Froschheim

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Froschheim ist die historische Bezeichnung der Salzburger Elisabeth-Vorstadt.

Die Katastralgemeinde Froschheim heißt auch heute noch so (mittlerweile ist sie eine „Abteilung“ der Katastralgemeinde Salzburg), der entsprechende Stadtteil wurde am 12. Juli 1901 anlässlich des bevorstehenden Besuches Kaiser Franz Josephs (15. bis 17. Juli) in Elisabeth-Vorstadt umbenannt.

Geschichte

Der salzachnahe Raum Froschheim

Der ursprüngliche Stadtteil Froschheim, auch 'Froschham' genannt, entstand als solcher bald nach der Salzachregulierung und dem Beginn der Schleifung der Lodronschen Befestigung im Jahr 1861. Der Name des städtischen Siedlungsraumes, der durch die häufigen Überschwemmungen und die einst sehr zahlreichen Frösche verständlich wird, leitet sich vom Froschham ab, wie früher der dortige kleine Bauernweiler mit Dreyergut, Patzengut, Dagghofergut und Helmreichgut im frühen 19. Jahrhundert genannt wurden.

Der Name Froschham taucht dabei urkundlich wohl erstmals 1792 auf. Der dortige schmale Gehölzsaum an der Salzach hieß Caspisau. Die Straße außerhalb der Westbahn nach Maria Plain, die heutige Elisabethstraße, hieß von etwa 1800 bis 1897 'Froschheimer Hauptstraße'.

Ganz an der Salzach an der Westbahn, etwa dort, wo sich heute der Gebirgsjägerplatz mit seinen umgebenden Bauten befindet, entstand zuerst der Salzburger Schlachthof. Als erste Straße zur Salzach hin wurde dann zwischen 1880 und 1900 zuerst die Stauffenstraße, die Straße mit Blick gegen den Hohenstaufen, mit Villen bebaut. Weiter nördlich direkt an der Salzach war der erste Standort der Trabrennbahn, die später noch mehrfach übersiedeln sollte. Als 1902 die Ludwig-Victor-Brücke als Vorgängerin der Lehener Brücke erbaut wurde, erlebte dieser Siedlungskern rasch einen Aufschwung.

Quellen

  • „Im Namen ihrer Majestät“ in: Salzburger StadtAnzeiger, 24. 2. 1999, S. 12
  • Salzburgwiki-Artikel, insbesondere „Elisabeth-Vorstadt