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Erwin Resch

Erwin Resch (* 4. März 1961 in Mariapfarr, Lungau) ist ein ehemaliger Salzburger Skirennläufer.

Inhaltsverzeichnis

Karriere

Der 15. Platz in der Abfahrt von Villars (SWI) am 1. Februar 1979 war sein erstes Resultat im Weltcup. Der Sieg in der Abfahrt von Gröden am 13. Dezember 1981 war der erste von drei Weltcupsiegen und gleichzeitig auch seine erste von 13 Podestplatzierungen. In der Saison 1984 verlor er den Abfahrtsweltcup nach einem Sturz im letzten Rennen um 3 Punkte gegen den Schweizer Urs Raeber.

Sein letztes Podium erreichte er am 25. Jänner 1987 in Kitzbühel mit Platz 2 hinter dem Schweizer Pirmin Zurbriggen, seinen letzten Top10 Platz vier Jahre später an gleicher Stelle. Nach der WM in Saalbach-Hinterglemm 1991 beendete Erwin Resch seine Karriere.

Großereignisse

Bei der WM 1982 in Schladming gewann er am 6. Februar Bronze in der Abfahrt hinter seinem Landsmann Harti Weirather und Conradin Cathomen aus der Schweiz. In diesem Rennen verlor er nach der Zwischenzeit einen Stock. Dieses Missgeschick passierte ihm auch im Weltcup zwei Mal, weshalb er zeitweise als "Einarmiger Bandit" tituliert wurde. Bei den Olympischen Winterspielen in Sarajewo 1984 belegte er den enttäuschenden 11. Rang.

Vorgestellt

"Geistig und körperlich", versichert Erwin Resch, "fühle ich mich wie Mitte 30." Er ist ein Asket, der Dynamik und pure Lebensfreude versprüht. "Ist doch schön, wenn man mit 46 noch Muskulatur aufbauen kann", meint er. Der gebürtige Lungauer aus Mariapfarr ist ein Stehaufmännchen. "Meine Verletzungen als Skirennläufer waren eine gewaltige Lebensschule. Mein Motto war immer: Aufgeben gibt´s nicht."

Der Umstieg nach der Karriere, die Resch nach der WM 1991 in Saalbach-Hinterglemm beendet hat, in ein anderes Leben ist ihm nicht leicht gefallen. "Es war eine neue Erfahrung. Wenn man an die Schnelligkeit gewöhnt ist, dann geht einem alles viel zu langsam." Resch war nicht mehr auf zwei "Brettln" unterwegs, sondern auf zwei Rädern. Und nicht nur bergab, sondern auch steil bergauf. Mit dem Mountainbike. Als Unternehmer führte er seine Gäste zu den schönsten Plätzen auf Kreta, Rhodos, Korfu, Gran Canaria. "Und sechs Jahre lang war ich eine Woche pro Monat auf dem Kreuzfahrtschiff Aida, habe alle am Meer gelegenen Städte mit dem Rad durchquert", erinnert sich der Ex-Skistar.

2005 hat sich Erwin Resch dann wieder neu orientiert, ist in sein altes Metier zurück gekehrt und hat eine Vision Realität werden lassen. Mit den "Elementen der Natur", wie er es nennt, hat er auf dem Katschberg ein "Sport- und Skischulzentrum" errichtet. Und er bedient sich dabei eines Wortspiels: "FRESCH:Up your life".

"Mir ist wichtig, alle Sinne anzusprechen, denn Sport ist mehr als nur Bewegung. Sport ist eine Einstellung, ein Lebensgefühl. Genau das möchte ich meinen Gästen vermitteln." Besonders die kleinen Gäste haben es ihm angetan. Mit glänzenden Augen sieht er zu, wie sie sich im Geschäft an einem kleinen Teich, in dem Goldfische schwimmen, erfreuen. "Leider", sagt er, "habe ich selbst keine Kinder." Fix vergeben ist er noch immer nicht!

Über eine Episode aus seinem Rennfahrerleben muss er heute noch lachen, auch wenn ihm damals nicht danach zumute war. Sein ganzer Stolz war ein Porsche 911 Carrera, und seine Kollegen, allen voran Leonhard Stock und Helmut Höflehner, spielten ihm beim Training in Hintertux einen Streich. "In der Hotelgarage haben sie das Auto zwischen zwei Säulen gehoben, vorn und hinten war nur ein Zentimeter Spielraum. Irgendwer hat mich in die Garage gelockt, und die Kollegen haben aus einem Versteck beobachtet, wie ich getobt habe. Nachher hatten wir einen Mordsspaß." Den 911er besitzt der Erwin jetzt seit 22 Jahren. Für Oldtimertreffs holt er das Prunkstück aus der Garage. Es sieht aus wie neu.

Quellen

  • FIS Homepage
  • Salzburger Nachrichten (Hans Adrowitzer)

Weblinks