Ludwig Ritter von Köchel

Aus Salzburgwiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ludwig Ritter von Köchel (* 14. Jänner 1800 in Stein an der Donau, Niederösterreich; † 3. Juni 1877 in Wien) war Musikschriftsteller, Jurist und Naturforscher.

Leben

Köchel wirkte von 1827 bis 1842 als Erzieher der vier Söhne Erzherzog Karls, wurde 1842 geadelt und großzügig abgefunden.

Von 1850 bis 1852 war er als Schulrat in Salzburg tätig.

Anschließend kehrte er nach Wien zurück. Er war finanziell so abgesichert, dass er sich nun ganz seinen privaten Neigungen widmen konnte.

Der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde gehörte Köchel seit deren Gründung im Jahr 1860 als ordentliches Mitglied an; 1867 wurde er zu deren Ehrenmitglied ernannt.

Werke

Köchel-Verzeichnis

Köchel war der Herausgeber des "Chronologisch-thematischen Verzeichnisses sämtlicher Tonwerke Wolfgang Amadé Mozarts", des so genannten "Köchel-Verzeichnisses", im Jahr 1862. 1947 folgten Ergänzungen von Alfred Einstein und eine Neuausgabe. Es gab dann einen weiteren, "kleinen Köchel", den 1951 Hellmut von Hase herausgab.

Sonstige Werke

Köchel erstellte wegweisende Werke über die kaiserliche Hofmusikkapelle in Wien 1869.

Daneben schrieb er auch über den Smaragdbergbau im Habachtal im Pinzgau.

  • Über den Umfang der musikalischen Productivität W. A. Mozarts, in: MGSLK 2, 1861/62, S. 113-121.
  • Die Mineralien Salzburgs (mit geologischer Karte ausgestattet bei Gerold in Wien 1859).
  • Mitwirkung an Anton Eleutherius Sauters „Flora des Herzogthums Salzburg“ (Salzburg 1866 und 1868).
  • Ueber die litterarische Thätigkeit des Carl M. E. Freiherrn v. Moll, in: MGSLK 5 (1865), Anhang.

Weiterführend

Für Informationen zu Ludwig Ritter von Köchel, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema.

Quellen