Pfarre Pfarrwerfen

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Pfarrhof
Datei:Kath. Pfarrkirche, Verbindungsgang Kirche - Pfarrhof01.jpg
Verbindungsgang zwischen Kirche und Pfarrhof

Die Pfarre Pfarrwerfen ist eine der Pfarren der Erzdiözese Salzburg.

Allgemeines, Pfarrbereich

Der Pfarrbereich deckt sich grundsätzlich mit dem Gebiet der Gemeinde Pfarrwerfen. jedoch

Die Pfarre gehört zum Dekanat Altenmarkt. Sie bildet mit den Pfarren Werfen und Werfenweng sowie der Seelsorgestelle Pöham einen Pfarrverband, den Pfarrverband Werfen mit Tenneck, Pfarrwerfen, Werfenweng.

Pfarrkirche und Pfarrhof

Pfarrkirche ist die Pfarrkirche zum hl. Cyriak (Patrozinium: 8. August). Sie bildet mit dem Pfarrhof eine wehrkirchenartige Einheit in einem denkmalgeschützten Ensemble.

Eine Filialkirche ist die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Pöham.

Pfarrer

Hauptartikel Pfarrer von Pfarrwerfen

Pfarrer ist Mag. Bernhard Pollhammer.

Geschichte

Im Mittelalter entstanden an verkehrsgünstigen Stellen Kirchensiedlungen. So entstand mit der wehrhaft ausgebauten Kirche auch Pfarrwerfen.

Pfarrwerfen wurde erstmals im Jahr 1074, erwähnt; damals noch als „St. Cyriak“, denn diesem Heiligen ist die Kirche geweiht. Die Erwähnung geschah in einem Schenkungsbrief Erzbischof Gebhards (1060–1088); der Kirchenfürst schenkte dem von ihm gegründeten Benediktinerstift Admont alle zur Pfarre gehörenden Liegenschaften auf dem „Atzperige“ (dem heutigen Schefferötz) und zudem Güter auf dem Buchberg. Die Urkunde gilt als Beweis, dass die Pfarre und die Kirche schon vor 1074 bestanden, da die geschenkten Güter von der Pfarre St. Cyriak abgetrennt wurden.

Durch die Errichtung der Festung Hohenwerfen, die Erzbischof Gebhard neben den Burgen Hohensalzburg und Friesach in Kärnten infolge des Investiturstreites im Jahre 1077 ausbauen ließ, erfolgte eine Verschiebung des Siedlungsschwerpunktes von der Pfarrkirche (Dorfwerfen, später Pfarrwerfen) weg nach Werfen (Marktwerfen), das auch Verwaltungszentrum wurde.

Der Pfarrbereich schloss bis ins 19. Jahrhundert Gebiete von Werfen, Hüttau und Werfenweng ein. Erst für 1370 ist im Markt Werfen eine Kirche nachgewiesen, die Hüttauer Kirche wurde zwischen 1472 und 1492 erbaut, die Kirche von Werfenweng 1509 geweiht; sie alle waren Filialkirchen von St. Cyriak. Erst später wurden die einzelnen Seelsorgegebiete mittels Stiftungen zu Vikariaten erhoben: Das Vikariat Werfen wurde am 8. Jänner 1685 errichtet, das Vikariat Hüttau 1689, das Vikariat Werfenweng 1744.

Als im Jahr 1618 in der Erzdiözese die Ruraldekanate errichtet wurden, entstand auch eines für das gesamte Pongau mit Sitz in Altenmarkt; der Sitz des Dekanats wurde 1622 nach Pfarrwerfen, 1753 wieder nach Altenmarkt verlegt. Die bayerische Regierung schuf mit der Dekanateregulierung, die sie dem erzbischöflichen Konsistorium unterm 3. Juni 1812 bekanntgab, einen Dekanalbezirk Werfen, der die Pfarren Werfen (dh. Pfarrwerfen, mit den Vikariaten Marktwerfen, Werfenweng und Hüttau) sowie Bischofshofen (mit dem Vikariat Mühlbach) umfasste. Mit Konsistorialerlass vom 20. Juli 1850 wurden diese Pfarren auf die Dekanate Altenmarkt und St. Johann im Pongau (das seit 1812 bestand) aufgeteilt.[1], zu denen sie noch heute gehören.

Die Vikariate der Pfarre wurden nach und nach zu Pfarren erhoben: Werfen 1855, Hüttau 1856, Werfenweng 1891. Im 20. Jahrhundert wurde auch noch die Seelsorgestelle Pöham verselbständigt.

Kontakt

Pfarre Pfarrwerfen
Dorfwerfen 1
5452 Pfarrwerfen
Telefon: (0 64 68) 54 26
E-Mail: pfarre.pfarrwerfen@pfarre.kirchen.net

Quellen

Einzelnachweise

  1. Dürlinger, Joseph: Historisch-statistisches Handbuch von Pongau. Zunächst für die Geschichtsfreunde vom Gaue. Salzburg (Anton Pustet) 1867, S. 68 f.

Weblinks