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Burgruine Klausegg

Burgruine Klausegg

Die Burgruine Klausegg ist eine ehemalige Grenzbefestigung gegen die Steiermark in Seetal im Lungau.

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Sie wurde im Mittelalter von den Salzburger Erzbischöfen zusammen mit einer das Tal teilenden Sperrmauer errichtet. Die Anlage besteht aus Burgruine, Befestigungsmauer und Klausentor samt Passhaus und Klauswirt. Die Anlage steht unter Denkmalschutz.

Lage

Die Ruine der Höhenburg befindet sich unweit der Grenze der Bundesländer Salzburg und Steiermark in Seetal am steilen Nordabhang des Gstoder in ca. 1 280 m Seehöhe etwa 70 Höhenmeter über der Talsohle des Seetals. Die Grenzbefestigung ist der östlichste Punkt des Bundeslandes Salzburg dar.

Geschichte

Über den Bau der Burg ist nichts bekannt, die Entstehung ist im Zeitraum 1000 bis 1200 anzunehmen. Der Bau der Burg selbst dürfte im 13. Jahrhundert stattgefunden haben. Das Seetal, wie auch in Ramingstein und am Mandlingpass, wurden mit einer Talsperre befestigt. Die über vier Meter hohe Mauer mit Wehrgängen sperrte das gesamte Tal über ca. 400 m Länge an der Klause ab und verband die Burg mit dem Klausentor, wo die Durchreise kontrolliert wurde und Zölle zu entrichten waren. Daneben steht das „Passhaus“ , das als Maut- und Wachhaus diente. Auf der Salzburger Seite des Tors konnten sich die Reisenden in einer Taverne stärken. Noch heute besteht diese Taverne als Gasthaus zur Klause. Das Gebäude ist das Heimathaus des Salzburger Erzbischofs Eduard Macheiner.

Die zu Klausegg eingerichtete Pflege war mit militärischen Aufgaben betraut. Die Pfleger stammten aus bedeutenden Lungauer Adelsfamilien (z. B. Mooshaimer und Thannhauser). 1354 hatte etwa Wulfing der Mooshaimer dieses Amt inne. Besonders in den Ungarnkriegen Ende des 15. Jahrhunderts kam es wiederholt zu militärischen Auseinandersetzungen an der Befestigungsanlage. Mit Ende des 17. Jahrhunderts ist das Ende des Pflegeamts anzusetzen, es wurde mit der Hauptpflege in Moosham vereinigt. Mit Auflassung der Pflege verfielen die Burg und die Verteidigungsanlage. 1999 wurde die Ruine samt Grenzmauer restauriert. Die erhaltungswürdigen Mauerteile wurden versiegelt und mit einem Schutzdach versehen.

Sagen

Da sich um die Burg auch zahlreiche Sagen ranken, wurde auf Initiative der Volksschule Seetal ein Sagenwanderweg angelegt, der vom Gasthaus zur Klause zur Ruine führt.

Quelle