Neue Mitte Lehen

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Bauteil West und Panoramabar
Neue Mitte Lehen; Nordansicht
Blick von den Wohnungen auf die Stadtbibliothek
Neue Mitte Lehen, Westgebäude, Ansicht von Nordost
Neue Mitte Lehen, Ostgebäude
Neue Mitte Lehen, Wohntrakt im Osten, Panoramablick von der Stadtbücherei aus

Die Neue Mitte Lehen ist ein großzügig geplantes, zweiteiliges Stadtteilzentrum an der Stelle des ehemaligen Stadions Lehen im Salzburger Stadtteil Lehen.

Allgemeines

Der Bau teilt sich in eine Westteil, der von der UBM Realitätenentwicklung AG umgesetzt wurde, und einen Ostteil, in dem die Gemeinnützige Wohn- und Siedlungsgenossenschaft "salzburg" reg. Gen.m.b.H. als Bauträger fungierte. Beide Teile stehen an der Stelle der ehemaligen Haupttribünen des Stadions. Das ehemalige Fußballfeld ist beinahe in seiner Originalgröße als Parklandschaft erhalten.

Am 12. März 2007 wurde der Spatenstich für die Neue Mitte Lehen gesetzt. Die Gesamtkosten für den Bau waren mit 33 Millionen Euro veranschlagt. Die Stadt investierte rund zwölf Millionen Euro in die Errichtung der Stadt:Bibliothek und des Seniorenzentrums. Das Land schoss 5,4 Millionen Euro an Fördermitteln für den Wohnbau zu.

Der Bau stand unter der Leitung der diplomierten Bauingenieurin Carmen Werner-Schubert. Der Plan stammt vom Salzburger Architekturbüro Halle 1 (Heinz Lang, Gerhard Sailer), dem Sieger des europaweit ausgeschriebenen Architekturwettbewerbes mit 142 Teilnehmern.

Westgebäude

Kern des Projekts im Westteil ist die neue Stadt:Bibliothek samt einer Panoramabar (der Projektname Skybar wurde abgelegt), die mit ihrer Höhe von 32 Metern alles überragt. Die UBM Realitätenentwicklung AG als Bauträger sah sich hier vor allem wegen des Turms, der architektonischen Auskragung eines Geschosses und − nicht zu vergessen − wegen des schwierigen Baugrunds vor große Herausforderungen gestellt: der Salzburger Seeton verursachte Verzögerungen bei den Bauarbeiten. Um Standsicherheit der Gebäude zu gewährleisten, mussten rund 1 115 Schottersäulen sechs Meter tief in den Boden eingebracht werden.

Im Erdgeschoß werden auf einer Fläche von etwa 424 Quadratmetern die Ausleihstelle, die Rückgabe, Garderoben und diverse Nebenräumlichkeiten untergebracht. Zudem stehen Freiflächen für bibliotheksspezifische Nutzung zur Verfügung.

Die 1 380 Quadratmeter des zweiten Obergeschosses sind für die Verwaltung und zwei Bibliotheksabteilungen reserviert. Weitere Abteilungen sind im dritten Obergeschoß auf einer Fläche von etwa 3 253 Quadratmetern untergebracht. Verbunden werden die drei Stockwerke mit zwei Personen- und einem Lastenaufzug. Zudem windet sich eine Treppenanlage schneckenförmig vom Erdgeschoß bis in die zweite Etage.

Beim Aufgang in die erste Etage gelangt man auch in die Kinderbibliothek, in der auch ein Klavierzimmer zum unentgeltlichen Üben bereitgestellt wird.

Im Dezember 2008 werden 150 000 Bücher, DVDs, CDs und Filme von der alten Stadtbibliothek und der Mediathek in die "Neue Mitte Lehen" transportiert.

Die Stadtbibliothek, die nach der Universitätsbibliothek die zweitgrößte Bibliothek im Bundesland Salzburg ist, eröffnete am 7. Jänner 2009 am neuen Standort.

Bereits zuvor wurde am 4. September 2008 die Geschäftszeile in der Neuen Mitte Lehen eingeweiht. Seither firmieren hier ein dm-Drogeriemarkt, ein Libro, die Bäckerei Flöckner und eine Filiale der Salzburger Sparkasse.

Ostgebäude

Im Ostteil an der Tulpenstraße realisierte die Gemeinnützige Wohn- und Siedlungsgenossenschaft "Die Salzburg" 48 Mietwohnungen, ein Seniorenzentrum für rund 100 Personen, einen Veranstaltungssaal und das "Kulinarium", ein Integrationsprojekt der Diakonie Salzburg. Die Wohnungen waren bei Bauende bereits alle vergeben.

Baubeginn an der Tulpenstraße war im November 2006, die Arbeiten konnten im Herbst 2008 pünktlich abgeschlossen werden.

Das bestehende Seniorenzentrum in der Scherzhauserfeldstraße übersiedelte ins neue Seniorenzentrum an der Tulpenstraße. Am Südende, zum überdeckten Freibereich Richtung Kirchenplatz, ist ein Veranstaltungssaal situiert. Die Nutzung dieses Bereiches soll eine möglichst große Bandbreite an Veranstaltungen ermöglichen – vom Diavortrag über Kindertheater bis hin zum Flohmarkt. Durch den Niveauunterschied zwischen "Stadionrasen" und Straße konnten im Untergeschoß Räume für das "Kulinarium" errichtet werden. In diesem von der Diakonie initiierten Integrationsprojekt werden bis zu 22 Personen mit Behinderung eine Cateringfirma betreiben.

Rechtlich gesehen wurden Seniorentageszentrum und Veranstaltungssaal durch die Stadt Salzburg gekauft, das Kulinarium von der Diakonie gemietet, die Wohnungen ebenfalls von der Stadt Salzburg vergeben.

Das schwebende Wohnhaus steht auf zwölf Meter langen Stützen ("Brückenbauwerk"), der gesamte Bauteil Ost nutzt aktive Solarenergie und erreicht so eine vorbildliche Energiekennzahl.

Hinter dem Bauteil Ost ragt einer der ehemaligen Flutlichttürme als Entlüftung der Tiefgarage empor.

Bildergalerie

weitere Bilder

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Quelle

Weblinks