Pfarrkirche zum hl. Johannes dem Täufer Niederalm

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Kirche umgeben vom alten Friedhof

Die Pfarrkirche zum hl. Johannes dem Täufer steht in Niederalm, einem Ortsteil der Gemeinde Anif. Die Kirche steht unter Denkmalschutz.

Geschichte

In Niederalm wurde 1435 erstmals eine Kirche urkundlich erwähnt. Die Kirche wurde 1949 zur Pfarrkirche erhoben. Der im Kern spätgotische Bau ist von einem Friedhof umgeben und wurde im 17. Jahrhundert und in den Jahren 1972–1973 umgebaut.

1698 kam es zu einer Verstärkung des Glockenstuhls und Umhängung der Glocken. 1711 wurde Sebastian Stumpfegger für zwei Marmorkugeln bezahlt. 1723 kam es zu einer Reparatur des Glockenstuhls. 1729 musste der Turm, der von einem Sturm zerstört wurde, erneuert werden. 1767 wurde das Dach neu eingedeckt.

Ausstattung

Der Hochaltar stammt aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Das Altarblatt zeigt Maria mit Kind in einem Strahlenkranz, darunter das Bild der Heiligen Johannes der Täufer und Johannes Evangelist aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Das Oberbild zeigt den hl. Andreas aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts. Der Tabernakel ist aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Über den Opfergangsportalen stehen die Figuren Rupert und Virgil und die Figuren von Katharina und Barbara. Alle stammen aus dem frühen 18. Jahrhundert.

Die Orgel baute Dreher & Flamm (1938).

1690 wurde die Glocke, die zersprungen war, von Benedikt Eisenberger um 51 Gulden neu gegossen. 1740 kam es zur Umgießung einer Glocke durch Johann Hackl um 35 Gulden. 56 Gulden verlangte 1764 Carl Wolfgang Gugg für eine neue Glocke.

Während des Ersten Weltkriegs war es am 31. Dezember 1917 zu einer Glockenabnahme-Aktion im Kronland Salzburg gekommen. So mussten auch aus der Pfarrkirche zum hl. Oswald in Anif drei Glocken genommen werden. Zwar hatte die Gemeinde vom Militär eine Entschädigung von 2.460 Kronen erhalten, die jedoch nach Kriegsende aufgrund der Entwertung wesentlich weniger wert waren. Um nun wieder Glocken von der Fa. Graßmaier in Innsbruck zu bekommen, wurde 1923 und 1924 eine Sammlung durchgeführt.

Eine Glocke von zwei Zentner Gewicht wurde 1855 von Franz Oberascher gegossen, die noch heute im Glockenturm hängt.

Ab diesem Punkt gehen im Moment zwei Quellen auseinander. Die Anifer Chronik berichtet, dass die Fa. Graßmaier eine Glockenweihe [der drei abgenommenen Glocken in Anif] für den 14. September 1924 in Aussicht gestellt hatte. Die Quelle Salzburger Volksblatt[1] berichtet jedoch unter Niederalm von einer Glocken- und Kriegerdenkmal-Weihe am 22. Juni in Niederalm, bei der die neun Glocken läuteten.

Bilder

 Pfarrkirche zum hl. Johannes dem Täufer Niederalm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Quellen

  • Festschrift 1200 Jahre Anif Niederalm, Seite 75

Einzelnachweis

  1. Quelle ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 27. Juni 1924, Seite 8