Gamskarkogelhütte

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Die Gamskarkogelhütte auf dem Gamskarkogel in Bad Hofgastein. Links im Hintergrund der Gosaukamm mit den Bischofsmützen und rechts das Dachsteinmassiv mit dem markanten Dreigestirn Torstein, Mitterspitz und Hoher Dachstein (von links).
Die Gamskarkogelhütte auf dem Gamskarkogel in Bad Hofgastein. Von Links im Hintergrund: Der Schafberg beim Wolfgangsee, Frauenkogel, Gosaukamm, Dachsteinmassiv und Radstädter Tauern.
Thomas Ender: "Aussicht vom Gamskarlkogl auf die Salzburger Gletscher bey Hof-Gastein" (Retusche). Johann erklärt hinten die Kulisse der Hohen Tauern mit Silberpfennig, Rauriser Sonn­blick, Hoch­arn, Groß­glockner Groß­glockner bis zum Wies­bach­horn - im Vorder­grund seine Ehefrau Anna Plochl.

Die Gamskarkogelhütte ist eine Schutzhütte auf dem Gipfel des Gamskarkogels in 2 467 m ü. A. in den Hohen Tauern im Norden der Ankogelgruppe im östlichen Marktgemeindegebiet von Bad Hofgastein.

Beschreibung

Die Gamskarkogelhütte wird auch Badgasteiner Hütte genannt. Sie ist im Besitz der Sektion Bad Gastein des Österreichischen Alpenvereins und wird von Juli bis September bewirtschaftet. Sie bietet bis zu 31 Übernachtungsmöglichkeiten und wird über eine Materialseilbahnversorgt. Elektrifiziert ist sie nicht.

Die Hütte befindet sich zwischen dem Kreuzkogel und Frauenkogel.

Geschichte

Die Gamskarkogelhütte wurde bereits 1828 im Auftrag Erzherzogs Johann von Österreich, der dort auch selbst oft zu Gast war, errichtet. Sie sei die erste Schutzhütte in den Ostalpen gewesen. In einer Quelle ist sogar die Rede von „Europas ältester Schutzhütte“. Das entspricht jedoch nicht den Tatsachen, denn die Salmhütte südwestlich des Großglockner wurde bereits 1799 für die Erstbesteigung errichtet und die Wiesenbaude im Riesengebirge (im Grenzgebiet von Tschechien und Polen) schon 1623 oder 1625 errichtet.

Erzherzog Johann war zwischen 1822 und 1859 sehr oft im Gasteinertal und auf dessen Bergen. Er ließ sich in Bad Gastein sogar eine Villa bauen, das heutige Meranhaus, denn er war ja auch ein "Graf von Meran" in Südtirol.

Der Bau war eines der ersten Fertigteilhäuser in der Weltgeschichte. Die Hütte wurde auf der 700 Meter tiefer gelegenen Rastötzenalm zusammengebaut, dann in Einzelteile zerlegt, mit Pferden auf den Gipfel gebracht und dort wieder zusammengesetzt. 1829 ließ der Erzherzog dann von Bad Gastein aus einen Fußweg auf den Gamskarkogel anlegen und legte einen weiteren Grundstein zur touristischen Erschließung der Region.

Ein Hüttenwart in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Helmut Pleschberger.

Kontakt

Hüttenwart (Ansprechpartner des Österreichischen Alpenvereins ist Gerhard Malzer

Telefon: (06 64) 182 09 63
E-Mail: zimmerei.malzer@gasteinertal.com

Hüttenpächter ist Gottfried Härtel

Telefon: (06 64) 920 36 79
E-Mail: wirt@gamskarkogelhuette.at

Weblink

Quellen