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Wolfgangsee (Buch)

Titelfoto Buch Wolfgangsee (Buch)

Buchtipp Wolfgangsee (Buch).

Autor: Dr. phil Marie-Theres Arnbom
Herausgeber: Bernhard und Sylvia Baumann, Stefan und Nicole Bollschweiler, Johannes und Dagmar Edelsbacher, Günther und Christa Friedrich, Rikolt und Claudia von Gagern, Gerhard Heldmann, Erika Kaindl, Heinrich Dieter und Alessandra Kiener, Wulf und Afina Matthias, Wolfgang C. (†) und Regine Mellinghoff, Familie Pappas, Cati Peter, Heinrich und Eva Spängler;
Verlag: Christian Brandstätter Verlag Wien
Erscheinungsjahr: 2010
ISBN 978-3-85033-361-0

Rezension 1

Ein außergewöhnliches Buch, auf dessen Erscheinen ich mich schon sehr gefreut hatte: Dr. Arnbom, von Beruf Historikerin, hat in langer Arbeit und vielen Gesprächen ein Buch über die Geschichte des Wolfgangsees, im Speziellen von St. Gilgen erarbeitet. Es dokumentiert die Zeit von etwa 1850 bis dato und zeigt neben einer Vielzahl von hochinteressanten historischen Aufnahmen auch etliche, wirklich stimmungsvolle Bilder von jetzt, die Prof. Gerhard Trumler beisteuerte, der schon zahlreiche Bücher durch seine Aufnahmen zu kleinen Schatzkästchen werden ließ.

Das Buch liest sich stellenweise wie das "Who is Who" im Salzkammergut: Marie von Ebner-Eschenbach, Christian Albert Theodor Billroth, die Familie von Karl von Frisch, die Familien Kestranek, Herz und Jehle, John Quincy Adams, Alfred Gerstenbrand, Adolf Helmberger, Bettina Ehrlich, Lisel Salzer, Julius Bauer, Emil Jannings, Max Reinhardt, Arturo Toscanini und viele andere berühmte Persönlichkeiten, die die Sommerfrische am Wolfgangsee pflegten, finden Erwähnung oder sind eigene Artikel gewidmet.

Dr. Arnbom schreibt über die Entstehung der Sommerfrische, vom Gasthof Fürberg, dem Ochsenkreuz, über die Entwicklung des Sports am See (Segeln, Wasserschi, Tennis) und vieles mehr in diesem Buch.

Dann werden so ziemlich alle bekannten Sehenswürdigkeiten und Kulturaktivitäten geschildert: warum die Operette "Im Weißen Rössl" gar nicht ihre Wurzeln in St. Wolfgang (sondern in Lauffen bei Bad Ischl) hat, über den Ferienhort Ried und den Flugverkehr (!) am Wolfgangsee, die Wolfgangseeschifffahrt, die Salzkammergut-Lokalbahn, die Schafbergbahn, die Zwölferhorn-Seilbahn, die Zinkenbacher Malerkolonie und einige wenig bekannte Aktionen wie beispielsweise das Kriegsende von Strobl mit dem belgischen König Leopold III. und Theo Lingen oder die St. Gilgner Hochzeit 1936, eine von Kurt Schuschnigg politisch inszenierte Hochzeit.

Herrlich zu lesen die Geschichten über all die heute noch existierenden Villen, die Geschichte der Häuser im Brunnwinkl, aber auch über traurige Ereignisse, wie das Ortsschild im Jahr 1938 von St. Gilgen mit der Aufschrift "Juden unerwünscht". Oder über den tragischen Selbstmord 1932 von Ernst Geiringer, der sich einen Spass erlauben wollte und sich dann in gekränkter Ehre erhängte.

Seitenweise Literaturverweise und Einzelnachweise, sowie ein umfangreiches Register dokumentieren die Historikerin in Dr. Arnbom.

Ich meine, dieses Buch stellt ein hochwertiges Nachschlagewerk über die Entwicklung des (Fremdenverkehrs) Salzkammerguts mit herrlichen Bildern dar!

Rezension 2

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