Franziska Schlegel

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Franziska Schlegel genannt Fanni (* 1. Juni 1848 in Salzburg; † 21. März 1905 in Krems) war die Enkelin von Franziska Kobler, „die Höllbräuin“, genannt „Fanny“.

Leben

Sie heiratet 1872 Dr. Franz Spängler (* 10. April 1839 in Salzburg; † 24. Jänner 1912 in Krems; Franz (II.) Xaver Gregor Spängler). Sie wächst bei der Großmutter in der Höllbräu auf. Zahlreiche Briefe aus ihrem ganzen Leben zeugen von der engen und innigen, gegenseitigen Verbundenheit zwischen Fanni Schlegel und ihrer Großmutter Fanny Kobler.[1]

Brief der Franziska Kobler vom 21. Febuar 1876

ein Brief der Franziska Kobler vom 21. Februar 1876 an Fanni

Fanny Kobler („Fanny“ im Unterschied zu ihrer Enkelin „Fanni“), die Briefschreiberin, ist an diesem Datum (21. Februar 1876) 79 Jahre alt. Im Anschluss an einen Brief von Ida Schlögelhofer, einer Salzburger Jugendfreundin ihrer Enkelin, schreibt sie eigenhändig ebenfalls an diese Enkelin, Franziska (Fanni) Spängler, in Wien, die mit dem späteren Oberlandesgerichtsrat in Krems Dr. Franz Xaver Spängler verheiratet ist. Sie planen und erwarten ihr erstes Kind; Franziska (Franzi) Spängler, wird dann am 18. Juni 1877 in Wien geboren als älteste einer Geschwisterreihe (Franzi Spängler ist später Musiklehrerin in Salzburg und stirbt dort am 23. März 1962).

[auf einer vorhergehenden Seite:] Liebe Fanni! Wie mich das glüklich macht heute 8 Tag dich in Geselschaft der guten Mutter [Maria Anthonia Spängler, geb. Lürzer von Zechenthal, * 1803; † 1882 in Salzburg] und erfahrene Frau zu [siehe Abbildung:] wissen kann ich dir nicht beschreiben, nach dem dein Befinden Gott sey Dank immer so gut als es unter diesen Umständen seyn kann ist, so wird alles gut vorüber geh’n. Mein Befinden ist zimmlich gut, daher kannst du auch in dieser Beziehung ruhig sein. Laschanzki [ Laschensky = Cäcilia Laschensky; † 1877 in Salzburg, 84 Jahre alt] seine Frau wird auch schon im März entbunden; es [geht] gut soviel ich von seiner Mutter höre welche dich vielmals grüßen läßt. Frau v: Bauernfeind [ Paurnfeind = wohl Josefa Baurnfeind; † 1878 in Salzburg, 72 Jahre alt] ist von Reumatischenschmerz im Fuß schon 8 Wochen im Bett. Wenn dein Wuzl Gethauft und eingewikelt ist, so [gib ihm] einen lan lange[n], lange[n] Kuß von mir, was würde ich darum geben wenn ich bey euch sein könnte. Lebe wohl liebe Fanni, grüße deinen Mann. Meine Augen erlauben mir nicht länger zu schreiben. Fanni.[2]

Quellen

  1. Belege im Besitz der Familie: Geburtsurkunde, Trauschein, zahlreiche Briefe, Todesanzeigen u. a.
  2. Briefbeleg im Besitz der Familie [siehe oben], ebenso Partezettel für Laschensky und Baurnfeind