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Franz Sampl

Ök.-Rat Franz Sampl (* 3. Mai 1923; † 24. Juni 2009) war ein Salzburger ÖVP-Politiker, insbesondere Landtagsabgeordneter sowie Bürgermeister der Marktgemeinde St. Michael im Lungau.

Leben

Franz Sampl war das zweites von sieben Kindern des Peterbauern am St. Martiner Berg.

Nach der Rückkehr aus dem Zweiten Weltkrieg und der Kriegsgefangenschaft übernahm Franz Sampl bereits im Jahr 1946 im Alter von 23 Jahren den väterlichen Bergbauernhof. Den elterlichen Betrieb hatte dieser zu einem Musterbetrieb ausgebaut.

Franz Sampl gehörte ab 1955 der Gemeindevertretung von St. Michael an. Von 1969 bis 1974 und von 1984 bis 1991 war er Vizebürgermeister, von 1974 bis 1982 Gemeinderat und von 1982 bis 1984 Bürgermeister der Marktgemeinde.

Sein Weg war geprägt von Offenheit für Erneuerungen und neue Entwicklungen in der Landwirtschaft, aber auch im Tourismus; so etwa bei der Entwicklung der Schiregion Speiereck-Großeck. Zwischen 1974 und 1982 hatte Franz Sampl als Gemeinderat an zukunftsweisenden Projekten wie dem Bau des Speiereckliftes und des heutigen Schwimmbades maßgeblichen Anteil. Um anlässlich der Eröffnung des Schwimmbades einige Tempi schwimmen zu können, ließ er es sich nicht nehmen, noch im Alter von fast 60 Jahren das Schwimmen zu erlernen.

Die Amtszeit als Bürgermeister teilte er (1982–1984) sich mit Reinfried Pichler (1979–1982) von der FPÖ. Anschließend bekleidete er wieder das Amt des Vizebürgermeisters. Zu seinen größten Erfolgen zählt neben der Errichtung zahlreicher Güterwege die mit großem persönlichem Einsatz betriebene Ansiedlung der Hapimag und der Fa. KACO Dichtungstechnik GesmbH. Mit der ungewöhnlichen, aber gelungenen Enteignung des Bundes für den Bau der Gerichtsstraße bahnte er der Ortserneuerung den Weg.

Von 1974 bis 1979 war Sampl Abgeordneter zum Salzburger Landtag.

Neben zahlreichen Funktionen in Genossenschaften, der bäuerlichen Selbstverwaltung und der Sozialversicherung war Franz Sampl von 1965 bis 1990 Obmann der Bezirksbauernkammer des Lungaus.

Sampl erwarb sich Verdienste insbesondere um den Tourismus wie auch um die heimische Landwirtschaft. Die Marktgemeinde dankte ihm seine Leistungen durch Verleihung der Ehrenbürgerschaft (am 10. März 1992) und ihres Ehrenringes (am 28. April 1986). Er war weiters Ehrenobmann des Kameradschaftsbundes und Träger verschiedener hoher Auszeichnungen.

Franz Sampl war 57 Jahre lang mit seiner Gattin Hermine, geborener Pichler, verheiratet. Dieser Ehe entstammen sieben Kinder und 14 Enkel. Der jüngste Sohn Ing. Manfred Sampl wurde ebenfalls Bürgermeister seiner Heimatgemeinde.

Quellen

Zeitfolge