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Romy Seidl

Romy Seidl

Romy Seidl (* 6. November 1971 in Salzburg) ist Journalistin und Moderatorin im ORF-Landesstudio Salzburg.

Leben

Romy Seidl besuchte das Wirtschaftskundliche Bundesrealgymnasium in Salzburg und studierte anschließend Geschichte und Politikwissenschaft in Wien. Ihr Studium schloss sie im Jahr 2000 ab, bereits ab 1991 arbeitete sie regelmäßig im ORF-Landesstudio Salzburg mit, 1993 absolvierte Seidl ein Volontariat bei den Salzburger Nachrichten. Seit 1998 ist Romy Seidl vollberuflich beim aktuellen Dienst (Radio und TV), zwischen 2005 und 2007 war sie Chefin vom Dienst.

Romy Seidl ist mit dem früheren Landeshauptmannstellvertreter David Brenner liiert.

Vorgestellt

Für Romy Seidl gibt es Heiligabend einen Fixpunkt: Die Mitternachtsmette bei den Kapuzinern. Alles andere muss sich nach der Sendung richten: Zum fünften Mal wird die Salzburgerin 2010 "Licht ins Dunkel" im ORF-Landesstudio Salzburg moderieren, gemeinsam mit Martin Ferdiny. Die Live-Sendung wird von 11 bis 12 und 16 bis 18 Uhr ausgestrahlt; danach stößt die für die Sendung verantwortliche Romy Seidl mit dem zwanzigköpfigen Team noch mit Sekt an.

"Beim ersten Mal war nach der Sendung noch so viel zu tun, ich bin erst um 21 Uhr nach Hause gekommen. Meine Eltern mussten sich zusammennehmen, sie waren leicht verärgert", erzählt Romy Seidl und lacht. Dass sie einmal bei der vielleicht breitenwirksamsten Sendung des ORF landen würde, hatte ihr der damalige Chefredakteur Hans Kutil schon 1995 vorhergesagt. Ein Prophet musste Kutil dafür nicht sein – persönliches Engagement liegt Seidl seit ihrer Zeit als Landesschulsprecherin in den Genen.

Als Schülervertreterin knüpfte sie 1990 auch Kontakt mit ihrem späteren Arbeitgeber; nach einer Radiodiskussion fragte sie der damalige Landesintendant Friedrich Urban, ob sie nicht ein Praktikum beim ORF machen würde. "Ich sagte: Nein. Ich hab damals in den Ferien immer bei einer Bank gearbeitet. Allerdings hat mir die Bank abgesagt, und so hab ich angerufen, ob ich das Praktikum noch haben könnte", schildert Romy Seidl.

Seit 1998 gehört sie fix zum Nachrichtenteam des ORF Salzburg. "Mein Herz gehört dem Aktuellen Dienst. Das Tolle am Fernsehen ist, dass man jeden Tag zu den Menschen raus darf. Man trifft jeden Tag spannende Leute. Außerdem ist Fernsehen Teamwork: Man arbeitet mit einem Kamerateam, schneidet mit einem Cutter – das ist ein Unterschied zur Arbeit in anderen Medien," schildert Seidl.

"Licht ins Dunkel" helfe ihr, die Erdung nicht zu verlieren. "Wenn ich zum Beispiel von der Schließung der Papierfabrik in Hallein berichte und bei Licht ins Dunkel meldet sich eine Familie, wo nach dem Mann auch die Frau arbeitslos geworden ist, dann sieht man auch das menschliche Schicksal hinter einer Geschichte."

Menschen mit Behinderung und in Not geratenen Familien werde vom Verein "Licht ins Dunkel" das ganze Jahr über geholfen; die "Herzen und Geldbörsen" der Spender würden sich aber vor allem im November und Dezember öffnen.

Aussetzer bei der Live-Sendung sind Romy Seidl bisher erspart geblieben. Dafür habe es viele schöne Momente gegeben. "Wir haben über eine Familie mit zwei blinden Kindern berichtet. Nach der Sendung hat sich die Familie gemeldet und gesagt: Wir brauchen gar nicht mehr so viel Unterstützung." Licht-ins-Dunkel-Zuseher hatten der Familie bereits während der Sendung auf direktem Weg geholfen.

Quelle