Rennerbergrennen

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Aufnahmen vom Rennen 1925, zum besseren Textlesen bitte anklicken

Das Rennerbergrennen fand am Sonntag, den 10. Mai 1925 auf der Wiener Straße (heute B1) am Rennerberg statt.

Name

In zeitgenössischen Zeitschriften wurde es allerdings Rainerberg-Rennen genannt.

Geschichte

Bereits 1924 hatte der Gau Österreichs des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs am Rainerberg[1] veranstaltet.

Die Veranstaltung

Auf der Schotterstraße von Mayrwies bei Salzburg hinauf Richtung Eugendorf veranstaltete der SAMTC auf der 5,2 km langen Strecke ein Motorrad- und Automobilrennen. Aufgrund des prächtigen Wetters waren zahlreiche Zuschauer an die Rennstrecke gekommen. Unter den Gästen befanden sich u. a. Kronprinz Rupprecht von Bayern mit der Kronprinzessin, der ehemalige Erzherzog Heinrich Ferdinand von Toscana und als Vertreter des Bayerischen Automobil-Club Major Czermak aus München. Bei den Organisationen wurden im Quellenartikel erwähnt: der zweite Vorsitzende der Sportkommission Franz Ott und Ing. Edwin Schurich, Dir. Dr. Bernhard Paumgartner als Leiter der Abnahme, die Herren Zrost und Zwink als Starter sowie Richard Tomaselli und Dr. Otto Duffek als Zielrichter.

Die Rennen

Am Rennen nahmen 39 Starter teil. Schnellster des Tages war der bekannte Tiroler Eduard (Edi) Linser auf Sunbeam mit einer Zeit von 3:13,8 min, was einem Schnitt von 100,3 km/h entspricht. Beste Zeit der Automobile fuhr Karl Gruber aus Linz mit seinem Gräf & Stift in 3:38,4 min, dem dichtauf Friedrich Baron von Mayr-Melnhof mit seinem Steyr-Rennwagen in 3:39,0 min. folgte.

Der Wiener Fahrer Fred Turnowski auf Douglas konnte trotz eines Missgeschicks - ein Steinschlag hatte ihm eine Benzinzuleitung beschädigt und damit einen Zylinder außer Tätigkeit gesetzt - die 750 cm³ Klasse in 4:20 min gewinnen; bei den Beiwagengespannen waren Ing. Ferdinand Eichler auf Douglas in der Klasse bis 600 cm³ mit einer Zeit von 5:56,4 min erfolgreich, in der Klasse über 600 cm³ Eckher auf Henderson in einer Zeit von 4:14,8 min.

Philipp Graf Boos-Waldeck, einer der damals bekanntesten Salzburger Motorsportler, war in der Klasse bis 175 cm³ auf Sun in einer Zeit von 5:37,2 der Schnellste.

Die Preisverteilung

Präsident Hermann Gessele nahm dann am Nachmittag im Hôtel de l'Europe die Preisverleihung vor.

Ergebnisse

Motorräder

  • Klasse A bis 125 cm³:
  1. Philipp Graf Boos-Waldeck, Sun, 5:37,2 min.
  2. Max Reichl, Cockerell, 6:15,8 min.
  • Klasse C bis 350 cm³
  1. Ludwig Rabler, A.J.S., 5:10,6 min.
  2. Hans Karl, J.A.P., 5:22 min.
  3. Alois Schnagl, Agon, 5:33,8 min.
  4. Dr. Franz Ropper, Douglas, 5:38,6 min.
  • Klasse D bis 500 cm³
  1. Edi Linser, Sunbeam, 3:13,8 min.
  2. Karl Brauninger, New Hudson, 4:45,6 min.
  3. Karl Klein, B.S.A., 5:13 min.
  4. R. Anselmi, NSU, 5:17,8 min.
  • Klasse D bis 750 cm³
  1. Ing. Fred Eichler, Fahrer Ing. Turnovsky, Douglas, 4:20 min.

Motorräder mit Beiwagen

  • Klasse G bis 600 cm³
  1. Ing. Fred Eichler, Fahrer Ing. Turnovsky, Douglas, 5:56,4 min.
  2. Adolf Sommer, Motosacoche, 6:29,7 min.
  • Klasse H über 600 cm³
  1. Hermann Egger, Henderson, 4:14,8 min.
  2. Karl Imholz, Harley-Davidson, 4:56,6 min.
  3. Hermann Fink, Indian, 4:59,4 min.

Tourenwagen

  • Klasse 1 bis 1 100 cm³
  1. Autopalast, Fahrer H. Helmhart, Amilcar, 5:07,2 min.
  2. Hans Suitner, Tatra, 6:04 min.
  • Klasse E bis 1 500 cm³
  1. Hans Zeitler, Dixi, 4:58,6 min.
  2. Maria Blattl, FIAT, 5:20,3 min.
  3. Friedrich Baron von Mayr-Melnhof, Amilcar, 5;39,6 min.
  4. Fritz Guenzrodl, Dixi, 6:49,6 min.
  • Klasse D bis 2 000 cm³
  1. Hans Gessele, Gräf & Stift, 4:22,2 min.
  2. Karl Spängler, Gräf & Stift, 4:53,4 min.
  • Klasse C bis 3 000 cm³
  1. A. Groß, Austro-Daimler, 4:48 min.
  • Klasse B bis 5 000 cm³
  1. Luigi Gallazini, Austro-Daimler, 4:06,7 min.
  2. Josef Sigl, Austro-Daimler, 4:22,3 min.
  3. Josef Retter, Steyr, 4:38,4 min.
  4. Hans Eckl, Mercedes, 5:13,9 min.

Sportwagen

  • Klasse 1 bis 1 100 cm³
  1. Josef Schwarzenbrunner, Amilcar, 4:30,2 min.
  • Klasse E bis 1 500 cm³
  1. Oberst Stepski-Doliwa, FIAT, 5:07,6 min.
  • Klasse D bis 2 000 cm³
  1. Hans Czermak, Bugatti, 4:01,9 min., freiwillig in der Sportwagenkategorie gestartet
  • Klasse C bis 3 000 cm³
  1. Johann Ortner, Austro-Daimler, 4:35,8 min.
  • Klasse B bis 5 000 cm³
  1. Karl Gruber, Gräf & Stift, 3:38,4 min.

Rennwagen

  1. Friedrich Baron von Mayr-Melnhof, Steyr, 3:39 min.

Quellen

Einzelnachweise

  1. Quelle ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 9. September 1924, Seite 6