Hofstallgasse

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Bild
Hofstallgasse.jpg
Hofstallgasse
Länge: ca. 100 m
Startpunkt: Max-Reinhardt-Platz
Endpunkt: Herbert-von-Karajan-Platz
Karte: Googlemaps
Nächtlicher Blick in der Salzburger Altstadt im Festspielbezirk von links auf die Hofstallgasse, die Alte Universität mit dem ehemaligen Botanischen Garten und davor der Max-Reinhardt-Platz.
Nächtlicher Blick in der Salzburger Altstadt im Festspielbezirk in die Hofstallgasse an einem Abend, an dem Aufführungen der Salzburger Festspiele stattfanden.
Das Große Festspielhaus und die Hofstallgasse

Die Hofstallgasse ist eine Straße in der Salzburger Altstadt im Festspielbezirk.

Name

Benannt wurde die Straße nach dem an dieser Gasse ehemals gestandenen Hofmarstall (Hofstall), erbaut 1607 durch Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau. Heute befindet sich darin das Große Festspielhaus.

Verlauf

Die Hofstallgasse ist knapp 100 Meter lang und verbindet den Max-Reinhardt-Platz mit dem Herbert-von-Karajan-Platz. Seit dem Mozartjahr 2006 ist sie goldfarben asphaltiert, was besonders im ersten Jahr für große Aufregung sorgte.

Gebäude

An der Hofstallgasse befindet sich gegenüber dem Großen Festspielhaus auch noch das Gebäude der Alten Universität mit dem Sacellum sowie Universitätsbibliothek und der Aula Academica der Universität Salzburg.

Gelber Asphalt

Für das Mozartjahr 2006 sollte die Hofstallgasse in der Salzburger Altstadt neu gestaltet werden. Nach Plänen des Architekturbüros "one room" wurde der Straßenbelag mit dem honigfarbenen Splitt-Mastix-Belag erneuert. Ein gelber Asphalt mit schräg querenden Lichtkanälen sollten die Straße zu einem besonderen Erlebnis werden lassen. Was sie dann wurde, jedoch nicht in jene Richtung, wie gewünscht. Fast 900.000 Euro hatte die Stadt für den neuen Belag ausgegeben. Die gelbe Farbe war allerdings damals schon nach nur ein paar Wochen weg.

Zudem wurde dieser Teil der Hofstallgasse zur Bremsteststrecke aller Arten von Fahrzeugen, was deutliche Abriebspuren auf dem (noch) gelben Belag hinterließ. Auch die Fiaker wurden als Verunreiniger identifiziert, die Hufe sollten mit Säcken eingebunden werden und andere Ideen tauchten auf. Die Stadt stritt mit der deutschen Herstellerfirma um die Reparatur des Belages. Damals war ein falsche Bindemittel verwendet worden, der Belag war zu weich geraten.

Nach den Festspielen 2010 begannen die Reparaturarbeiten. Die Bayrischen Asphaltwerke in München waren zuversichtlich, diesmal die richtige Rezeptur erwischt zu haben und garantierten für 20 Jahre Gelb. Die Kosten für die Belagsreparatur von rund 130.000 Euro trug die ausführende Baufirma. Die Diskussion, die Fiaker von der Hofstallgasse fernzuhalten, brandete neu auf.

Die defektanfälligen Lichtkanäle wurden schließlich abgedeckt und stellen heute lediglich Gestaltungselemente im Boden dar.

2011 wurde bekannt, dass mit dem Belag aus Hofstallgasse auch der Max-Reinhardt-Platz versehen werden soll. 2012 wurde auch er mit gelbem Asphalt überzogen. Damit war die Gestaltung des Festspielbezirks endlich abgeschlossen. Defektanfällige Lichtbänder wie in der Hofstallgasse gab es nicht mehr. Anstelle dessen sollte ein Teil des Almkanals freigelegt und durch einen Brunnen sichtbar werden.

Bilder

 Hofstallgasse – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Quellen

Magistrat Stadt Salzburg

Fußnoten