Meierhof des Stifts Mattsee

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Der Zellhof

Der ehemalige Meierhof des Stifts Mattsee, der Zellhof, in Zellhof in der Flachgauer Marktgemeinde Mattsee zählt zu den denkmalgeschützten Objekten in Mattsee.

Geschichte

Die Geschichte des Zellhofs reicht vermutlich in die Frühgeschichte des Stifts. Nach verschiedenen Besitzern kam das Gut 1603 in den Besitz des Salzburger Fürsterzbischofs Wolf Dietrich von Raitenau. Anschließend war es bis 1789 im Besitz von Salzburger Domherren. Der Mattsee Dechant Leopold Andreas Woeckl erwarb es 1789 für das Stift. Die Zellhofkapelle St. Georg und Unserer Lieben Frau blieb vorerst noch im Besitz der Fürsterzbischöfe, bis schließlich auch sie in das Eigentum des Stifts kam

Jagdschloss und Barock-Garten (nicht realisiertes Projekt)

Vigilius Augustin Maria Reichsfürst zu Firmian (* 1714; † 1788), ein Neffe von Fürsterzbischof Leopold Anton Freiherr von Firmian übernahm 1742 von dem Laibacher Bischof Sigismund Felix Graf von Schrattenbach den Zellhof. Der Fürsterzbischof dürfte wohl dem Salzburger Hofgartenamt den Auftrag zur Neugestaltung von Zellhof erteilt haben. Rund um die Kapelle und Maierhof sollte ein Jagdschlösschen samt barocken Garten, mit Obstgarten und Springbrunnen, Reitschule und Pferdeschwemme u.a.m. entstehen. Weil Firmian aber große wirtschaftliche Probleme hatte, konnte er den Kaufpreis (3 500 Gulden) nicht bezahlen, so dass der Zellhof nach seinem Tod 1788 an den Fürsterzbischof zurückfiel, dieser ihn alsbald 1789 an das Collegiatstift Mattsee verkaufte. Der Plan von 1763, gezeichnet von Christoph von Geyer (* 1754; † 1800), wurde um das Jahr 2003 erworben und befindet sich im Stiftsmuseum Mattsee.[1]

Bildkat

 Zellhof – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Quellen

Einzelnachweis