St. Georgen im Pinzgau

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Kirche zum hl. Georg
Linde Kirchenwirt

Die Ortschaft St. Georgen im Pinzgau war bis zur Eingemeindung in die Pinzgauer Gemeinde Bruck eine eigenständige Ortsgemeinde. Heute ist sie eine Katastralgemeinde der Gemeinde Bruck an der Großglocknerstraße.

Allgemeines

St. Georgen im Pinzgau liegt nördlich der Pinzgauer Straße (B 311), der Westbahn und der Salzach zwischen den Ortschaften Gries im Pinzgau, Winkl und Steinbach. Laut Volkszählung 2001 hat die Ortschaft 285 Einwohner.

Bekannt ist St. Georgen vor allem durch die Pfarrkirche zum hl. Georg, die Ortschaft ist seit 1858 eine eigenständige Pfarre. Das 1996 eingerichtete Heimatmuseum "Unser kleines Museum" gibt Zeugnis von der Geschichte des Ortes, der über eine eigene Volksschule verfügt.

Geschichte

Die Ortschaft trug ursprünglich den Namen Niederhaim. Im Laufe der Zeit übertrug sich der Kirchenname St. Georg auf die gesamte Ortschaft, die danach lange als St. Georgen in Niederhaim und in der neueren Zeit als St. Georg im Pinzgau bezeichnet wurde.

Prähistorische Funde

Im Bereich der früheren Gemeinde St. Georgen im Pinzgau befinden sich mehrere prähistorische Fundplätze. Der bekannteste ist der Weberpalfen oder Burgstall, auf dem schon am Übergang von der Steinzeit zur Metallzeit Wohnplätze waren. Darüber hinaus wurden beim Jagerbauer in Niederhof und bei der ehemaligen Tankstelle neben der Bundesstraße im Ortsbereich von Gries im Pinzgau Urnengräber gefunden. Am Leyererfeld wurde eine frühbronzezeitliche Wohnstelle ausgegraben, die erste auf einem Pinzgauer Talboden. Auch während der Salzachregulierung im Jahr 1837 fanden Arbeiter zwei Bronzebeile und eine Gussplatte aus Kupfer.

Mittelalter

Auf dem Weberpalfen stand im frühen Mittelalter ein hölzerner Burgturm. Martin Hell war der Ansicht, dass es eine slawische Höhenburg gewesen sein könnte, die um 580 erbaut worden ist. Es fand sich keine gemörtelte Mauer, aber ein Haufen Steine, die zusammen getragen worden waren. Der Name Burgstall bestätigt die Annahme einer mittelalterlichen Anlage.

Protestantenemigration

Im Jahr 1732 emigrierten auch mehrere Familien und Einzelpersonen aus St. Georgen im Pinzgau und zwar aus den Gütern Bliemreit, Pernschall, Palfen, Vorderwinkl, Pruggbachmühl, Unterrißfeichten, Viechofen und Wirtshaus St. Georgen. "Hans Empacher, Gastgeb, hat 1347 fl. Schulden, nimmt mit: Zwei Eltern und Schwester, eine Tochter und 55 fl. bar. Das Anwesen überläßt er seinem Weib und seinen Kindern, die nicht ausziehen. Er kommt nach Krausendorf in Ostpreußen...Vor seinem Abschied pflanzte er die Linde am Wege zur Kirche hinauf, die heute so groß und mächtig dasteht als Erinnerungsmal an jene turbulente Zeit." Diese Linde zählt heute zu den Naturdenkmälern im Bundesland Salzburg.

Eingemeindung

Mit der "Verordnung des Landeshauptmanns in Salzburg vom 23. November 1938, betreffend die Zusammenlegung von Gemeinden und die Bildung von Verwaltungsgemeinschaften für Gemeinden."[1] wurde die Gemeinde St. Georgen im Pinzgau zum 1. Jänner 1939 zur Gemeinde Bruck an der Glocknerstraße eingemeindet.

Bürgermeister der Gemeinde St. Georgen im Pinzgau

Hauptartikel Bürgermeister der Gemeinde St. Georgen im Pinzgau

Ehrenbürger der Gemeinde St. Georgen im Pinzgau

Hauptartikel Ehrenbürger der ehemaligen Gemeinde St. Georgen im Pinzgau

Töchter und Söhne der Gemeinde St. Georgen im Pinzgau

Hauptartikel Töchter und Söhne der Gemeinde St. Georgen im Pinzgau

Quellen

Gemeinden, die nicht mehr als selbständige Gemeinden im Land Salzburg existieren

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