Salzburger Festspielhäuser

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Festspielhäuser am Max-Reinhardt-Platz

Es gibt zwei Salzburger Festspielhäuser im Festspielbezirk in der Altstadt von Salzburg:

Nicht als Festspielhaus zählt die Felsenreitschule, die ein Veranstaltungsort ist.

Geschichte

Es dauerte gut ein halbes Jahrhundert bis man sich nach dem Tod von Wolfgang Amadé Mozart doch seiner Größe erinnerte und am 2. September 1842 ein Denkmal an ihn am Mozartplatz enthüllte. Um 1900 fanden dann die ersten festlichen Mozartopern in der Stadt Salzburg statt. Zwar gab es bereits das Salzburger Landestheater, jedoch fehlte ein geeigneter Veranstaltungsort für Konzerte.

Erst in den Wintermonaten 1924/25 begann man nach Entwürfen vom Architekten Eduard Hütter die große gedeckte Reitschule für Festspielzwecke umzubauen. Am 13. August 1925 war es dann endlich soweit: das so genannte Kleine Festspielhaus wurde mit Hugo von Hofmannsthals Drama Das Salzburger Große Welttheater eröffnet. Schon im nächsten Jahr wurde es von Clemens Holzmeister für 1.200 Zuschauer erweitert.

Auch der zweite Umbau, 1937, wurde von Holzmeister geleitet. Dabei wurde der Festspielraum um 180° Grad gedreht und das Bühnenhaus kam auf der Seite vom Toscanini-Hof. Nunmehr fanden 1.682 Zuschauer Platz.

Noch vor dem Zweiten Weltkrieg fand 1939 ein neuerlicher Umbau von Benno von Arent statt. Dann war Pause bis 1953. Man begann mit der Planung eines Festspielhaus-Neubaues auf dem Boden des alten Marstalles. Am 24. August 1955 erklärte Festspielpräsident Heinrich Puthon, dass für ein neues Festspielhaus nur die Planung von Architekt Clemens Holzmeister mit dem Standort an der Hofstallgasse in Frage komme. 1956 begannen die Planungen und im Herbst des gleichen Jahres auch die Bauarbeiten.

Am 26. Juli 1960 fand dann die Eröffnung des neuen Großen Festspielhauses durch den österreichischen Bundespräsidenten Dr. Adolf Schärf statt. Nun konnte man auch wieder an eine Modernisierung des Kleinen Festspielhauses denken. Es wurde am 29. Juli 1963 mit Mozarts Oper Figaros Hochzeit seiner Bestimmung übergeben.

Die letzte Erneuerung fand dann zum großen Mozart-Jubiläumsjahr statt und aus dem Kleinen Festspielhaus wurde das Haus für Mozart, das am 25. Juni 2006 der Öffentlichtkeit vorgestellt wurde.

Quellen

Lehrerarbeitsgemeinschaft am Pädagogischen Institut Salzburg unter der Leitung von Josef Hübl: Heimatkunde Stadt Salzburg, Salzburger Druckerei, Ausgabe Mai 1974

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