab.
Aufgrund der anhaltend hohen Zahl an Flüchtlingen, die auf der Durchreise in Salzburg zu versorgen sind, leeren sich die Lebensmittellager der Caritas.

23. September, Mittwoch

23. September: Trotz Kälte und Regen warten die Menschen an der Grenze
Salzburg: Am Mittwoch sind rund 2 100 Menschen in der Mozartstadt angekommen, etwa 1 500 schafften an diesem Tag auch die gewünschte Einreise in das benachbarte Bayern. Vor allem am Hauptbahnhof spitzt sich die Lage zu, die Nacht auf Donnerstag haben rund 1 300 Personen hier verbracht. Ein Sonderzug mit rund 450 Personen direkt nach Deutschland bringt am Nachmittag eine Entlastung, die Parkgarage am Salzburger Hauptbahnhof ist mit etwa 450 Menschen ausgelastet.
Grenze Freilassing: Trotz Regen und bei nur knapp 10 °C waren am Vormittag 800 Flüchtlinge an der Grenze zwischen Salzburg und Freilassing. Sie wollen – so kurz vor dem Ziel – die Grenze nicht verlassen. Notunterkünfte werden wenig in Anspruch genommen.
Am Dienstag sind geschätzt wieder 3 000 Flüchtlinge in Freilassing angekommen, die Sprecher der zuständigen Bundespolizei in Rosenheim dürfen allerdings keine genauen Zahlen mehr herausgeben sondern verweisen an das Präsidium in Potsdam. Von dort werden plötzlich ganz andere, viel niedrigere Flüchtlingszahlen gemeldet. So seien im gesamten Bereich München inklusive Freilassing und Passau am Dienstag nur 3 324 Personen „unerlaubt eingereist“.

22. September, Dienstag

Am Montag sind 11 000 Flüchtlinge nach Österreich gekommen. 8 600 übernachteten laut Rotem Kreuz in betreuten Notquartieren, 800 weitere verbrachten die Nacht in Sammelstellen. Insgesamt stehen seit Dienstag 16 000 Notschlafstellen bereit. Der Bahnfernverkehr von und nach Bayern über den Hauptbahnhof Salzburg bleibt unterdessen zunächst bis 4. Oktober 2015 in beide Richtungen eingestellt.
Grenze Freilassing: Der Grenzübergang Saalbrücke zu Freilassing war auch am Dienstag wieder das Nadelöhr für Flüchtlinge. Am Abend warteten dort immer noch über tausend Personen. Wer passieren durfte, wurde in einen geschützten Bereich unter die Brücke geleitet. Dort nahm die Polizei stichprobenartig Fingerabdrücke und durchsuchte das Gepäck - vorzugsweise nach Ausweispapieren. Freiwillige versorgten im Schichtbetrieb die Menschen mit Essen, Getränken, Decken und Kleidung. Dann brachten Busse die Flüchtlinge zu den Registrierungsstellen nach Freilassing.
Deutschland: Nach Angaben von Manfred Ludwig von der Bundespolizeiinspektion Rosenheim sind mit Stand Dienstag 18 Uhr rund 1 100 Menschen über die "grüne" Grenze gekommen, weitere 1 000 wurden mit zwei Sonderzügen aus Salzburg nach Deutschland gebracht. Dazu kommen jene rund 1 000 Personen, die sich am Abend noch im Bereich des Grenzübergangs aufgehalten haben.

21. September, Montag

Salzburg: 400 Flüchtlinge hatten die Nacht auf Montag in der Parkgarage des Salzburger Hauptbahnhofs verbracht. Am frühen Nachmittag befanden sich etwa 460 Flüchtlinge in der Parkgarage am Salzburger Hauptbahnhof, weitere etwa 100 Personen im ehemaligen Zollamtsgebäude nahe der Grenze. Mit Zügen aus Wien, Villach und Graz kamen bis Abend rund 1 000 weitere Flüchtlinge am Salzburger Hauptbahnhof an. Entlastung brachte ein Sonderzug mit rund 420 Flüchtlingen, der Salzburg gegen 21:00 Uhr in Richtung Deutschland verlassen hatte.
Grenze Freilassing: Am frühen Nachmittag warteten rund 150 Flüchtlinge vor der Saalachbrücke Salzburg-Freilassing am Grenzübergang Saalbrücke nach Freilassing. Am späten Montagnachmittag kamen Hunderte Flüchtlinge am Grenzübergang Saalbrücke Richtung Freilassing nicht mehr weiter. Deutschland hatte wieder einen Einreisestopp für Asylwerber verhängt. Seit den Abendstunden wurden wieder Flüchtlinge in Kleingruppen über die Brücke gelassen. Gegen 21 Uhr befanden sich 500 bis 600 Flüchtlinge an der Saalbrücke an der deutschen Grenze zu Freilassing. dann spitzte sich die Lage drastisch zu: bis zu 1&nbps;200 Flüchtlinge warteten stundenlang an der Saalachbrücke auf die Einreise nach Deutschland.

20. September, Sonntag

Salzburg: Schon zu Mittag wurden rund 600 Flüchtlinge in der Bahnhofsgarage versorgt. In der Parkgarage waren heute rund 800 bis 900 Personen, teilten Stadt und Land Salzburg am Sonntag kurz nach 17 Uhr nach einer Einsatzbesprechung mit. Das Notquartier am Gelände der ehemaligen Autobahnmeisterei Salzburg-Liefering bei Salzburg-Mitte steht weiterhin bereit. 350 Flüchtlinge wurden im Lauf des Tages bereits in diese Unterkunft gebracht. Diese Menschen machten sich zumeist selbstständig auf den Weg nach Deutschland.
Österreich: Trotz Stacheldrahts und scharfer Grenzkontrollen in Ungarn, Kroatien und Slowenien hatten am Samstag laut Rotem Kreuz bis zu 13 000 und am Sonntag 10&nbsp700 Flüchtlinge Österreich erreicht[1].
Deutschland: Rund 2 700 Menschen erreichten an dem Tag den Freistaat.

19. September, Samstag

Salzburg: Am Abend hielten sich wieder rund 700 Flüchtlinge am Salzburger Hauptbahnhof auf.
Sehr gut bewähren sich die Duschzelte, die von der Berufsfeuerwehr bereits Donnerstag im Bereich Südtirolerplatz aufgestellt wurden. Diese sind täglich bis 22 Uhr in Betrieb und bieten den Menschen oft erstmals seit Tagen oder gar Wochen die Möglichkeit gründlicher Hygiene. Seit Freitag sind dort auch Baby-Badewannen aufgestellt. Betreut wird die Anlage von freiwilligen Helfern.
Österreich: 6 700 kamen bis Mittag im Burgenland an. Ungarn hatte die Menschen aus Kroatien überraschend seine Grenze passieren lassen. Auch die ersten Flüchtlinge kamen an die österreichisch-slowenische Grenze. Im ungarischen Hegyeshalom ist am Samstagnachmittag ein Sonderzug mit rund 2 500 Flüchtlingen eingetroffen, von wo aus sich die Menschen zu Fuß in Richtung österreichischer Grenze und Nickelsdorf auf den Weg gemacht haben.
Kroatien: In Kroatien sind seit Mittwoch fast 21 000 Flüchtlinge angekommen, die nach einem neuen Weg Richtung Westen suchen, nachdem Ungarn am Dienstag seine Südgrenze zu Serbien für Schutzsuchende de facto dicht gemacht hat.

18. September, Freitag

Salzburg: Die Lage hat sich entspannt. Mittags hielten sich noch rund 150 Personen in der Parkgarage unter dem Salzburger Hauptbahnhof auf, ansonsten herrschte normaler Betrieb am Hauptbahnhof.
Grenze Freilassing: Laut deutscher Grenzpolizei passierten in der Nacht auf Freitag 580 Flüchtlinge an der Saalachbrücke Salzburg-Freilassing den Grenzübergang Saalbrücke
Deutschland: Die deutsche Bundespolizei hat an der deutsch-österreichischen Grenze am Donnerstag insgesamt rund 3 700 Flüchtlinge gestoppt. Das waren rund 1000 Menschen weniger als am Mittwoch, jedoch etwas mehr als am Dienstag. Zudem wurden acht Schlepper festgenommen, teilte ein Sprecher der Bundespolizei Rosenheim in der Nacht zum Freitag mit.
Seit Freitagfrüh verkehren wieder Züge über das sogenannte Deutsche Eck (Salzburg - Rosenheim - Kufstein), jedoch haben sie keinen Halt auf deutschem Gebiet. Weiterhin verkehren jedoch keine Nahverkehrszüge zwischen Salzburg und Freilassing sowie im Fernverkehr nach Deutschland.

17. September, Donnerstag

21 Uhr: Zwei Drittel der Betten in der ehemaligen Zollstation an der Grenze Freilassing sind belegt
Es gibt genügend Platz für alle an der Grenze, um die Nacht witterungsgeschützt zu verbringen
Am Hauptbahnhof befinden sich derzeit rund 450 Flüchtlinge
Für Mütter mit Kindern wurde von der Berufsfeuerwehr ein eigenes Duschzelt beim Hain errichtet
Salzburg: Am Vormittag sind noch etwa 400 Menschen in der Parkgarage unter dem Salzburger Hauptbahnhof untergebracht. 280 weitere Flüchtlinge erreichten per Bahn heute Vormittag den Hauptbahnhof, sie werden in das Notquartier Autobahnmeisterei in Liefering gebracht. Die Parkgarage soll in den nächsten Stunden komplett geräumt werden, um sie zu reinigen und bis in die frühen Abendstunden wieder als Behelfsquartier bereit stehen.
Die Zelte für Asylwerber auf dem Areal der Salzburger Schwarzenbergkaserne in Wals-Siezenheim werden nun durch 70 Container ersetzt. Die Container sollen noch in dieser Woche angeliefert und in der nächsten Woche aufgestellt werden.
Österreich: Das Rote Kreuz versorgte in 13 Tagen bisher 80 000 Menschen. 80 Notunterkünfte mit bis zu 12 000 Personen täglich wurden betrieben.
6 800 verbrachten österreichweit Nacht in Notquartieren. Waren am Mittwoch noch ungefähr 15 000 Migranten im Land, waren es Donnerstagfrüh noch rund 7 700 Flüchtlinge.
Grenze Freilassing: 09:10 Uhr: 700 Flüchtlinge warteten beim Grenzübergang Saalbrücke bei der Saalachbrücke Salzburg-Freilassing stundenlang darauf, nach Freilassing zu kommen. Das Gerücht tauchte auf, dass Deutschland die Grenzen schließen könnte. Als es schließlich wegen eines Dienstwechsels der Polizei zu Verzögerungen kam, kam es zu Auseinandersetzungen.
später Vormittag: Die deutschen Einsatzkräfte sind mit der Situation überfordert. Österreichische Polizisten sind nur vereinzelt vor Ort, derzeit steht ein einziges Polizeiauto an der Grenze. Helfer der Organisationen sind nicht zu sehen, nur einige Privatpersonen helfen und dolmetschen. Die Lage ist chaotisch, viele Flüchtlinge sind nach der Nacht im Freien am Ende ihrer Kräfte.
früher Abend: Während ein Sturmtief über das Salzburger Becken fegt harren immer noch hunderte Flüchtlinge an der Grenze aus. Um Chaos zu vermeiden, sollen weitere Flüchtlinge mit Sonderzügen von der deutsch-österreichischen Grenze abgeholt und direkt in verschiedene deutsche Städte gebracht werden. Den Angaben des bayerischen Innenministeriums zufolge waren drei Züge am Abend unterwegs, um je etwa 500 Flüchtlinge vom Grenzort Freilassing nach Celle (Niedersachsen), Stuttgart (Baden-Württemberg) und Frankfurt am Main (Hessen) zu bringen. Für die Nacht sei eine weitere Fahrt von Freilassing nach Berlin sowie eine von München nach Dortmund (Nordrhein-Westfalen) geplant. Insgesamt sollten etwa 2 500 Flüchtlinge auf diese Weise weiterreisen können.
Deutschland: Laut dem deutschen Polizei-Sprecher Schulz sind alleine gestern im Einzugsgebiet der Bundespolizeiinspektion Rosenheim 4 500 Flüchtlinge illegal eingereist, davon an der Saalachbrücke Salzburg-Freilassing zwischen Salzburg und Freilassing etwa 1 500. Am Mittwoch seien drei Sonderzüge von Freilassing zu den Sammelstellen in ganz Deutschland abgefahren. In Bayern wurden am Mittwoch insgesamt rund 9 100 unerlaubt eingereiste Menschen gezählt. Fast alle kamen aus Österreich: 2 000 per Zug, der Rest wohl zu Fuß. Am Dienstag waren es insgesamt rund 6 000 Menschen.
Der reguläre Bahnverkehr zwischen Salzburg und Bayern blieb auch am Donnerstag auf unbestimmte Zeit eingestellt

16. September, Mittwoch

16. September: in der Nacht an der Grenze zu Deutschland
16. September: Inmitten der Verzweiflung spielen sich gerade berührende Szenen in der Bahnhofsgarage ab. Eine Gruppe von Freiwilligen macht Musik, ein Dutzend Flüchtlinge, darunter viele Kinder singen und tanzen voller Freude mit.
Salzburg: Erneut schliefen am Salzburger Bahnhof mehr als 1 000 Flüchtlinge in der Parkgarage. Zudem verbrachten rund 400 Flüchtlinge die Nacht in einem bereitgestellten Zug. Am Vormittag meldet die Stadt Salzburg eben in einer Presseaussendung, dass sich sich um 10 Uhr etwa 2 000 Flüchtlinge am Bahnhof aufhalten. Die Deutsche Bahn hat den Bahnverkehr von Salzburg Richtung Bayern eingestellt. Gleichzeitig nimmt der Zustrom mit Taxis, Bussen, Schleusern etc zu. Das Notquartier in der Straniakstraße in Kasern wird seitens der Flüchtlinge nicht angenommen, sie hoffen auf Züge Richtung Deutschland und wollen im Bahnhofsbereich bleiben. Ein neuer Not-Stützpunkt in der früheren Autobahnmeisterei in Liefering soll nun den Hauptbahnhof entlasten. Dort stehen 600 Plätze zur Verfügung. Gegen 18 Uhr halten sich wieder rund 800 Flüchtlinge im Salzburger Hauptbahnhof auf.
Abends werden es dann an die 700 Flüchtlinge, die auf österreichischer Seite und auf der Brücke über die Saalach an der Grenze zu Freilassing auf ihren Weitertransport in Deutschland warten;
Muslime öffnen Salzburger Moscheen für Flüchtlinge
Österreich: Österreich hatte heute um 07:00 Uhr mit Grenzkontrollen aufgrund des Flüchtlingszustroms begonnen. Die Nacht vom 15. auf 16. September haben 13 000 Flüchtlinge in organisierten und betreuten Quartieren in Österreich verbracht.
Deutschland: In der Nacht wieder 720 Flüchtlinge im Freilassinger Notquartier. Die meisten Flüchtlinge, die den Salzburger Bahnhof verlassen, haben den Grenzübergang Freilassing als nächste Zwischenstation. Nach Angaben der Bundespolizei haben bis zum Nachmittag wohl 600 Menschen die Brücke über die Saalach überquert.
Ungarn: Nach dem Inkrafttreten verschärfter Einwanderungsregeln hat die ungarische Polizei am Mittwoch eine erste Bilanz gezogen: Demnach wurden am Dienstag 367 Flüchtlinge bei dem Versuch festgenommen, die Grenze nach Ungarn zu überwinden. Ein ungarisches Strafgericht hat zum ersten Mal einen Flüchtling verurteilt, weil er die Sperranlage an der Grenze zu Serbien überwunden hatte. Das Urteil lautete auf Landesverweis für ein Jahr mit sofortiger Wirkung. Der Iraker gab in der 80-minütigen Verhandlung am Mittwoch an, nicht gewusst zu haben, dass das Übersteigen des Zauns ein Verbrechen sei, berichtete die Internet-Zeitung „index.hu“. Die ungarische Polizei hat an der serbischen Grenze bei Röszke Tränengas gegen Flüchtlinge eingesetzt. Zuvor hätten am Mittwoch mehrere Hundert Menschen Polizisten mit Gegenständen beworfen und das Grenztor eingedrückt, berichtete die ungarische Nachrichtenagentur MTI.
International: Glückliches Ende einer traurigen Flucht: Ein syrischer Flüchtling, dem eine TV-Reporterin an der ungarischen Grenze vor laufenden Kameras ein Bein gestellt hatte, als er mit seinem kleinen Sohn auf dem Arm von der Polizei weglief, bekommt in Spanien einen Job. Man werde den Mann einstellen, teilte das Nationale Fußballtrainer-Ausbildungszentrum Cenafe am Mittwoch mit. Der Syrer werde noch am Abend in Spanien eintreffen

15. September, Dienstag

15. September: turbulente Situation am Hauptbahnhof Salzburg
Salzburg: Rund 600 Flüchtlinge übernachteten am Bahnhof Salzburg; 08:25 Uhr: der Nahverkehr zwischen Salzburg und Freilassing bleibt weiterhin unterbrochen. Die S-Bahn fahre zwischen Salzburg Hauptbahnhof und Salzburg Liefering. Die Züge des Nahverkehrs in Bayern fahren der Aussendung zufolge bis Freilassing und von dort wieder retour. Eine durchgehende Fahrt mit Nahverkehrszügen zwischen Freilassing und Salzburg sei derzeit nicht möglich. 1 700 Flüchtlinge verließen Salzburg. 16:21 Uhr: Aufbruchstimmung am Salzburger Hauptbahnhof. Emotionale Szenen spielen sich hier gerade ab. Hunderte Flüchtlinge strömen auf Bahnsteig 7, teils kommen sie über die Gleise angelaufen. Ihr Ziel: ein Zug, bereitgestellt für die Reise nach Deutschland.
„Gemma Flüchtlinge am Bahnhof schaun“. Am Salzburger Hauptbahnhof macht sich mittlerweile auch eine Art „Katastrophentourismus“ breit. Schaulustige kommen eigens zum Bahnhof, zücken ihr Handy und fotografieren die Menge oder machen gar Selfies.
Österreich: 1 500 waren in den frühen Morgenstunden seit Mitternacht in Nickelsdorf eingetroffen, rund 4 500 Flüchtlinge waren mit der ÖBB über den Salzburger Hauptbahnhof nach Deutschland weitergereist. Mehr als 6 000 Flüchtlinge haben die Nacht auf Dienstag in Wien verbracht. Am Westbahnhof befanden sich im Laufe dieses Tages mehr als 4 000 Migranten, am Hauptbahnhof waren es mehr als 1 000.
In der Nacht auf Dienstag gab es laut Innenministeriums rund 20 000 Quartiere in ganz Österreich. Alleine am Montag waren aber etwa 19 700 Flüchtlinge nach Österreich gekommen, am Dienstag bis zu Mittag 4 000, wobei eine “größere Zahl erwartbar” sei. “Wir haben eine krisenhafte Situation”, so der BMI-Sprecher.
Deutschland: Am Münchner Hauptbahnhof sind am Dienstag etwa 1 400 Flüchtlinge angekommen – deutlich weniger als in den Tagen zuvor.
Ungarn: Nachdem Ungarn am 14. September abends das letzte Schlupfloch in seinem 175 Kilometer Grenzzaun bei Röszke geschlossen hatte, traf am Dienstagmorgen nach Beobachtungen eines Reporters der Deutschen Presse-Agentur (dpa) kein Flüchtling mehr an dieser Stelle ein.
Am Dienstag, 15. September, fand ein Treffen zwischen der deutschen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem österreichischen Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) in Berlin statt:
Faymann zu Merkel: “Diskutieren wir jetzt oder helfen wir den Menschen? Geben wir ihnen etwas zu essen und versorgen sie medizinisch. Ich bin sehr dankbar, dass du bei dieser Entscheidung nicht zögerlich warst. Nein, es war eine Entscheidung zu sagen: Wir lassen diese Leute nicht im Stich. Wissend, dass wir wieder einen Normalbetrieb aufnehmen müssen. Es soll niemand sein Leben verlieren auf der Suche nach Schutz.
Dieses Problem kann nur gesamteuropäisch gelöst werden”, sagt Merkel.

14. September, Montag

Schulbeginn im Bundesland Salzburg

Salzburg: Mehr als 1 000 Flüchtlinge haben die Nacht in der Salzburger Bahnhofsgarage verbracht. Geschäftsführerin Sabine Kornberger vom Roten Kreuz erklärt: “950 Flüchtlinge haben die der Nacht in der Garage verbracht. 62 Menschen brauchten medizinische Hilfsleistungen, 15 wurden in ein Krankenhaus gebracht.” 70 Helfer des Roten Kreuzes seien im Einsatz.
Rund 500 Personen haben wegen des stockenden Zugverkehrs nach Deutschland den Bahnhof zu Fuß oder mit anderen Transportmöglichkeiten verlassen, heißt es seitens der Polizei. Die Höchstzahl von Flüchtlingen, die sich am Montag am Salzburger Hauptbahnhof befanden, lag laut Polizei-Sprecher Michael Rausch bei 2 200, berichtet die APA.
An Salzburgs Grenzen zu Deutschland wird der Stau immer länger. Von Freilassing reicht er bis ins Stadtgebiet, die Wartezeit beträgt derzeit rund eine Stunde. Vom Walserberg auf der Tauernautobahn (A10) reicht der Stau bis Salzburg Süd und auf der Westautobahn (A1) bis zur Ausfahrt Salzburg West. Kontrolliert werden derzeit in Freilassing nicht die Reisepässe von allen Fahrern. Vor allem Kastenwägen und Taxis werden zur Seite gewunken.
Österreich: Im Laufe des Montags waren laut einem Vertreter des Einsatzstabes der Polizei im Burgenland insgesamt 19 736 Flüchtlinge aufgegriffen worden. In den Abendstunden ab 18:00 Uhr hätten bis zu 6 000 Personen von Ungarn aus die Grenze passiert, hieß es auf Anfrage am Montagabend. Rund 1 000 Flüchtlinge haben die Nacht auf Dienstag im Notquartier in einem ehemaligen Einkaufszentrum in Graz-Straßgang verbracht. In Traiskirchen haben Flüchtlinge am Montag etwa 200 Asylanträge gestellt. Das überfordere die Infrastruktur in der Erstaufnahmestelle, teilte Markus Haindl von der Landespolizeidirektion Nö mit.
Österreich führte am Montag temporäre Grenzkontrollen ein, Übersicht der Notunterkünfte in Österreich siehe hier.
Deutschland: Der Zugverkehr von Salzburg nach Deutschland ist am Montagnachmittag praktisch zum Stillstand gekommen.
Ungarn: Aus Ungarn kamen seit Sonntag 00.00 Uhr mehr als 16 600 Menschen im Burgenland an. Am frühen Nachmittag wird bekannt, dass die ungarischen Behörden offenbar rund 8 000 Flüchtlinge direkt von der Südgrenze nach Hegyeshalom nahe der österreichischen Grenze gebracht haben.

13. September, Sonntag

13. September: Deutschland schließt Grenzen für Flüchtlinge
Salzburg: knapp 1 000 Flüchtlinge sind von Sonntag auf Montag im Notquartier in der Salzburger Bahnhofparkgarage untergebracht.
Österreich: Insgesamt sind am Sonntag bisher 7 000 Flüchtlingen, von Ungarn kommend, am Wiener Westbahnhof eingetroffen. In Nickelsdorf warteten am Sonntagabend nach Schätzungen der Polizei noch bis zu 2 500 Flüchtlinge auf die Weiterfahrt mit Bussen. Am Sonntag waren 15 000 Migranten nach Österreich eingereist.
Deutschland: Deutschland führt Grenzkontrollen ein. Kurz nach 21 Uhr begannen die deutschen Behörden mit verschärften Kontrollen an den Grenzen zu Österreich. Die Deutsche Bahn hat den Zugverkehr von und nach Österreich bis Montagmorgen um 06:00 Uhr eingestellt. Rund 4 500 neue Flüchtlinge sind am Sonntag bis zum späten Nachmittag am Münchner Hauptbahnhof angekommen.

12. September, Samstag

Salzburg: Knapp 1 000 Flüchtlinge verbrachten die Nacht von Freitag auf Samstag erstmals in der Salzburger Bahnhofsgarage.
Österreich: Das Österreichische Bundesheer stellt 21 Busse für Flüchtlingstransport bereit, mit denen bis zu 1 300 Personen gleichzeitig bewegt werden können.

11. September, Freitag

Österreich: In der Nacht auf Freitag sind über den Grenzübergang Nickelsdorf im Burgenland erneut 3670 Flüchtlinge eingereist. Insgesamt erreichten seit Montag, 7. September, damit bereits rund 16 000 Flüchtlinge Nickelsdorf. Am Freitag sind wieder 3 000 Flüchtlinge mit Bussen aus dem burgenländischen Nickelsdorf weggebracht worden.

10. September, Donnerstag

10. September: Bilder vom Salzburger Hauptbahnhof
Salzburg: Die Zahl der Migranten, die seit Samstag, 5. September, in der Landeshauptstadt Salzburg eintrafen, erreichte rund 40 000. Rund 650 Flüchtlinge haben die Nacht auf Donnerstag am Salzburger Hauptbahnhof verbracht, weil sie auf die ersten Züge Richtung München warten mussten.
Österreich: Nach Angaben der Polizei befanden sich bis zu 4 000 Flüchtlinge am Wiener Westbahnhof. In Nickelsdorf wurden bis zu 5 000 Flüchtlinge aus Ungarn erwartet.
Ungarn: Eine ungarische Kamerafrau hat nahe der Grenze zu Serbien Flüchtlinge getreten und damit Entsetzen ausgelöst.

9. September, Mittwoch

9. September: mit dem Zug um 22:52 sind ca 750 Personen angekommen
Salzburg: Nachdem es in den vergangenen Nächten am Salzburger Hauptbahnhof ruhig zuging, waren die Helfer in der Nacht auf Mittwoch erneut gefordert. 450 Flüchtlinge strandeten am Dienstagabend kurz vor Mitternacht in Salzburg. Sie wurden von knapp 30 Mitarbeitern des Roten Kreuzes versorgt. Auch die Caritas und zahlreiche freiwillige Helfer waren im Einsatz. Für 150 Menschen konnten Betten aufgestellt werden. Die ÖBB stellten zudem eine Zuggarnitur zum Übernachten zur Verfügung. Viele Flüchtlinge schliefen allerdings am Boden in Decken gehüllt, bis sie in den frühen Morgenstunden nach Deutschland weiterreisen konnten.
"Der Einsatz kam für uns überraschend und sehr kurzfristig. Dass so viele Flüchtlinge in Salzburg bleiben müssen, hat sich erst gegen 22:30 Uhr herauskristallisiert", sagte Einsatzleiter Robert Oberascher vom Roten Kreuz. Die Menschen wurden mit Getränken und Essen versorgt. "Sie werden aber auch schon an den vorigen Stationen, etwa in Wien, gut versorgt. Die Situation der Menschen ist also nicht mehr ganz so dramatisch wie vor einer Woche." 35 Flüchtlinge mussten medizinisch behandelt werden.

8. September, Dienstag

Salzburg: Am Dienstag hätten etwa 5 600 Personen den Salzburger Hauptbahnhof in Richtung Deutschland passiert.
3 800 Personen befinden sich in der größten Bundesbetreuungsstelle des Landes bzw. am angrenzenden Areal der Polizei-Akademie. Nur für gut 2 100 gibt es Schlafplätze. 1 500 sind in Zelten untergebracht, der Rest muss sich unter freiem Himmel durchschlagen.
Österreich: Grenzen bleiben offen: Österreich lässt Flüchtlinge passieren. 7 000 Flüchtlinge sind von Montag früh bis Dienstag früh durch Wien gereist. So gut wie alle sind laut Polizeiangaben weitergefahren.
Deutschland: Rund 20 000 Migranten vor allem aus den nahöstlichen Krisenregionen kamen am Samstag und Sonntag aus Ungarn über Österreich in die bayrische Landeshauptstadt. Am Montag trafen abermals rund 5 000 Flüchtlinge mit Sonderzügen aus Österreich in München ein.

7. September, Montag

Salzburg: Am Salzburger Hauptbahnhof, den am vergangenen Wochenende nach Schätzungen rund 20 000 Flüchtlinge Richtung München passiert haben, herrscht seit Montagvormittag wieder Regelbetrieb.

6. September, Sonntag

Salzburg: Die ÖBB haben die Zahl der am Sonntag durchgereisten Flüchtlinge mit mehr als 13 000 beziffert. Erst jüngst in Salzburg aufgenommen Asylwerber halfen am Salzburger Hauptbahnhof bei der Betreuung ihrer Leidensgenossen mit. Das Rote Kreuz hat nach eigenen Angaben in den Nachtstunden auf Montag rund 60 Flüchtlinge betreut, 35 davon benötigten auch medizinische Hilfe, eine Person wurde zur Behandlung in ein Spital gebracht. 25 Flüchtlinge verließen den Zug und schliefen für einige Stunden in einem der 175 aufgestellten Betten.
Österreich: Am Wochenende haben insgesamt 15 000 aus Ungarn kommende Flüchtlinge die Grenze nach Österreich passiert. Ein Großteil davon ist bereits nach Deutschland weitergereist. Lediglich 90 Personen davon haben nach Angaben der "Zeit im Bild" einen Asylantrag gestellt.
Rund 900 Flüchtlinge haben die Nacht auf Montag in Bahnhöfen und Zügen der ÖBB verbracht. "Etwa 100 Personen schliefen am Wiener Hauptbahnhof und 200 in Zügen am Salzburger Hauptbahnhof", sagte ÖBB-Sprecher Michael Braun. Vom Wiener Westbahnhof, wo 600 Flüchtlinge im Notquartier übernachteten, fuhr um 09:40 Uhr ein Sonderzug ab. Zwischen Wien und Budapest gab es wieder regulären Zugverkehr.

5. September, Samstag

Österreich: Am Samstag waren nach Polizeiangaben 8 500 Flüchtlinge auf den großen Wiener Bahnhöfen eingetroffen, 7 500 reisten Richtung Deutschland weiter. Am späten Sonntagvormittag befanden sich noch 800 Flüchtlinge auf dem Westbahnhof.

2. September

Im Internet-Medium Salzburg24 fragt jemand, wer den Müll auf Bildern im Netz wegräumen wird, ein anderer sorgt sich um "unser" Sozialsystem (nicht um Menschen), und wieder ein anderer weiß, dass die Kosten für die ‪‎Flüchtlinge‬ in Österreich die arbeitende Bevölkerung in Form von Steuern bezahlt und nicht die Flüchtlinge (sic!) und schließlich gibt es jemanden, der weiß, dass "wir uns so viele Flüchtlinge einfach nicht leisten" können; dehydrierte, unterzuckerte Menschen, Kinder mit offenen Wunden, schwangere Frauen bedrohen "unsere Ordnung"?

Details der anderen Monate

Quellen

  • Quelle derstandard.at
  • siehe http://www.salzburg.com www.salzburg.com]