Landeskrippenverband Salzburg

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Der Landeskrippenverband Salzburg wurde 1916 gegründet.

Allgemeines

2016 bestand er aus 13 Ortsvereinen und 800 Mitgliedern, davon rund die Hälfte Frauen. Die Ortsvereine bestehen in Bad Vigaun, Bruck an der Glocknerstraße, Großarl, Grödig, Großgmain, Kuchl, Lofer, Saalfelden am Steinernen Meer, Seeham, Seekirchen am Wallersee, Uttendorf, N.N. un N.N.

Als Obmann des Landeskrippenverbandes Salzburg fungiert Günther Hopfgartner, als 1. Obmann-Stellvertreter Rupert Beran.

Der Landeskrippenverband betreibt auch eine Krippenbauschule, in der man sich innerhalb von vier Jahren zum Krippenbaumeister ausbilden lassen kann. Hier werden sowohl der alpenländische als auch der orientalische Krippenbaustil gelehrt.

Stadtkrippe von Prof. Bernhard Prähauser

Landeskrippe/Stadtkrippe

Der Salzburger Landeskrippenverband ist im Besitz eines beeindruckenden Meisterwerks. Nämlich der Stadtkrippe, welche von Prof. Bernhard Prähauser geschaffen wurde.

Die Stadtkrippe wurde bis 2004 jährlich im Advent in der Salzburger Innenstadt, seit 2004 wird sie in den Gemeinden der Ortsvereine aufgestellt. 2007 wurde sie zum 10-Jahre-Jubiläum des Krippenbauvereins Kuchl im Ortszentrum aufgestellt.

2016 Jubiläumsausstellung zu 100 Jahre Landeskrippenverband Salzburg

Der Landeskrippenverband Salzburg feierte 2016 mit einer Jubiläumsausstellung sein 100-jähriges Bestehen. Bei der Ausstellung werden mehr als 60 Krippen aus allen Salzburger Bezirken gezeigt.

"Besonders in der Volkskunst hat die Darstellung des weihnachtlichen Heilsgeschehens in Gestalt der Krippe schon seit vielen Jahrhunderten zu vielfältigen Kombinationen aus religiösen Inhalten und der jeweiligen bürgerlichen oder bäuerlichen Alltagskultur geführt", sagte Landeshauptmann Wilfried Haslauer am 26. November 2016, bei der Eröffnung der Jubiläumssaustellung im Franziskanerkloster in Salzburg. "Die Mitglieder der verschiedenen Salzburger Krippenbauvereine bemühen sich heute mit großem Engagement darum, das Kulturgut des alpenländischen Krippenbaus lebendig zu erhalten und dieses an nachkommende Generationen weiterzugeben. Durch die Arbeit in den Krippenbauschulen wurde der Krippenbau auf ein sehr hohes Niveau gehoben", so Landeshauptmann Haslauer, der sich stellvertretend für alle Krippenverbandsmitglieder bei Günther Hopfgartner, Obmann des Landeskrippenverbandes Salzburg, bedankte und zum Jubiläum gratulierte.

"Geborgenheit, Gemeinsamkeit, Miteinander, Glaube, christliche Tradition und Heimatverbundenheit begleiten die Krippenbauer ebenso wie die vielen Facetten, die uns die Natur zeigt. Wer Krippen baut, betrachtet die Natur aus einem ganz anderen Blickwinkel. Zudem ist jede Krippe ein Unikat und oft verbunden mit Erinnerungen", so Hopfgartner, der auch darauf hinweist, dass Krippenbaukurse in allen Bezirken und auch spezielle Kurse für Kinder und Jugendliche stattfinden.

"Kindern und Jugendlichen macht das Arbeiten mit unterschiedlichen Materialien und in der Gemeinschaft enormen Spaß. Es fördert nicht nur das handwerkliche Geschick und Wissen, sondern auch das Miteinander", ist der Obmann des Landeskrippenverbands überzeugt.

Geschichte

Salzburg gehört neben Tirol, Oberösterreich und Bayern zu den klassischen Krippenländern Mitteleuropas. Erste Nachweise des Krippenbaus in Salzburg gehen auf das Jahr 1615 zurück. Hier wird erstmals ein Krippenbestand für das Kloster der Benediktinerinnen am Nonnberg belegt. Der Krippenbau verbreitete sich anschließend im 17. und 18. Jahrhundert in den Klöstern. Von 1782 bis 1804 unter Joseph II. waren Krippen in der Öffentlichkeit verboten. Seit dem 19. Jahrhundert wuchs der Stellenwert des Krippenbaus bis heute stetig an. Viele Salzburger Krippenbauer erreichten große Bekanntheit, allen voran der Saalfeldner Xandi Schläffer, Theodor Pfitzer, Josef Klampfer, Hannes Rabitsch oder Bernhard Prähauser.

Jubiläumsausstellung 2016

Die Jubiläumsausstellung zu 100 Jahre Landeskrippenverband kann im Franziskanerkloster, Franziskanergasse 5 a, Salzburg, jeweils von Donnerstag bis Sonntag von 14.00 bis 19.00 Uhr bis 8. Jänner 2017 bei besichtigt werden. Der Eintritt ist kostenlos.

Weblinks

Quelle