Margot Opferkuch

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Mag.a[1] Margot Opferkuch (* 3.[2] [oder 7.[3]] November 1931 in Tirol[3]) ist eine Salzburger Unternehmerin.

Leben

Frühe Jahre

Mit 14 kam Margot in das Internat der Ursulinen nach Salzburg.[3] Als Mittelschülerin lernte sie beim Tanzkurs ihren späteren Mann Heinz Opferkuch (* 1930; † 2003) aus der bekannten Textilunternehmerfamilie kennen, den sie im Jahr 1957 heiratete. Dazwischen absolvierte sie in Innsbruck das Studium der Pharmazie.[4]

Gemeinsam mit ihrem Mann führte sie das traditionsreiche Textilhandelsunternehmen Opferkuch in der Salzburger Altstadt;[2] nach dem Tod ihrer Schwiegereltern übernahm sie in der Firma die Personalangelegenheiten[4]. Das Unternehmen wurde im Jahr 1998 aufgelöst[5].

Apothekerin

Margot Opferkuch arbeitete als angestellte Apothekerin in Neumarkt am Wallersee, in Salzburg-Aigen und (zwölf Jahre lang) in der Salvator-Apotheke am Mirabellplatz, bevor sie am 17. Oktober 2012 als mittlerweile 80-Jährige die Apotheke Zur Sonne eröffnete; sie führt diese unter dem Dach des Sanitätshauses Tappe in der Bahnhofstraße in Salzburg-Itzling.[4]

Persönliches

Margot Opferkuch ist Mutter von vier Kindern.[4]

Sie liebt Musik von Franz Schubert und Lyrik von Eduard Mörike.[3]

Lebensmotto: „Ein Tropfen Liebe ist mehr als ein Ozean Verstand.“
„Am wichtigsten im Leben ist Disziplin.“[3]

Vorgestellt: Eine Jungunternehmerin mit 80

Wenige Tage vor dem 81. Geburtstag erfüllt sich Margot Opferkuch ihren Traum von der eigenen Apotheke.

Viele Jahre hat Margot Opferkuch auf diesen Moment gewartet. Die Geduld hat sich gelohnt. Am Mittwoch eröffnet die 80-Jährige die Apotheke Zur Sonne in der Bahnhofstraße in Salzburg-Itzling. Als erste Pharmazeutin in der Stadt Salzburg wird Opferkuch einen Shop-in-Shop mit dem Sanitätshaus Tappe betreiben.

"Ich habe schon vor 13 Jahren die Konzession beantragt, da war ich noch jünger", sagt die gebürtige Tirolerin. Sie habe nie in Erwägung gezogen, in Pension zu gehen. "Ich bin glücklich, dass ich arbeiten kann." In den vergangenen zwölf Jahren tat sie das als Angestellte in der Salvator-Apotheke am Mirabellplatz in der Stadt Salzburg. Davor war sie angestellte Apothekerin in Neumarkt und Salzburg-Aigen.

Reizende Damen und Herren, vor allem solche fortgeschrittenen Alters, habe sie stets als Stammkunden betreuen dürfen, sagt Opferkuch. "Ich mag diesen Beruf deshalb so gern, weil ich die Menschen liebe", erklärt sie. Und deshalb liebe sie auch die Pharmazie. Beratung geht bei ihr weit über das Übliche hinaus. "Zu mir kommen die Menschen auch mit ihren seelischen Nöten."

Die Liebe war der Grund dafür, dass Opferkuch nach dem Pharmaziestudium in Innsbruck nach Salzburg zurückkehrte. Hier hatte sie als Mittelschülerin beim Tanzkurs ihren späteren Mann Heinz Opferkuch aus der bekannten Textilunternehmerfamilie kennengelernt. 1957 läuteten die Hochzeitsglocken. Nach dem Tod ihrer Schwiegereltern übernahm Opferkuch in der Firma die Personalangelegenheiten. "Wir hatten hundert Mitarbeiter und waren die ersten in Salzburg mit einem Betriebskindergarten." Doch niemand habe das "Spatzennest" in Anspruch nehmen wollen. "Wir waren zu früh dran."

Sie habe schon immer für die Rechte der Frauen gekämpft, sagt die vierfache Mutter und fügt an: "Ich bin Feministin." Opferkuch war Gründungsmitglied des Salzburger Clubs der "Business and Professional Women", einer der größten Vereinigungen berufstätiger Frauen. Zur Freundin wurde ihr die Frau, die ihr 30 Jahre nach dem Studium den Wiedereinstieg in den Apothekerberuf ermöglichte: Helga Höggerl. Sie ist 70 und leitet die Apotheke in Bergheim.

Quelle

  • "Vorgestellt:" Artikel von Barbara Haimerl, wie oben angegeben

Fußnoten

  1. Bis 2006 war "Magister" (männlich) bzw. (seit 1993) "Magistra" (weiblich) der übliche akademische Grad für die meisten Studien auf Master-Niveau. "Mag." ist die gesetzliche (§55 Universitätsgesetz 2002) Abkürzung sowohl für "Magister" als auch für "Magistra", wohingegen aber auch (aus gleichstellungspolitischen Motiven) die Abkürzung "Mag.a" für "Magistra" propagiert und verwendet wird.
  2. 2,0 2,1 Flachgauer Nachrichten 3. November 2011
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 Salzburger Nachrichten, Lokalbeilage 20. Oktober 2012, S. 22, Onlineausgabe
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 Barbara Haimerl, [Eine] Jungunternehmerin mit 80 (Salzburger Nachrichten, wie oben angegeben)
  5. Artikel "Opferkuch".