Heiß

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Grabstein des Leonhart Hayß, gest. am 25.8.1558, Kirche St. Martin
Wappen der Familie Heiß, verliehen an Leonhart Hayß, 1532

Die Heiß waren ein altes Kärntner Adelsgeschlecht, welches in enger Verwandtschaft zum Geschlecht der Kuenburger stand. Ihr Stammsitz war im Gailtal.

Geschichte

Aus Kärnten abstammend ist die Familie im Lungau bereits im Jahr 1423 urkundlich nachweisbar. Als Begründer des Stammsitzes im Lungau gilt Andreas Hews, welcher sich 1474 in St. Martin ansiedelte. Das Anwesen blieb über vier Jahrhunderte im Besitz der Familie.

1532 wurde dem Leonhart Hayss, Bürger und Zechner von St. Martin und Marktrichter von St. Michael im Lungau von Kaiser Karl V. ein Wappen verliehen.

Am 28. und 29. Oktober 1611 begleitete der Richter von St. Michael, Wilhelm Heyß, mit 16 Knechten als Bedeckung, die von Fürsterzbischof Wolf Dietrich auf der Flucht in Schloss Moosham zurückgelassenen, mit Gütern und Kostbarkeiten beladenen sechs Wagen über den Tauern und liefert sie samt den versiegelten Schlüsseln dem Pfleger in Radstadt zum Weitertransport ab.

Die Heiß waren u. a. als Gewerken tätig und über mehrere Generationen hinweg Besitzer eines Zehenthofes in St. Martin. 1621 scheint Wilhelm Heiß als Pflegeverwalter im Lavanttal und auf Schloss Moosham auf. Johann Georgius Heiss war um 1690 Regens des Priesterhauses in Salzburg und Stiftsprobst des Kollegiatstiftes Seekirchen.

1730 wurde Johann Andreas Heiß in den Adelsstand erhoben.

2017 sind im Lungau noch vier Familien mit dem Namen Heiß als Nachkommen ansässig. Das Heihsgut in St. Martin im Lungau steht unter Denkmalschutz und wurde 1975 renoviert. Es befindet sich im Besitz der Familie Plöchl.

Wappenbeschreibung

Weißer oder silberfarbener Schild. Darin ein dreifacher blauer oder lasurfarbener Bühel. Im ganzen Schild aufrecht stehend ein Mann mit gelbem oder goldfarbenem Haar mit schwarzen Schuhen in roten Hosen mit kurzem Wappenrock. In der rechten Hand über sich haltend ein Windlicht mit brennenden Flammen. Auf dem Schild ein Stechhelm mit Helmdecken und darauf der Oberkörper des beschriebenen Mannes.

Quellen