Eduard Macheiner

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EB Eduard Macheiner
Generaldekan Eduard Macheiner (rechts), Aufn. v. 1962

Eduard Macheiner (* 18. August 1907 in Fresen, Steiermark; † 17. Juli 1972 in Salzburg) war Weihbischof und später auch Erzbischof von Salzburg.

Leben

Eduard Macheiner wuchs als eines von acht Kindern im Gasthaus zur Klause auf, der damals zum steirischen Ranten gehörte, 1920 aber dem salzburgischen Seetal angegliedert wurde.[1]. Er besuchte das Erzbischöfliche Privatgymnasium Borromäum, damals noch im alten Borromäum, in Salzburg und studierte anschließend in Graz und Salzburg Theologie. Am 10. Juli 1932 erhielt Macheiner in Salzburg die Priesterweihe. Erzbischof Sigismund Waitz holte den Kooperator von Kundl (Tirol) als Sekretär bald zurück nach Salzburg. Während des Zweiten Weltkrieges stellte er in Wien seine Dissertation fertig. Nach dem Krieg war er unter anderem Stiftsdechant in Seekirchen am Wallersee, später Pfarrer von Bischofshofen und 1949 dann Dechant in Tamsweg.

1951 von Erzbischof Andreas Rohracher ins Domkapitel berufen wurde er 1954 mit der Leitung des Katechetischen Amtes betraut. Außerdem wirkte er in dieser Zeit als Generaldekan für das Land Salzburg.

Beim 2. Vatikanischen Konzil war Macheiner bei der zweiten, dritten und vierten Sitzungsperiode dabei.

Am 1. März 1963 wurde er als Nachfolger des "volkstümlichen" Johannes Filzer zum Weihbischof ernannt und kurze Zeit später am 29. Juni 1963 von Rohracher geweiht. Als Weihbischof war Macheiner Titularbischof von Selia. In der Bischofskonferenz betreute er die Liturgie und die Kirchenmusik.

Als Rohracher 1969 in den Ruhestand ging - und damit erstmals in der Geschichte der Erzdiözese der Vorgänger seinem Nachfolger den Bischofsstab übergab - wurde Macheiner am 9. Oktober 1969 vom Domkapitel zu seinem Nachfolger gewählt, am 18. Oktober vom Papst bestätigt und am 30. November 1969 im Salzburger Dom geweiht.

Als frischgeweihter Erzbischof leitete er die erste Diözesansynode in Salzburg nach dem 2. Vatikanischen Konzil. Macheiner selbst sah sich als Brückenbauer zwischen den konservativen und progressiven Gruppen in der Umbruchsphase der Ortskirchen nach dem Konzil.

Eduard Macheiner waren allerdings keine drei Jahre an der Spitze des Erzbistums vergönnt. Er starb im 65. Lebensjahr an Herzversagen - und wurde von seinem Vorgänger als Erzbischof begraben.

Nach ihm sind die Eduard-Macheiner-Straße im Salzburger Stadtteil Gneis und die Dr.-Eduard-Macheiner-Straße in seiner früheren Pfarre Tamsweg benannt.

Quellen

Einzelnachweise

Zeitfolge
Salzburger Bischöfe, Erz- und Fürsterzbischöfe

Bischöfe, 7. bis 8. Jahrhundert
Rupert | Vitalis | Flobrigis | Johannes I. | Virgil
Erzbischöfe
8. bis 10. Jahrhundert
Arn | Adalram | Liupram | Adalwin | Adalbert I. | Theotmar I. | Pilgrim I. | Adalbert II. | Egilolf | Herold | Friedrich I. | Hartwig
11. Jahrhundert
Gunther von Meißen | Thietmar II. | Baldwin | Gebhard | Berthold von Moosburg | Thiemo
12. Jahrhundert
Konrad I. von Abenberg | Eberhard I. von Biburg | Konrad II. von Babenberg | Adalbert III. von Böhmen | Heinrich von Berchtesgaden | Konrad III. von Wittelsbach | Adalbert III. von Böhmen
13. Jahrhundert
Eberhard II. von Regensberg | Burkhart I. von Ziegenhain | Philipp von Spanheim | Ulrich I. | Wlodizlaus von Schlesien | Friedrich II. von Walchen | Rudolf I. von Hohenegg | Konrad IV. von Fohnsdorf
14. Jahrhundert
Weichart von Polheim | Friedrich III. von Leibnitz | Heinrich von Pirnbrunn
Fürsterzbischöfe
Ortolf von Weißeneck | Pilgrim II. von Puchheim | Gregor Schenk von Osterwitz
15. Jahrhundert
Eberhard III. von Neuhaus | Berthold von Wehingen | Eberhard IV. von Starhemberg | Johann II. von Reisberg | Friedrich IV. Truchseß von Emmerberg | Sigmund I. von Volkersdorf | Burkhard II. von Weißpriach | Bernhard von Rohr | Johann III. Beckenschlager | Christoph Ebran von Wildenberg | Friedrich V. von Schaunberg | Sigmund II. von Hollenegg
16. Jahrhundert
Leonhard von Keutschach | Matthäus Lang von Wellenburg | Ernst Herzog von Bayern | Michael von Kuenburg | Johann Jakob Kuen von Belasy | Georg von Kuenburg | Wolf Dietrich von Raitenau
17. Jahrhundert
Markus Sittikus von Hohenems | Paris Graf Lodron | Guidobald Graf von Thun und Hohenstein
18. Jahrhundert
Franz Anton Fürst Harrach | Leopold Anton Freiherr von Firmian | Jakob Ernst Graf Liechtenstein | Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach | Hieronymus Graf Colloredo
Erzbischöfe, die noch den Titel "Fürsterzbischof" trugen, aber keine weltliche Macht mehr hatten
19. Jahrhundert
Sigmund Christoph von Zeil und Trauchburg | Leopold Maximilian von Firmian | Augustin Johann Joseph Gruber | Maximilian Josef von Tarnóczy | Franz de Paula Albert Eder | Johann IV. Evangelist Haller
20. Jahrhundert
Johann V. Baptist Katschthaler | Balthasar Kaltner | Ignaz Rieder | Sigismund IV. von Waitz | Andreas II. Rohracher
Erzbischöfe
Eduard Macheiner | Karl Berg | Georg Eder
21. Jahrhundert
Alois Kothgasser | Franz Lackner