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Hofstallgasse

Bild
Hofstallgasse.jpg
Hofstallgasse
Länge: ca. 130 m
Startpunkt: Max-Reinhardt-Platz
Endpunkt: Herbert-von-Karajan-Platz
Karte: Googlemaps
Nächtlicher Blick in der Salzburger Altstadt im Festspielbezirk von links auf die Hofstallgasse, die Alte Universität mit dem ehemaligen Botanischen Garten und davor der Max-Reinhardt-Platz.
Nächtlicher Blick in der Salzburger Altstadt im Festspielbezirk in die Hofstallgasse an einem Abend, an dem Aufführungen der Salzburger Festspiele stattfanden.
Das Große Festspielhaus und die Hofstallgasse

Die Hofstallgasse ist eine Straße in der Salzburger Altstadt im Festspielbezirk.

Inhaltsverzeichnis

Name

Benannt wurde die Straße nach dem an dieser Gasse ehemals gestandenen Hofmarstall (Hofstall), erbaut 1607 durch Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau. Heute befindet sich darin das Große Festspielhaus.

Verlauf

Die Hofstallgasse verbindet den Max-Reinhardt-Platz mit dem Herbert-von-Karajan-Platz und ist 130 Meter lang.[1]

Geschichte

Die Hofstallgasse war von Santino Solari, dem Baumeister Wolf Dietrichs, projektiert worden. Die Straße wurde architektonisch so angelegt, dass die Stiftskirche St. Peter und die Festung Hohensalzburg in einer Blickachse zu sehen sind. Es ist also kein Zufall, dass die Hofstallgasse genau auf diese Gebäude hin orientiert ist.[2]

1811 war die Hofstallgasse mit einer Allee aus etwa 40 Bäumen begrünt.[3]

Gebäude

An der Hofstallgasse befindet sich gegenüber dem Großen Festspielhaus auch noch das Gebäude der Alten Universität mit dem Sacellum, der Universitätsbibliothek und der Aula Academica der Universität Salzburg.

einst gelber Asphalt

Im Mozartjahr 2006 wurde der Straßenbelag goldfarben gestaltet, was zuerst für große Aufregung sorgte. Nach Plänen des Architekturbüros "one room" wurde der Straßenbelag mit dem honigfarbenen Splitt-Mastix-Belag erneuert. Ein gelber Asphalt mit schräg querenden Lichtkanälen sollten die Straße zu einem besonderen Erlebnis werden lassen. Was sie dann wurde, jedoch nicht in jene Richtung, wie gewünscht. Fast 900.000 Euro hatte die Stadt für den neuen Belag ausgegeben. Die gelbe Farbe war allerdings damals schon nach nur ein paar Wochen weg.

Zudem wurde dieser Teil der Hofstallgasse zur Bremsteststrecke aller Arten von Fahrzeugen, was deutliche Abriebspuren auf dem (noch) gelben Belag hinterließ. Auch die Fiaker wurden als Verunreiniger identifiziert, die Hufe sollten mit Säcken eingebunden werden und andere Ideen tauchten auf. Die Stadt stritt mit der deutschen Herstellerfirma um die Reparatur des Belages. Damals war ein falsche Bindemittel verwendet worden, der Belag war zu weich geraten.

Nach den Festspielen 2010 begannen die Reparaturarbeiten. Die Bayrischen Asphaltwerke in München waren zuversichtlich, diesmal die richtige Rezeptur erwischt zu haben und garantierten für 20 Jahre Gelb. Die Kosten für die Belagsreparatur von rund 130.000 Euro trug die ausführende Baufirma. Die Diskussion, die Fiaker von der Hofstallgasse fernzuhalten, brandete neu auf. Die defektanfälligen Lichtkanäle wurden schließlich abgedeckt und stellen heute lediglich Gestaltungselemente im Boden dar. 2011 wurde bekannt, dass mit dem Belag aus Hofstallgasse auch der Max-Reinhardt-Platz versehen werden soll. 2012 wurde auch er mit gelbem Asphalt überzogen. Damit war die Gestaltung des Festspielbezirks abgeschlossen. Defektanfällige Lichtbänder wie in der Hofstallgasse gab es nicht mehr. Anstelle dessen sollte ein Teil des Almkanals freigelegt und durch einen Brunnen sichtbar werden. Der einst gelbe Asphalt ist heute aber als solcher nicht mehr erkennbar.

Bilder

  Hofstallgasse – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Quellen

Magistrat Stadt Salzburg

Einzelnachweise

  1. lt. digitalem Stadtplan von Salzburg
  2. ANNO, Salzburger Volksblatt, 16. Jänner 1937, Seite 10]
  3. daten.digitale-sammlungen.de, Ludwig Grenier in einem Plan von Salzburg, 1811